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Mit dem Rucksack durch die Pampa
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Und weil ich ja sowieso nichts mehr zu verlieren hatte bin ich einfach mit dem Rucksack auf dem Ruecken ueber die Bruecke nach Paraguay reingelaufen (wenn man mit dem Bus faehrt kriegt man nicht immer seine Stempel in den Pass).
Die paar Tage in Asuncion habe ich genutzt um mir eine neue Kamera zu besorgen, die ich netterweise in Dollar zahlen durfte, so dass ich aufgrund des weiter gefallenen Kurses ein Schnaeppchen geschlagen habe (vom Boesen das Gute).
Nach Asuncion hab ich das Land durchquert nach Ciudad del Este, das wieder an der Grenze zu Argentinien liegt. Ich muss sagen, Paraguay hat mir nicht so gut gefallen. Das Land ist nicht wirklich touristisch erschlossen (also nicht wirklich empfehlenswert fuer alleinreisende Frauen), undtrotz der Tatsache dass es das 2. aermste Land Suedamerikas sein soll erstaunlich teuer (teilweise teurer als Argentinien). Ausserdem reden die Leute so Spanisch wie die Inder Englisch, denn ihre erste Sprache ist nicht Spanisch sondern Guaraní. Und das Geld ist ein absolutes Desaster, so die Scheine scheinen noch aus dem vorigen Jahrhundert, sind total abgenutzt, mehrmals geklebt und kaum sind noch die Ecken dran. Ausserdem kann man sein Restgeld wirklich nur an der Grenze tauschen. Im Rest von Argentinien wollen die Wechselstuben nichts von dem Geld wissen.
In Paraguay habe ich mir noch den 2. groessten Staudamm der Welt angeschaut, der am Tag geschlagene 12 mollionen KW produziert und somit 75% des Stromverbrauchs von Paraguay und 25% des von Brasilien erzeugt. Es war schon beeindruckend, aber natuerlich eine unglaubliche Propagandaaktion, weil man sich vor der Tour einen halbstuendigen Gehirnwaeschefilm anschauen musste, der gezeigt hat, wie toll die Natur geschuetzt wurde, und wie toll der Damm ist.
Dann war ich wieder in Argentinien in Puerto Iguzu an den beruehmten Iguazu Faellen, die ich mir sowohl von der Brasilianischen als auch von der Argentinischen Seite angeschaut habe.
Jetzt bin ich kurz vorm Grenzuebergang nach Uruguay. Habe durch Zufall im Bus eine Oestereicherin getroffen, die auch als Ziel das Naturrestervat Estero de Ibera hatte, und so sind wir einfach zusammen gereist, und dann auch noch in einen anderen Nationalpark (las Palmeras - ja mit Palmen und so). Und jetzt habe ich genug von Natur und moechte endlich nach Uruguay an den Strand.
©
Ute Gamm,
2008
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