Mit dem Rucksack durch Südamerika - Eine bombastische Reise ;-)

Reisezeit: Mai - August 2009  |  von Isa B.

Kolumbien: Cartagena

08.08. - 11.08.2009

Pasto: Nach einer unspektakulaeten Grenzueberquerung von Quito nach Ecuador sind wir in die naecht groessere Stadt (also mit Flughafen) nach der Grenze gefahren, um von dort aus nach Cartagena (ganz im Norden an der Karibikkueste) zu fliegen. Wir haetten das natuerlich lieber schon von Quito aus getan, aber da dies ein internationaler Fluggewesen waere, haette er ungefaehr das dreifache gekostet, also lieber mit dem Bus ueber die Grenze und dann von da aus fliegen.

Nach einer Nacht in Pasto sind wir dann, mit einem Zwischenstopp in Bogotá in Cartagena gelandet und hatten erst mal den Klimaschock: Quito und Pasto ca. 20 Grad, Cartagena 38 mit gefuehlter Luftfeuchtigkeit von wasweissich auf jeden Fall HOCH!!! Wir steigen aus dem Flugzeug und laufen erst mal gegen eine Wand, das ist wie mit Jeans in der Sauna sitzen...
"Cartagena de las Indias", so der vollstaendige Name, ist eine wunderschoene alte Kolonialstadt, die meisten Einwohner haben afrikanische Wurzeln und es sieht hier aus wie irgendwo auf Kuba. Huebsche, schlanke Maedels, Kochbananen und Kokain an jeder Ecke. Cartagena ist fuer die Kolumbianer selbst ein sehr attraktives Reiseziel, besonders zum Heiraten (und dann kann man fuer den Honeyoon gleich dableiben) - hier gibt´s tausende Hotels, Juweliere und All-Inclu-Resorts. Wir haben ein Apartment zum Selberkochen gemietet (essen gehen in Cartagena koennen wir uns nicht leisten...), sind drei Tage geblieben und haben uns die Stadt angeschaut - schoen, aber wir waren dann auch ready fuer die Weiterreise, weil es irgendwie nicht besonders viel zu tun gibt.

alte Stadtmauer mit Kanonen (Schutz vor Piraten)

alte Stadtmauer mit Kanonen (Schutz vor Piraten)

Einen Tag haben wir einen Ausflug gemacht: auf einem kolumbianischen Touriboot mit ca. 298 Kolumbianern und Ballermann-Ambiente vom feinsten: sau-laute Musik ("the rivers of Babylon"... das verfolgt uns irgendwie) und dum-dum-dum, alle haben morgens um neun schon das Bier am Hals, die Haende zum Himmel und dann Fiesta was das Zeug haelt. Wir sind ja eigentlich keine Spassbremsen, aber das hat uns dann doch etwas ueberfordert. Das Boot war wirklich rappelvoll, und witzigerweise haben die vor dem Ablegen einen Riesenstress gemacht von wegen "jeder muss einen Sitzplatz haben", "jeder muss eine Schwimmweste anhaben und die muss ZU sein" usw. Haben unseren Ohren niocht getraut, das interessiert hier doch sonst keinen. Aber siehe da, es kam ein Inspektor von der Kuestenwache mit Klemmbrett und hat alles abgehakt. Kaum war der von Bord und Leinen los, hatte innerhalb von 30 Sekunden NIEMAND mehr eine Schwimmweste an (und so blieb es den Rest des Tages). Haben von anderen auch die nette Geschichte gehoert, dass sie beim Motorrad-Ausleihen naiverweise nach Helmen gefragt haben, da hiess es dann "ach nee, Helme haben wir gerade keine, aber heute ist Sonntag, da guckt die Polizei nicht so". Vielleicht sind wir einfach zu deutsch - mittlerweile regen wir uns ueber die Handhabung von Sicherheitsstandards nicht mehr auf...

Jedenfalls, Ausflug ging zu einer kleinen Inselgruppe, Islas de Rosario, 27 Inseln, davon 24 in Privatbesitz - viele sind so klein, dass gerade mal ein Haus und ein Bootssteg draufpasst. Die gehoeren dann irgendwelchen Filmstars oder Mafiabossen, hat uns unser Bootsfuehrer erzaehlt.

Privatinsel - Wassertemperatur 30, Luft 40 Grad

Privatinsel - Wassertemperatur 30, Luft 40 Grad

Ist echt schoen da, Karibik eben und tuerkisfarbenes Wasser, weisser Sand und Palmen, aber irgendwie war uns das dann zu langweilig und vor allem ZU HEISS!!! Am Strand wirste dann von Verkaeufern heimgesucht, die dir alles moegliche andrehen wollen (besonders beliebt: "Massaaaaaaage, Amigo!??" Neeeee, bestimmt nicht!!) - wenn du dich schlafend stellst, stupsen die dich dreisterweise einfach an...!!!

Lecker Fisch zum Mittagessen...

Lecker Fisch zum Mittagessen...

Nach 3 Tagen brauchten wir dann Aktivitaet und sind aus dem Grund 4 Stunden an der Kueste entlang nach Osten (also schonmal Richtung Venezuela) gefahren, in ein kleines Stranddoerfchen namens Taganga, was fuer seine billigen Tauchkurse beruehmt ist.

© Isa B., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, Galapagos-Inseln, vielleicht Kolumbien und zum Schluss Venezuela
Details:
Aufbruch: 02.05.2009
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 18.08.2009
Reiseziele: Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Vereinigte Staaten
Ecuador
Kolumbien
Venezuela
Der Autor
 
Isa B. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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