Tag 75 - 17. Juli
DER MACHU PICCHU TAG

Nach den landschaftlichen Hoehepunkten Tropen, Outback, Neuseeland und die trockenste Gegend der Welt in der Atacama ist heute der kulturelle Hoehepunkt meiner Reise an der Reihe.
Heute hiess es schon um 5 Uhr aufstehen, um vor dem Massentourismus in Machu Picchu zu sein. Das war zwar hart, es hat sich aber gelohnt.
Ein wenig Wachwerde-Fruehstueck und dann nichts wie los zur Bushaltestelle. Nach der Ticketschalterschlange und dem richtigen Bus und einiger Fahrt sowie Ticketkauf fuer Machu Picchu war ich dann um etwa 6:45 Uhr in der Inkastadt angekommen.
Nun bin ich einige Stunden dort herumgelaufen, um alles zu sehen. 3 Stunden gingen um wie nichts.
Danach bin ich auf den Huayna Picchu gewandert, das ist der Berg hinter der Inkastadt. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht. Zurueck bin ich dann einen Alternativ-Weg gelaufen, der ziemlich anstrengend war. Es ging fast ganz ins Tal herunter, wieder hoch, nochmal runter, hoch, runter, hoch, runter. Auf diesem Weg konnte man eine Hoehle besichtigen. Dieser Weg waere in Europa sicher als Klettersteig angegeben und war sehr hart zu wandern.
Als ich in Machu Picchu zurueck war, erstmal ein wenig ausruhen und weil es so schoen war, bin ich noch einmal etwa eine Stunde herumgelaufen, bevor ich dann nach Aguas Calientes zurueckgewandert bin, was zurueck den Berg herunter recht zuegig ging.
In den Machu Picchu-Park darf man offiziell keine Trinkflaschen und nichts zu essen mitnehmen. Ich habe im Rucksack wie viele andere eine grosse Wasserflasche und ein paar Energy-Riegel geschmuggelt. Kontrollieren tut das keiner. Ich kann nur empfehlen eine Flasche Wasser zu schmuggeln, schliesslich kann man im Park nichts kaufen und der Aufstieg auf den Huayna Picchu waere ohne Wasser in der Mittagssonne sehr gefaehrlich wegen Dehydrationsgefahr. (In Australien waere es sicher Vorschrift gewesen, Wasser mitzunehmen).
Machu Picchu ist Unesco-Weltkulturerbe. Ein waschechter Koelner wuerde jetzt darueber diskutieren, ob um Machu Picchu herum so hohe Berge stehen duerfen, wenn es nicht zur roten Liste des Weltkulturerbes gehoeren soll
Als ich zurueckgekommen war, hatte ich einen Riesenhunger, einmal essen und dann bin ich in das Thermalbad von Aguas Calientes gegangen. Nach 3 Tagen mit viel Wandern und Stufen sicher im grossen vierstelligen Bereich hat das mal ganz gut getan. Dort habe ich ein junggebliebenes deutsches Paar getroffen, sie kommen aus dem Osten und haben sich jetzt ihren Jugendtraum erfuellt, nach Suedamerika reisen zu koennen. Gemeinsam haben wir im Pool Bier aus Glasflaschen getrunken. Bierflaschen werden dort offiziell zum Im Pool trinken verkauft. Abends konnte ich dann nach 2 Stunden Baden so richtig gut schlafen.
Tag 76 - 18. Juli
Schon um 4:30 musste ich den Wecker setzen, ein wenig gegessen, Klamotten zusammenpacken und dann um 5:25 am Bahnhof sein, um zurueckzufahren. Ein Zugticket hatte ich bis Ollantaytambo und dann weiter mit einem Bus, der genau auf diesen Zug nach Cusco fuhr. In Cusco angekommen, war mein Tagbus nach Puno schon weg. Im Reisebuero hatten sie mir gesagt, das klappt zeitlich so gerade. Als ich das in Frage gestellt hatte, haben sie mir einen Ticketvoucher fuer entweder den Tag- oder den Nachtbus gegeben. So durfte ich dann noch einen weiteren Tag in Cusco verbringen.
Nach 3 Tagen mit X 1000 Stufen wollte ich nicht gross laufen. So habe ich mich fuer einen ruhigen Tag mit Museumsbesuchen entschieden.
Erst einmal habe ich nach einem richtigen Fruehstueck mit einem starken! Kaffee gegen meine Muedigkeit mein Boleto Turistico verbraucht, indem ich im Museo Historico Regional, im Museo Municipal de Arte Contemporaneo und im Museo de Sitio del Qoricancha war. Es waren 3 kleine Museen und es ist sehr viel ueber die regionale Geschichte, die Inkas und einige Kunst ausgestellt, vieles leider nur in Spanisch.
Nach einem weiteren Kaffee und Kuchen war ich dann in der Iglesia de Santo Domingo / Coricancha. Das ist ein Dominikanerkloster, was auf die Stelle von Inkatempeln gebaut wurde. In einigen Erdbeben wurde immer mal wieder etwas zerstoert und etwas anders wieder aufgebaut. Das lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen, weil man wieder einige Inkabauwerke in Kombination mit einem christlichen Kloster besichtigt. Der Eintritt ist ganz gut bezahlbar, etwa 80ct mit Studiausweis.
Wo ich schon einmal beim Kirchengucken war, bin ich dann auch noch in die Iglesia de La Compania, die auch eine Kirche mit angeschlossenem alten Kloster ist. Leider war das eine ziemliche Baustelle und die Kirche war geschlossen (was ich dann nach dem ca. 80ct Eintritt bezahlen gesehen habe). Dafuer waren einige teure Messgegenstaende wie Kelche, Monstranzen... ausgestellt. Eine Goldmontranz ist mit 1500 Diamanten und 1600 Perlen verziert. Mit dem Zaehlen habe ich dann den Nachmittag verbracht
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Fuer diesen Tag reicht es erst einmal mit Kultur, wobei sich dieser Extra-Cusco-Tag aufgrund der komplexen Kultur mit den vielen Museen und Kirchen gelohnt hat. So habe ich mich gerade mal ins Internetcafe abgesetzt, hoere ein wenig WDR-Webradio, Mails, Zeitung, hier weiterschreiben,...
Um 21:30 Uhr geht es mit dem Nachtbus nach Puno am Lake Titicaca, wo ich irgendwann mitten in der Nacht ankommen werde. Muede genug um im Bus zu schlafen werde ich wohl sein. Im Reisebuero wurde mir schon ein Hostal empfohlen, dann hoffe ich, dass ich nach einer kurzen Taxifahrt in Puno weiterschlafen kann.