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Nachdem wir mit der als Luxus-Busgesellschaft bekannten Cruz del Sur eher dürftige Erfahrungen gemacht haben (das Wort Luxus liess sich hier ausschliesslich auf den Preis beziehen), versuchten wir es auf dem Weg nach Arequipa mit der anderen "Luxus"-Gesellschaft, Ormeno. Der Service war erst mal nicht schlecht, die Schalterfrau hat uns zum Bus und sogar zu unseren Sitzen gebracht. Als sie uns dann allerdings erklärt hat, welches unser Busticket ist und welches das Gepäck-Zettelchen, fragten wir uns doch so langsam, ob sie für ein bisschen dumm hielt oder jedenfalls davon ausging, dass wir noch nie zuvor mit einem Reisebus gefahren sind.
Das mit dem Luxus erwies sich dann aber wieder als relativ, denn auf dem Weg stiegen mitten in der Nacht dauernd Leute ein und aus - trägt nicht gerade zur Gemütlichkeit bei. In Arequipa angekommen, gab es dann eine ziemlich böse Überraschung: Tinas MP3-Player war verschwunden. Unsere Theorie: Irgendwie muss er aus ihrer Hosentasche gerutscht sein, als sie schon geschlafen hat. Irgendjemand hat ihn dann entdeckt und die Gelegenheit genutzt. Und das in einem Bus, den sich der Grossteil der Peruaner noch nicht mal leisten kann...
Entsprechend missgestimmt begannen wir also unseren Aufenthalt in Arequipa, dessen Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die meisten Häuser sind hier aus weissem Vulkangestein gebaut, was wirklich sehr nett aussieht. Am beeindruckendsten ist allerdings das Kloster Santa Catalina, das die Ausmasse einer kleinen Stadt innerhalb der Stadt hat.
Plaza de Armas
Noch ne Plaza
Blick vom Hostel auf die Kathedrale und den Vulkan Misti
Santa Catalina
Von Arequipa aus fuhren wir nach Cabanaconde, ein verschlafenenes Nest am Rande des Colca Canyon. Der Canyon ist, je nachdem wen man fragt, die tiefste Schlucht der Welt oder eine der tiefsten oder schlicht und einfach sehr tief. Hier verbrachten wir eine kurze Nacht in einem Hostel, dessen Löcher in der Aussenwand mit Zeitungspapier abgedichtet waren (und das bei gefühlten Minus 20 Grad!). Früh morgens ging es dann weiter zum Cruz del Condor, einem berühmten Aussichtspunkt, von dem aus man - wie der Name ja bereits nahelegt - jeden Morgen Condore sehen kann. Nach ungefähr zwei Stunden Warten und Rätseln, von welchdem der beiden Aussichtspunkte man die Vögelchen besser sehen kann, tauchten die ersten Condore auf. Wirklich beeindruckend, wie gross und majestätisch die Tiere sind!
Blick in die Schlucht
Auf dem Weg ins Dorf
Strassenszene in Cabanaconde
Nach einer Wanderung zurück ins Dorf und einem leckeren Nudel-Mittagessen ging es dann runter nach Sangalle, einer Oase unten im Canyon mit Palmen, Pools und Bambushütten. Zwei Stunden lang ging es steil bergab über einen doch recht unebenen Weg. Nach einem netten Abend mit Daniel und Lisa aus Deutschland und dem stark behaarten, dafür aber spendierfreudigen peruanischen Barkeeper Jamil beschlossen wir endgültig, den Weg nach oben auf Maultieren zurückzulegen. Unsere Bergkletterer-Ehre war dahin, aber dafür ersparten wir uns drei bis vier Stunden harte Arbeit!
Beim Abstieg
Endlich: Blick auf die Oase
Unsere Huette
Jamil
Vicunas auf dem Weg nach Bolivien
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