Peru-Reisebericht :Mit unserem Nissan Patrol einmal um die Welt

101.-105. Woche Rest Chile, Peru

Donnerstag, 28. Juni 2012 (Café Columbia, Miraflores, Lima, Peru)

Montag, 28. Mai 2012 (Arica, Chile)
Reisebericht und Fotos uploaden dauert ein Café con Leche und ganze zwei Bierchen lang - flott, he?? Kompliment an die gute Internetverbindung. Ich skype noch ein wenig mit Nyffi und er wird ein Hotel für uns in Miraflores bei Lima buchen. Danke, und ich freue mich unglaublich!!...natürlich auch auf ein Hotelzimmer, Woww!! Wir denken, dass uns Miraflores gefallen wird, da dieser Teil von Lima am Meer liegt und gemäss meinem Reiseführer viele Restaurants und Bars hat - wird uns sicher gefallen. Weiter mache ich ein paar Anfragen auf der Webseite couchsurfing.com für eine Unterkunft oder sicheren Parkplatz in Lima. Auch schreibe ich das Hostel "Cirque" in Lima an und frage nach den Preisen für die Benutzung ihres Parkplatzes. So wie es aussieht, werde ich eine längere Zeit in und um Lima sein. Ich werde so ungefähr am vierten Juni in Lima ankommen und, bis zur Ankunft von Nyfficito am 13. Juni, mit Hilfe der Couchsurfer Angebote übernachten und hoffentlich ein wenig Lima kennenlernen. Bis zur Ankunft von Donata am 29. Juni werde ich wieder mittels Couchsurfing Übernachtungsmöglichkeiten suchen. Ich hoffe, dass mir dann in dieser Zeit ein paar Leute helfen können bei der Suche nach einer Verschiffungsmöglichkeit nach Mexiko. In den zwei Wochen mit Donata werden wir vermutlich mit dem Nissan Patrol an den Titicacasee fahren. Irgendwo dort werden wir dann die beiden Freundinnen von Donata antreffen, welche eine Tour bis am 9. Juli gebucht haben. So, das sind meine momentanen Gedanken und Pläne. Wie es dann schlussendlich rauskommt? Tja, keine Ahnung und vermutlich ganz anders. Ich packe mein Büro im Café/Pub Monya zusammen und kaufe mir an einem Stand zwei Empanadas für mein Nachtessen und gehe zurück zum Auto. Das Aufpassen kostet mich eintausend Pesos. Zwei Franken für ein ruhiges Gewissen geht mehr als in Ordnung. Ich fahre an meinen Stammplatz zum Playa Chinchorro und schaue beim Essen den vielen Leuten im Park zu. Danach geht's in die Heia, welches sicher auch mal wieder eine Wäschetrommel vertragen könnte...

Dienstag, 29. Mai 2012 (Arica, Chile)
Den heutigen Tag verbringe ich mit lesen meines Buches und des Reiseführers über Peru. In diesem Park beim Playa Chinchorro habe ich mit dem iPod eine WiFi Verbindung zum gegenüberliegenden Restaurant. Ich sehe, dass der Reisebericht bereits online ist und freue mich über die neuen und aufstellenden Gästebucheinträge. Urs hat mir seinen Bericht über seine Heimkehr geschickt, welchen ich ein paar Mal durchlese und ich bin begeistert. Heute koche ich wieder einmal selber - schön gemütlich am Strand. Es gibt Pasta à la Patric.

Mittwoch, 30. Mai 2012 (Arica, Chile)
Zum Frühstück bastle ich mir aus den Resten von gestern einen Teigwarensalat und fahre danach zum Playa La Lisera. Ich habe vorher noch rasch einen Halt vor meinem "WiFi-Restaurant" gemacht. Obwohl es noch nicht geöffnet hat, funktioniert die Internetverbindung. So lese ich dann am Strand die vielen positiven Antworten von den angeschriebenen Couchsurfern. Das freut mich extrem und jetzt habe ich das Problem, welche von den fünf Angeboten ich annehmen soll. Muss mir da noch ne Strategie ausarbeiten. Ich geniesse den Strand, die Leute und das Baden im Meer. Am Abend fahre ich ins Zentrum und parke bei meinem persönlichen Aufpasser für eintausend Pesos. Danach gehe ich in mein Café/Pub Monya wo ich freundlich empfangen werde. Ich erhalte sofort den Tisch mit Stromanschluss und das Bier kommt auch postwendend. Zuerst stelle ich den Bericht von Urs ins Netz und danach beantworte ich alle Couchsurfer Nachrichten. Dann ruft doch noch tatsächlich Nyffi per Skype an und wir skypen noch gute zwanzig Minuten lang. Ich denke, auch er ist bereit für Peru. Um neun Uhr fahre ich zurück zu meinem Strand- und Parkplatz und gönne mir zum Abschluss von Chile eine Pizza con Espanola, und zwar in dem Restaurant, wo ich in der Nähe immer parke und die WiFi Verbindung nutze - fair enough. Nach dieser super guten Pizza und einem Gläschen Chilenischem Rotwein gehe ich schlafen. Ich freue mich auf Peru.

Donnerstag, 31. Mai 2012 (Tacna, Peru).
Nach dem Aufstehen will ich noch auf den El Morro fahren. Obwohl ich bereits fünf Tage hier in Arica bin, finde ich erst nach ein paar "Anläufen" die Strasse hinauf auf den 260 Meter hohen Berg. Von hier oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die ganze Stadt. Der El Morro diente als Festung und half bereits erfolgreich im 16. Jahrhundert gegen die Angriffe der englischen Piraten Bartholomew Sharp und John Watling. Am 7. Juni 1880 jedoch wurde im Salpeterkrieg die Festung El Morro von den Chilenen gegen die Peruaner erobert.
Nach dem El Morro Rundgang fahre ins Zentrum zur Petrobras Tankstelle, stärke mich mit Café con Leche und einem Empanada con queso. Vor der Abfahrt wird noch der Nissan Patrol vollgetankt und dann geht's los. Nach ein paar Kilometer komme ich an die Grenze und es hat sehr wenige Autos, Busse und Lastwagen. Normalerweise stehen hier sehr viele Fahrzeuge und Leute an - aber ich habe Glück. Vielleicht erwischte ich einfach eine günstige Tageszeit - es ist zwei Uhr mittags. Ich frage mich an den Schaltern durch und ich muss irgendwo in den ersten Stock gehen und dort ein Formular für mein Fahrzeug ausfüllen. Ich irre ein wenig herum und gehe durch Türen und Gänge, durch welche eigentlich nur autorisierte Personen durchgehen dürfen. Dann komme ich in eine Art Cafeteria und frage einen Zollbeamten, welcher gerade am Essen ist, ob ich hier richtig bin. Er deutet zum Buffet und ruft etwas in die Küche. Da kommt doch tatsächlich die Küchenchefin mit Schürze und Kochmütze raus. Ich denke mir noch, wie soll ich ihr jetzt erklären, dass ich nichts zu essen und zu trinken will, aber sie weiss genau was ich will und zeigt mir das Formular. Bevor sie es mir gibt, will sie dafür eintausend Pesos. Klingt ein wenig komisch, aber was will ich machen. Zum Glück habe ich noch nicht alle Chilenischen Pesos ausgegeben. Ich habe jedoch nur noch eine Zwanzigtausender Note und sie verdreht die Augen. Sie hat kein Wechselgeld. Ich sage, dass ich noch Kleingeld im Wert von dreihundert Pesos habe. Da lächelt sie mich an und sagt, dass das ausnahmsweise auch geht. Ich fülle das Formular aus und kann nach ein bisschen Warten an den Schalter gehen. Das Formular erhält zwei Stempel, danach geht es zum nächsten Schalter und mein Pass und das neue Dokument erhalten den Ausreisestempel. Danach fahre ich ein, zwei Kilometer weiter an den Peruanischen Zoll. Auch hier muss ich an ein paar Schalter und das Chilenische Dokument hat mittlerweile über fünf Stempel. Am letzten Schalter erhalte ich die Fahrgenehmigung für Peru. Die Ausstellung dieses Dokumentes dauert dann nochmals gut eine halbe Stunde. Danach wird mein Fahrzeug von einer Zollbeamtin kontrolliert, ich erhalte nochmals einen Stempel und dann kann ich losfahren. Beim Abfahren rufen mir zwei Personen etwas nach. Hier lerne ich Daniel und Johanna von Berlin kennen. Sie sind mit einem Mercedes Unimog unterwegs und sind gerade daran, den Marathon für die Einreise nach Peru zu bewältigen. Ich sage ihnen, dass ich nach der Grenze auf sie warten werde. Bei der letzten Schranke muss ich das spezielle Dokument abgeben und ich bin jetzt offiziell in Peru. Ein paar hundert Meter nach der Grenze sehe ich viele kleine Stände, welche Essen und Trinken anbieten. Ich halte dort an, um auf die beiden Deutschen zu warten. Es hat ungefähr zehn solche Stände und jede Frau ruft mir zu, ich soll zu ihnen kommen. Ich entscheide mich für den Stand von Vanessa und wir unterhalten uns bei einem Orangensaft bis der Unimog nach knapp einer Stunde angefahren kommt. Daniel und Johanna sind unterwegs nach Cusco und wir haben fürs erste denselben Weg. Wir beschliessen, zusammen zu fahren. Daniel und Johanna fahren gemütliche sechzig Stundenkilometer und ich cruise hinten ihnen her. In Tacna gehen wir zusammen Essen einkaufen und nach ungefähr dreissig Kilometer halten wir beim Eindunkeln irgendwo auf einer Anhöhe im Nichts für unsere Übernachtung an. Wir sind umgeben von Steppe und kahlen Bergen. Ich werde zum Nachtessen in den Unimog eingeladen und Johanna verwöhnt uns mit einem wunderbaren Gericht. Wir haben uns natürlich viel zu erzählen. Daniel ist DJ und kann bei einem E-Festival (ich hoffe, ich habe das jetzt korrekt für die Kenner geschrieben) in Cusco auflegen und ein paar Dollars verdienen. Nach dem guten Essen und ein paar Bierchen gehen wir schlafen.

Freitag, 1. Juni 2012 (Moquegua, Peru)
Um zehn Uhr fahren wir auf der Strasse 1S, welche immer wieder rauf- und runtergeht. Der Unimog hat beim Bergauffahren ein wenig Mühe und kämpft sich mit knappen dreissig Stundenkilometer - oder weniger - die Hügel hinauf. Für mich ist es eine gemütliche und entspannende Abwechslung, einfach nur so "Hinterherzufahren". In Moquegua wollen wir einkaufen gehen. Wir wollen heute den Grill anschmeissen. Johanna ist Vegetarierin und Daniel fragt mich, ob wir für uns ein paar Würste und Steaks grillieren sollen. Klar, machen wir doch. Wir müssen den Unimog vor der Stadt stehen lassen, da es nicht erlaubt ist, mit Lastwagen in das Zentrum zu fahren. So fahren wir zu dritt zu einem Supermarkt. Wir finden ein paar Würste und Bier und fahren dann zwanzig Kilometer weiter. Wir wollen heute nicht allzu weit fahren und stellen den Campingtisch, unsere Stühle und den Grill bereits um drei Uhr am Nachmittag auf. Wir campen irgendwo in der Wüste abseits der Strasse. Nebst den Würsten und Bier bereitet Johanna leckere Gemüsetaschen zu. Die vorbeifahrenden Lastwagenfahrer hupen und grüssen uns - macht Spass!! Ab sechs Uhr wird es bereits dunkel und um sieben Uhr sind wir schon in unseren Bettchen. Es ist fast Vollmond und der Sternenhimmel ist wieder einmal wunderschön.

Samstag, 2. Juni 2012 (Ocoña, Peru)
Natürlich sind wir relativ früh wach und frühstücken in der Morgensonne. Wir lernen noch einen Franzosen kennen, der uns besuchen kommt. Er ist seit über zwei Jahren mit seinem Camper in Südamerika unterwegs. Er erzählt uns, dass es in ein, zwei Monaten eine neue Fähre von Kolumbien nach Panama geben soll. Dies wäre dann der billigste Autotransfer nach Zentralamerika. Es handelt sich hierbei um ein Griechisches Schiff, welches momentan von Griechenland nach Kolumbien unterwegs ist. Die Fähre soll dann - soweit ich ihn richtig verstanden habe - alle drei Tage von Cartagena nach Panama fahren. Daniel und Johanna haben auch schon von dieser neuen Fähre gehört. Ich mache mir daher Gedanken, diese Fähre zu nehmen. Oder besser gesagt; ich habe eine weitere Variante, welche ich dann in Lima prüfen kann und werde. Um zehn Uhr sind wir abfahrbereit und vierzig Kilometer vor Arequipa trennen sich unsere Wege. Daniel und Johanna fahren über Arequipa und Juliaca nach Cusco. Ich fahre auf der Panamericana der Küste entlang weiter in Richtung Norden. Johanna & Daniel: Danke für das Zusammenfahren, Zusammensein, Plaudern und natürlich für Deine Kochkünste, Johanna. Viel Spass in Cusco!! Ich fahre weiter bis zur Küste nach Camana und parke auf einem Felsen mit Aussicht auf das Meer. Hier koche ich mir mein Abendessen und gehe früh schlafen. Ich werde jedoch um neun Uhr von der Polizei geweckt. Sie sagen, dass das hier ein gefährlicher Platz zum Übernachten sei und ich soll noch weitere zwanzig Minuten bis zur nächsten Polizeikontrolle fahren. Dort kann ich dann übernachten. Ich bin überrascht, dass es hier gefährlich sein kann, aber ich bin sehr froh über die überaus freundlichen Polizisten und deren Hilfe. Nach einer halben Stunde komme ich an diese Polizeikontrolle in der Nähe von Ocoña und kann zwischen den vielen Lastwagen parken und sicher übernachten.

Sonntag, 3. Juni 2012 (Mala, 50 Kilometer vor Lima, Peru)
Ich habe nur zweimal getankt, da ich durch das langsame Fahren nur acht bis neun Liter pro einhundert Kilometer verbrauche. Ich spüre nach ein paar Stunden, dass der Nissan immer wie weniger Leistung beim Bergaufwärtsfahren hat. Er fängt an zu stottern und es kommt hinten weisser Rauch aus dem Auspuff. Es wird immer wie schlimmer und gegen Abend komme ich bergaufwärts nur noch im ersten Gang mit knappen drei bis fünf Stundenkilometer über die vielen Hügeln. Ich vermute, dass mir bei der vorletzten Tankung Benzin aufgefüllt wurde - bin mir aber nicht sicher. Es ist wieder einmal bereits dunkel und ich finde fünfzig Kilometer vor Lima eine grössere Tankstelle, wo auch viele Lastwagen parken. Die ganze Gegend hier sieht ziemlich arm und ein wenig gefährlich aus. Mit und zwischen den Lastwagen fühle ich mich jedoch sicher. Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Reparaturwerkstatt, aber es ist hier einfach unmöglich, eine Autogarage zu finden. Ich will morgen irgendwie nach Lima kommen und dann dort eine Autogarage aufsuchen. Ach ja, ne Dusche wäre auch wieder mal was Schönes. An dieser Tankstelle gibt es nicht einmal Wasser und ich hoffe, dass ich in Lima bei irgendeinem Couchsurfer/-in übernachten kann - inklusive Dusche.

Montag, 4. Juni 2012 (Lima, Peru)
Morgens um sechs Uhr fahre ich los und es ist eine Horrorfahrt. Sobald es ein wenig aufwärts geht, muss ich im zweiten Gang fahren und wenn es mehr aufwärts geht - und das kommt hier sehr viel vor - muss ich auf dem Pannenstreifen im ersten Gang fahren. Abwärts kann ich bis zu achtzig Stundenkilometer fahren. Der Verkehr wird dichter und in Lima bin ich dann mitten im Chaos. Ich suche verzweifelt eine Autogarage, aber ich finde keine. Ich möchte in Lima in den Bezirk Miraflores gehen. Dazu fahre ich der Küste entlang und leider hat es hier drei extrem steile Steigungen. Ich komme praktisch nicht vom Fleck und kurz bevor der Motor abstirbt lässt mich der Nissan Patrol nicht im Stich und ich krieche mit zwei, drei Stundenkilometer - mit einer riesigen weissen Rauchwolke hinten - durch den lauten, nervigen und hupenden Verkehr. Es ist wirklich nicht angenehm, hier so zu fahren und dann finde ich zum Glück eine Repsol Tankstelle, bei welcher ich anhalte. Zwei Peruaner sitzen hier an der Tankstelle draussen bei einem Kaffee und ich frage sie, ob ich ihr Telefon benutzen könne. Ich will Gabriela anrufen, welche hier in der Gegend ihre Wohnung hat und mir hier über Couchsurfing einen Parkplatz angeboten hat. Leider nimmt sie das Telefon nicht ab. Ich frage, wo denn hier in der Nähe eine Autowerkstatt ist, aber anhand ihren Erklärungen würde ich diese Garage bei diesem Verkehr und vielen Strassen nie im Leben finden. So, und ab jetzt werden alle aktiv und ich weiss gar nicht mehr so recht, wie das alles abgelaufen ist. Ein Angestellter der Tankstelle kommt dazu und mit Hilfe der beiden Peruaner schauen wir in den Motorraum, demontieren den Schlauch zum Dieselfilter und alle schnüffeln daran. Alle sind der Meinung, dass hier Benzin drin ist. Wir pumpen den Tank leer und füllen zehn Liter Diesel auf. Für diese Übung benötigen wir gute drei Stunden und mein ganzer Körper stinkt jetzt nach Diesel. Ich fahre zehn Kilometer und leider ist das Problem immer noch nicht behoben. Nach ein paar Minuten werde ich von der Polizei angehalten - ich befinde mich in einem sehr armen Viertel, in El Callao, und sie empfehlen mir, nicht hier zu parken oder zu bleiben. Will ich auch nicht, sondern ich suche eine Autogarage. Sie kennen eine Autogarage hier in der Nähe und ich kann ihnen hinterher fahren. Die Garage sieht sehr speziell aus, aber die Polizisten versichern mir, dass dies ein guter Automechaniker ist. Wir machen eine Probefahrt, kontrollieren die Zündung und dann wechseln wir den Dieselfilter (ich habe immer noch einen in meinem "Ersatzteillager") und den Luftfilter. Ich bin überrascht, dass es in dieser kleinen Garage einen passenden Luftfilter für meinen Nissan Patrol hat. Der alte Dieselfilter sieht nicht mehr gut aus, die Dichtung ist gerissen. Der Luftfilter ist auf einer Seite ein wenig angebrannt und ist sehr schmutzig. Auf jeden Fall läuft der Nissan Patrol jetzt wieder perfekt und vermutlich war das Abpumpen und Ersetzen der Filter zusammen für das gute Resultat verantwortlich. Es ist bereits wieder dunkel und jetzt benötige ich eine Internetverbindung, damit ich mit Gabriela in Kontakt kommen kann. Ich benötige über zwei Stunden bis ich einen Parkplatz mitten im Zentrum von Miraflores finde. Endlich!! Ich bin müde und rieche nicht besonders gut. Oder besser gesagt; ich stinke!! Ich ziehe mich im Auto um und gehe in ein Restaurant mit WiFi. Ich habe eine Antwort auf Couchsurfing von Gabriela. Sie teilt mir ihre Adresse mit, aber heute werde ich sicher nicht mehr in diesen Verkehr zurückkehren. Ich habe vier Soles für den Parkplatz für die ganze Nacht bezahlt und ich werde hier im Zentrum übernachten. Ist zwar ein wenig laut, aber sicher. Ich habe viele Mitteilungen von diversen Couchsurfern erhalten und auch eine E-Mail vom Hostel Cirque. Kevin vom Hostel Cirque schreibt mir, dass ich vor dem Hostel umsonst parken kann und es ist eine relativ ruhige und sichere Gegend dort. Wenn ich die Dusche, Toiletten, Küche und die WiFi Verbindung nutzen will, muss ich pro Tag fünf Soles (Fr. 1.80) bezahlen. Mir gefällt dieses Angebot und ich werde morgen versuchen, das Hostel und die Wohnung von Gabriela finden - das ist der morgige Plan. Ich schlendere noch ein wenig durch das sehr belebte Zentrum von Miraflores und besuche das Old Pub auf ein Bier. Auf dem Weg zum Auto versuchen viele Animateure mich in ihr Lokal zu locken. Auch stehen sehr viele Taxifahrer rum und zeigen mir halbnackte Mädchen und flüstern mir "Girls, Girls, nice nice Girls" zu. Ich entkomme dieser Meute und gehe müde nach Mitternacht in mein Auto schlafen. Uff, war das ein Tag und ich sehne mich nach einer Dusche.

Dienstag, 5. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Um halb vier Uhr morgens klopft der Parkplatzwächter an meine Scheibe, um mir zu sagen, dass er jetzt geht. Danke, mein lieber Freund, habe eben gut geschlafen.... Ich kraxle nach vorne und gebe ihm zwei Soles. Zwei Stunden später beginnt langsam der Morgenverkehr und ich fahre an den Playa Miraflores, wo es einige Parkplätze direkt am Meer hat. Hier schlafe ich noch bis elf Uhr. Danach beginnt die Suche nach der Strasse, wo Gabriela wohnt. Diese Übung breche ich nach zwei Stunden ab. Ich bin ganz in der Nähe, aber ich finde die Wohnung einfach nicht. Das Hostel finde ich dafür umso schneller. Ich bin so froh, hier anzukommen und zum Glück erkennt mich Kevin sofort. Er führt mich herum und erklärt mir alles. Es hat hier sogar einen kleinen Rasenplatz wo man campen kann. Momentan stehen dort zwei BMW Motorräder mit Belgischen Nummernschildern und ein Zelt. Ich geniesse die Dusche und sitze danach mit dem belgischen Motorrad-Paar, Johan und Ilse, zusammen. Wir kochen uns ein Nachtessen und reden bis nach Mitternacht. Ich bin sehr müde und ich werde sicher gut schlafen.

Mittwoch, 6. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich schlafe bis um elf Uhr und bringe danach einen grossen Sack mit meiner schmutzigen Wäsche zur Wäscherei. Die Morgendusche gibt's heute leider nur mit kaltem Wasser. Danach melde ich mich bei allen Couchsurfern ab, dass ich eine Unterkunft gefunden habe. Ich erhalte jedoch viele Antworten, dass sie mich trotzdem kennenlernen möchten und sie mir die Stadt zeigen wollen. Ich werde jeden Abend jemanden treffen und es nimmt mich wunder, was ich da noch alles für Leute kennenlernen werde. Ich gehe zu Fuss ins Zentrum von Miraflores und finde endlich Flip Flops. Bei dieser mehrstündigen Stadtbesichtigung laufe ich praktisch ganz Miraflores ab. Ich hätte nie gedacht, dass Lima - genau genommen Miraflores - so westlich ist. In der Strasse wo ich am letzten Montag im Pub war, sehe ich viele grosse Fernsehbildschirme und Spielpläne der Euro 2012. Da ich sicher bis Ende Juni hier sein werde, kann ich praktisch die ganze Fussball Europameisterschaft gucken. War nicht mein Plan, aber jetzt freue ich mich so richtig darauf. Am Abend hole ich meine frisch gewaschenen Kleider und sitze mit Russen, Amerikaner, Österreicher, Inder, Belgier und natürlich Peruaner im Vorgarten des Hostels und wir unterhalten uns in den verschiedensten Sprachen. Mir gefällt es hier. Ausser an die chaotische Küche muss ich mich zuerst noch gewöhnen. Da wird gekocht und gebrutzelt - ausser der Abwasch und die Reinigung der Küche lässt zu wünschen übrig. Am Abend erhalten wir noch erfreulichen Besuch. Es wird eine neue, frisch gefüllte Gasflasche für die Dusche geliefert. Super, morgen gibt's wieder warmes Wasser.

Donnerstag, 7. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich stehe um sieben Uhr auf und geniesse die heisse Dusche. Was für ein Gefühl, wieder ein Badezimmer zu haben. Ich platziere mich im Vorgarten und gehe an meine Arbeit. Ich bin über eine Woche im Rückstand mit dem Berichteschreiben und will noch ein wenig über die Verschiffung im Internet recherchieren. Ich will im Auto vor dem Hostel die Strassenkarte holen und sehe, dass hinten am Auto zwei Dieselkanister am Boden stehen. Der dritte Kanister, welcher mit zwanzig Liter Diesel gefüllt war, ist verschwunden. Der Spann Set wurde durchgeschnitten - und das praktisch hinter meinem Rücken heute Morgen, während ich im Vorgarten am Computer war. Tja, und ich fühlte meinen Nissan Patrol soooo sicher hier. Ich demontiere hinten die Schienen, auf welchen die Kanister waren und versorge sie unter der Zeltplane. Die beiden anderen Kanister nehme ich mit ins Hostel und lasse sie mal dort stehen. Heute Abend treffe ich mich mit Jhony, welcher mir ein paar Mal auf Couchsurfing geschrieben. Er kommt von Lima und kann mir ein wenig die Stadt zeigen. Mal schauen, wie das wird. Wir treffen uns um sieben Uhr im Zentrum und es ist sehr interessant mit ihm. Er zeigt mir ein paar wirklich tolle und natürlich billige Peruanische Lokale. Nach ungefähr drei Stunden verabschieden wir uns, da er ins Zentrum von Lima gehen will und ich nicht denselben Musikgeschmack habe wie er. Ich gehe auf einen, zwei Schlummerbecher ins Old Pub und geniesse und beobachte die vielen Leute um mich herum. Zurück im Hostel sitze ich noch ein wenig mit Kevin zusammen, welcher heute seinen letzten Arbeitstag hat. Irgendwann um drei Uhr gehe ich schlafen.

Freitag, 8. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich stehe um neun Uhr auf, nehme eine Dusche und mache mir Kaffee. Ich fühle mich unglaublich wohl hier im Hostel und es herrscht einfach eine sehr gute und freundliche Stimmung. Danach mache ich mich auf den Weg ins Zentrum um das Eröffnungsspiel zu schauen. Diese Bar- Restaurant- und Discostrasse nennt sich "Calle Pizza" und ich bin fast der Einzige, welcher schon so früh unterwegs ist. Die Fernseher sind jedoch alle an und ich setze mich einfach irgendwo hin. Nach dem Spiel gehe ich ein wenig in den Park spazieren und kehre nach einer Stunde wieder zurück in die Calle Pizza. Ich gehe in ein anderes Lokal und es gefällt mir hier noch besser. Hier kann ich draussen sitzen, Fussball schauen und während den Spielen gibt es Spezialangebote, respektive "Happy Hour". Nach ein paar Minuten setzt sich ein Deutscher aus Bonn an den Tisch neben mir. Er ist soeben in Lima angekommen und wir plaudern während dem Spiel ein wenig zusammen. Nochmals eine halbe Stunde später setzt sich noch eine Person zu uns. Er setzt sich einfach hier hin, bestellt einen Kaffee und sagt erstmals nichts. Nach einem kurzen Weilchen unterhalten wir uns in Spanisch, Deutsch und.....Schwyzerdütsch. Wer glaubt's denn? Sein Name ist Valentino und ich merke natürlich sofort, dass er aus dem Bündnerland kommt. Wir alle erzählen ein wenig von uns und als er hört, dass mein Auto hier in Lima aufgebrochen wurde, sagt er, dass ich seinen Parkplatz von seiner Wohnung benutzen kann. Der Parkplatz ist hinter einem geschlossenen Tor direkt vor seiner Wohnung. Auch lädt er mich ein, in seiner Wohnung zu wohnen. Na, wie find ich denn das? Wir kennen uns knappe zehn Minuten und jetzt das. Nach dem Spiel gehen wir zu seiner Wohnung, welche nur fünf Blocks vom Zentrum entfernt ist. Ich möchte zuerst schauen, ob der Parkplatz genug hoch ist. Valentino zeigt mir seine schöne Wohnung und ich muss zuerst die Höhe messen, da es so ganz knapp passen könnte - oder eben nicht. Er gibt mir die Schlüssel für den Parkplatz und seine Wohnung und ich gehe zurück ins Hostel. Eigentlich will ich hier das Messband holen und die halbe Stunde zu Fuss zur Wohnung von Valentino zurückgehen um die Höhe des Parkplatzes zu messen. Aber ich bleibe im Hostel hängen. Es ist so eine gemütliche Runde mit Kevin, Alex und Lina, danach gesellen sich noch Lawrence und Judith von Seattle dazu. Nach einem Weilchen stellt sich heraus, dass Judith eigentlich von Österreich kommt und so unterhalte ich mich auch ab und zu in Deutsch/Österreichisch mit ihr. Später kommen noch weitere neue Gäste an. Guy von England und später, als es bereits schon recht dunkel ist, Allister und Sarah, ebenfalls von England. Es ist eine spannende und sehr lustige Runde hier und es fällt mir eigentlich schwer, dieses Hostel mit all diesen interessanten Leuten zu verlassen. Ich werde von Lawrence und Judith zum Pizzaessen eingeladen. Sie haben sich verschiedene Sachen vom Pizzakurier bestellen lassen. Guy hat auch eine lange Reise hinter sich und langt auch ein wenig bei der Pizza zu. Später können Guy und ich noch vom guten Pasta Gericht von Alex und Lina profitieren. Um halb vier Uhr gehen Sarah, Allister und ich dann endlich ins Bett. Morgen um elf Uhr gehen wir zusammen das Spiel im Zentrum anschauen. Diese Engländer sind hart zum nehmen - aber gefällt.

Samstag, 9. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich stehe um neun Uhr auf und werde vom neuen Hostelbesitzer zum Frühstück eingeladen. Normalerweise ist in meinem Preis ja das Frühstück nicht inbegriffen, was ich dem Eigentürmer auch erkläre. Aber er meint, dass ich heute eingeladen bin. Ich gehe das erste Mal auf die Terrasse im zweiten Stock und werde positiv überrascht. Nebst dem schönen und relativ grossen Balkon mit drei Tischen, hat es auch eine Bar wo wir frühstücken können. Guy ist bereits beim Morgenessen und an seinem Computer. Wir tauschen unsere E-Mail Adressen aus und ein paar Minuten später kommen Allister und Sarah auch zum Frühstück. Ich muss über eine halbe Stunde auf die Beiden warten und gehe mal nachschauen, was los ist. Sie müssen bis um sieben Uhr abends aus ihrem Doppelzimmer ausziehen und all ihre Sachen in ihre Rucksäcke einpacken. Die Rucksäcke werden dann in Abfallsäcke gesteckt und beschriftet. Sie sagen mir, dass das Zimmer heute mit einem Spezialmittel von Insekten befreit wird. Okay, den Anpfiff haben wir eh verpasst und wir kommen rechtzeitig auf die zweite Halbzeit in "meinem" Restaurant in der Calle Pizza an. Während der einstündigen Pause gehe ich zu Valentinos Wohnung, um die Höhe der Decke des Parkplatzes zu messen. Ich habe Glück und die Decke ist genügend hoch. Das zweite Spiel schauen wir uns im Old Pub an und gehen danach zurück ins Hostel um mein Auto zu Valentinos Wohnung zu bringen. Ich schliesse die Tür auf und wir sind sehr überrascht, was wir sehen. Der ganze Innenhof ist ausgelegt mit beschrifteten Abfallsäcken. Ein Mann mit einer Maske kommt auf uns zu und sagt, dass das ganze Hostel entgiftet wurde und niemand hinein darf. Ich suche in all den Plastiksäcken meine Sachen zusammen, welche ich in der Küche deponiert hatte. Es wollen noch andere Personen ins Hostel reinkommen, aber der Mann mit der Maske lässt niemanden rein. Da habe ich aber Glück gehabt, dass ich einen Schlüssel habe und er vermutlich der Meinung ist, dass ich eine gewisse Berechtigung habe. Wir suchen die Rucksäcke von Allister und Sarah, damit sie sich umziehen können und fahren danach zu dritt zu Valentinos Wohnung. Sarah und Allister diskutieren auf der Fahrt, wie viel Rückerstattung sie vom Hostel verlangen sollen, da sie ja ihr Doppelzimmer nicht benutzen dürfen. Bei der Ankunft in der Calle Porte ist es bereits dunkel und zu meiner Überraschung geht beim Öffnen des grossen Tores für die Parkeinfahrt nicht das ganze Tor auf - es hat noch einen breiten Rahmen drum herum. Das heisst, dass ich mit meinem Auto um genau fünf Zentimeter nicht reinfahren kann. Ooch, jetzt bin ich aber enttäuscht. Wir wollten das Auto einstellen und ein wenig zusammen das Nachtleben geniessen. Ich versuche verschiedene Möglichkeiten aus, aber es geht einfach nicht. Ich muss alles auf dem Dachträger demontieren. Alle vier Räder, die Sandbleche, das Dachzelt, die Federbeine und die Schneeketten. Allister hilft mir und während ich mich mit den Rädern beschäftige, beginnt er mit der Demontage des Zeltes. Wir werken beide auf dem Dach und Sarah hilft uns vom Boden aus. Ich weiss noch, wie lange es in Sydney dauerte, bis Heinz und ich das andere Dachzelt demontiert hatten. Auch wir benötigen unsere Zeit, da ich nur einen Schraubenschlüssel habe und man nach jeder Vierteldrehung den Schlüssel wieder neu ansetzen muss. Dazu muss man seine Hand irgendwie zwischen Dach und Dachträger quetschen. Aber Allister und ich wechseln uns ab und irgendeinmal sind auch wir fertig und können den Nissan Patrol in den sicheren Parkplatz einparken. Danach gehen wir zusammen essen und geniessen ein paar Bierchen zusammen. Sarah und Allister haben sich heute Abend entschieden, dass sie morgen mit dem Nachtbus weiterfahren werden. All the best for you and thank's for all!! Als ich nach Mitternacht in die Wohnung von Valentino komme, sehe ich, dass Valentino das Bett wunderschön mit zwei Decken für mich bereit gemacht hat. Danke vielmals Valentino und....Gute Nacht.

Sonntag, 10. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Die Fussballspiele beginnen immer um elf Uhr morgens und Viertel vor zwei am Nachmittag. Ich habe so gut in meinem Zimmer auf dieser grossen Matratze geschlafen, dass ich beide Spiele verschlafe. Macht nichts und ich fühle mich sehr wohl. Ich gehe ein wenig spazieren und Essen einkaufen. Am Abend koche ich mir in der tollen Küche mein Nachtessen. Später gesellt sich Valentino dazu und lobt das Gericht. Das tut doch gut. Während dem Essen lernen wir uns ein wenig besser kennen und es geht nicht lange, da beginnen wir mit Kartenspielen. Tschau Sepp nach Internationalen Regeln. Wir spielen sehr lange und natürlich gehen wir morgen zusammen die beiden Fussballspiele anschauen.

Montag, 11. bis Dienstag, 12. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
In den nächsten Tagen passiert eigentlich nicht so viel. Ich kann die Zeit hier in der Wohnung und so nahe beim Zentrum in aller Ruhe geniessen. Am Morgen gehe ich dem Meer entlang joggen, danach geht's zu den Fussballspielen und am Abend kochen wir meistens etwas zusammen.

Mittwoch, 13. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Heute um 17.35 Uhr kommt Daniel am Flughafen in Lima an. Nach dem Morgenjogging fahre ich um elf Uhr ins Zentrum und parke dort. Ich suche verzweifelt mein iPod, aber er ist nicht mehr auffindbar. Ich muss ihn entweder verloren oder irgendwo liegengelassen haben. Ich ärgere mich. Sehr! Danach schaue ich mit Valentino die beiden Spiele und fahre zum Flughafen. Auf dem Weg zum Flughafen werde ich von der Polizei angehalten. Er bemängelt meine beiden hinteren, verdunkelten Seitenfenster. Die seien nicht erlaubt. Ich zeige ihm meine Fahrerlaubnis und erkläre ihm, dass das Auto so am Zoll geprüft und für gut befunden wurde. Nach einem Weilchen lässt er mich weiterfahren. Bei der Einfahrt in das Flughafenareal muss ich nochmals alle notwendigen Führer- und Fahrerpapiere zeigen und erklären. Und dann empfange ich den Daniel. Na, da ist er doch. Unverändert und bereit für Lima. Nach der Begrüssung fahren wir - inklusive einem nicht gewollten Umweg - zu Valentinos Wohnung. In der Wohnung überreicht mir Daniel ein neues gebrauchtes Handy von Bea. Dangge villmoll, Bea und die bestellten Gerber Fondue's. Valentino kommt ebenfalls nach Hause und freut sich natürlich auch über das Fondue. Der Nachbar über uns kommt von Chile und verbrachte eine Zeit in Fribourg. Er besitzt das gesamte Fonduegeschirr und wir werden mit ihm mal zusammen eine Fondue Session machen. Valentino war auf der Schweizer Botschaft und hat einen Schweizer kennengelernt. Sein Name ist Walti und er arbeitet beim IKRK. Valentino hat für Freitagabend einen Jass Abend organisiert. Der Vierte im Bunde wird sein bester Freund Martin sein. Das wird sicher noch lustig werden. Daniel und ich gehen zum gegenüberliegenden Hostel und wir buchen ein Doppelzimmer für die nächsten vier Tage. Ich zeige Daniel die vielen belebten Strassen und wir geniessen bei Speis und Trank das Karten- und Würfelspielen. Da wir uns auch sehr viel zu erzählen haben, kommen wir erst in den frühen Morgenstunden in das Hotel.

Donnerstag, 14. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Nach dem Frühstück gehen wir das Fussballspiel schauen und schlendern danach zum Larco Mar. Der Larco Mar ist ein Shopping Komplex, welcher wunderschön am Meer gelegen ist. Man hat von hier eine schöne Aussicht und ich habe mir gedacht, irgendetwas anderes soll der Daniel schon noch von Lima sehen, als all die vielen Lokalen. Am Abend gehen wir ins Old Pub, spielen Karten und essen was Gutes. Es ist schwierig für mich, das Wiedersehen zu beschreiben. Aber ehrlich gesagt, jetzt, wo Daniel hier ist, kommt es mir vor, als hätte ich ihn vor ein paar Tagen das letzte Mal gesehen. Klingt vielleicht komisch, aber es kommt mir wirklich nicht so vor, dass es bereits zwei Jahre her sind. Daniel ist derselben Meinung und so spielen wir weiter Karten bis wir nur noch müde nach Hause gehen.

Freitag, 15. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Pünktlich zum Anpfiff sitzen wir vor dem grossen Bildschirm und schauen die Spiele. Nach den Spielen schlendern wir ein wenig durch den Kennedy Park und setzen uns ins Café La Paz, direkt gegenüber diesem Park. Hier haben wir heute um acht Uhr zum Jassen abgemacht. Daniel und ich essen hier etwas und später setzen sich Walti und Valentino zu uns. Daniel sagt, er habe kein Problem, wenn wir jassen. Er werde sich ein wenig die belebten Strassen anschauen und später zurückkehren. Zuerst reden wir alle noch ein wenig miteinander und warten fast eine Stunde bis endlich Martin auftaucht. So, das Schweizer Spiel beginnt. Es ist sehr lustig und ich amüsiere mich köstlich. Daniel sitzt am Tisch nebenan und amüsiert sich ebenso, da nach einem Weilchen herauskommt, dass Martin gar nicht so richtig jassen kann. Die Karten haben mir Martin als Partner zugelost und er steigert sich von Spiel zu Spiel, bis er alle Regeln innehat. Nach guten zwei Stunden spielen verabschieden sich Valentino und Martin. Walti, Daniel und ich ziehen noch weiter und wir sind ein wirklich gutes Ausgangstrio. Macht unglaublichen Spass dieser Abend und wir besuchen ganz lustige Lokale. Irgendeinmal verabschiedet sich Walti und der Höhepunkt an diesem Morgen ist das Frühstück im Luxushotel Marriott. Das ist ein Hammerfrühstück mit Ausblick auf das Meer und wir werden bedient wie die Könige. Mann, Daniel, Danke vielmals, das hast Du wieder einmal gut gemacht.

Samstag, 16. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Wir stehen am späten Nachmittag auf machen einen langen, ausgedehnten Spaziergang. Daniel hat heute Valentino zum Abendessen eingeladen, aber wir haben ihn zu Hause nicht angetroffen. So setzen wir uns um sieben Uhr abends ins Café Le Paz und hoffen, dass er vorbeikommt. Leider kommt er nicht vorbei. Wir bleiben trotzdem sitzen und bestellen zum Apéro einen Pisco Sour, das peruanische Nationalgetränk. Wir erhalten ein sehr grosses Glas und es schmeckt nicht schlecht, einfach ein wenig bitter. Mir schmeckt das Getränk, Daniel nicht so. Nach dem Nachtessen gehen wir in die Tasca-Bar auf einen Schlummertrunk. Danach gehen wir nach Hause und morgen fliegt der Daniel um 19.45 Uhr ja bereits wieder nach Hause.

Sonntag, 17. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Wir stehen um neun Uhr auf, frühstücken und packen unsere Sachen. Danach gehen wir zu Valentinos Wohnung und holen Daniels Koffer, welcher immer noch in der Wohnung von Valentino ist. Wir fahren mit dem Nissan Patrol ins Zentrum und parken dort. Wir wollen gemeinsam mit Valentino und Walti die beiden Fussballspiele anschauen. Mir geht es nicht so gut und habe ein wenig Magen- und Bauchschmerzen. Zum Spiel bestelle ich mir eine Bouillon während die anderen Pizzas verschlingen. In der Pause kommt jemand an unseren Tisch und fragt mich, ob ich auch Schweizer sei und Patric heisse. Uff, da wir ich aber überrascht und Christian sagt mir, dass er mich von meinem Blog her kennt. Was für ein Zufall und das ist das erste Mal, dass ich jemanden auf diese Art und Weise kennenlerne. Christian kommt vom Thurgau und bereist die Welt seit November 2011. Er sagt, er schreibt etwas in mein Gästebuch mit seiner E-Mail Adresse. So können wir uns später auf ein Bier in Lima einmal treffen. Nach den Spielen verabschiedet sich Valentino von Daniel und Walti möchte noch gerne den Nissan Patrol anschauen. Wir gehen zum Parkplatz und Walti fragt, ob wir ihn ein wenig mitnehmen können. So kann er uns den kürzesten Weg zum Flughafen zeigen und er kann danach dem Meer entlang zu Fuss nach Hause gehen. Heute ist Sonntag und das ist der angenehmste Tag in Lima zum Autofahren. Es hat praktisch keinen Verkehr und wir kommen sehr gut vorwärts. Nach einer Viertelstunde kriecht Walti vom Nissan Patrol Schlafzimmer raus und verabschiedet sich von Daniel. Zwanzig Minuten später sind wir bereits am Flughafen und bei der Einfahrt meint der Polizist, dass meine Fahrgenehmigung für Peru bereits abgelaufen sei. Ich lasse ihn ein wenig reden und nach ein paar Minuten winkt er mich trotzdem durch. Er meint, ich werde noch früh genug Probleme bekommen. Mir geht das Ganze ein wenig wie ein Film durch den Kopf, da es mir immer wie schlechter geht. Die Bauchschmerzen werden schlimmer und Daniel gibt mir im Flughafengebäude eine Tablette. Er meint, die hilft bestimmt. Das Einchecken in der Business Class geht schnell. Daniel erhält sogar noch einen Gutschein, mit welchem er in der VIP Lounge sich umsonst verpflegen lassen kann. Wir verabschieden uns und ich kann an dieser Stelle nur Eines sagen: Mann, Daniel, das waren vier unglaublich "alte" Tage - wie früher.... Danke für Alles, das Fondue oder besser gesagt für die Fondue's und natürlich für Deine Grosszügigkeit - hätte ich mir so nicht leisten können. Okay, vielleicht doch, ich müsste dann einfach in ein paar Wochen nach Hause gehen.... Guten Flug und viel Spass und Zufriedenheit in der Schweiz bei Deiner neuen Arbeit. Auf dem Weg zurück werde ich nochmals mit einer Polizeikontrolle konfrontiert. Der junge Polizist kennt sich mit meinen Papieren nicht aus und geht zu seinem Vorgesetzten. Der lächelt ihn und mich nur an und sagt, dass ich weiterfahren kann. Zu Hause in Valentinos Wohnung gehe ich schnurstracks ins Bett und hoffe, dass die immer wie stärker werdenden Bauchschmerzen dann vorbeigehen werden. Leider nicht. Ich kann die ganze Nacht nicht schlafen und die Schmerzen sind extrem stark. Ich hoffe einfach, dass es irgendeinmal vorbei sein wird.

Montag, 18. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich kann mich kaum noch bewegen und am Morgen sieht mich Valentino, wie ich versuche, auf die Toilette zu gehen. Er packt mich am Arm und sagt, dass wir sofort ins Spital müssen. Ich bekomme das alles nicht mehr so genau mit, aber er bestellt ein Taxi und wir fahren ins Good Hope Hospital of Miraflores. Zum Glück benötigen wir nur ein paar Minuten. Noch mehr Glück habe ich, dass Valentino dabei ist, welcher perfekt Spanisch spricht und die Spitalangestellten dazu bringt, mich so rasch wie möglich zu untersuchen und zu behandeln. Ich gebe meine Identitätskarte ab und bezahle einhundertfünfzig Soles. Nach ein paar Minuten kann ich in ein Untersuchungszimmer gehen und werde untersucht und befragt. Nach einer gewissen Zeit steckt eine Nadel in meiner Vene und ich hänge an einem Tropf, von wo Schmerzmittel in mich hineinfliesst. Oooh, tut das gut und ich spüre wie mir schwindlig wird. Ich höre Valentino nur noch sagen, dass er in ein, zwei Stunden wiederkommt. Ich wache nach knapp zwei Stunden schmerzfrei auf und wir gehen danach nach Hause. Ich bin noch etwas wackelig auf den Beinen und Valentino macht mir einen frischen Kamillentee. Danach gehe ich schlafen. Am Abend wache ich auf und ich spüre, wie die Schmerzen wiederkommen. Das darf doch nicht wahr sein. Ich kämpfe dagegen, aber da kann man nichts machen. Die Schmerzen werden wieder immer wie stärker und ich halte es kaum aus. Es ist sieben Uhr Abend und in ungefähr einer Stunde sollte Valentino die Schule aus haben. Ich hoffe, er kommt direkt nach der Schule nach Hause, damit wir zurück ins Spital gehen können. Ich will nur noch ins Spital und diese Schmerzmittel. Ich wandere zum Zeitvertreib und um die Schmerzen zu vergessen die ganze Zeit in der Wohnung hin und her. Valentino ist einfach ein Guter. Er will mal nach dem "Rechten" sehen und ich bitte ihn, mit mir nochmals ins Spital zu gehen. Ihm scheint die Sache langsam auch komisch und wir gehen nochmals zum Spital. Er erklärt den Angestellten die ganze Situation und ich werde recht schnell untersucht. Die "Eintrittsgebühr" von einhundertfünfzig Soles muss ich auch nicht mehr bezahlen, da Valentino diese Gebühr mit ihnen ausdiskutiert. Er schlägt sich mit den Beamten durch den Papierkram und ich weiss, wie sehr er doch diesen Papierkram hasst. Ja, er muss sogar seine Unterschrift und einen Fingerabdruck hinterlassen. Ich will nur wieder die Nadel in meiner Vene und das Schmerzmittel fühlen. Endlich. Die Diagnose ist Pankreatitis. Das heisst, ich werde drei Tage hier im Spital am Tropf bleiben. Ich bin schon ein wenig benebelt und gebe Valentino meinen Geldbeutel, damit er mit meiner Kreditkarte eine Anzahlung von eintausendfünfhundert Soles machen kann. Meine Unterschrift kennt und kann er ja bereits. Ich komme in einen anderen Untersuchungsraum und werde mit so einer Art Ultraschall auf Gallensteine untersucht. Nach dieser Untersuchung komme ich ein Zimmer, wo schon jemand liegt. Ich bin froh, dass ich hier bin und schlafe sofort ein. Ich weiss nicht mehr wie viele Krankenschwestern immer wieder an mein Bett kommen, sich mit ihrem Namen vorstellen und mir erklären, dass ich bei Hilfe einfach den Knopf am Bett drücken muss. Ich weiss auch nicht, wie viele Stunden ich am Stück schlafe. Manchmal denke ich, es waren mehrere Stunden und dann denke ich, dass ich nur ein paar Minuten weg war. Jedes Mal wenn ich aufwache, kommen die Schmerzen und ich rufe die Krankenschwester. Ich sage dann "dolores" (Schmerzen) und "Medicamentos". Dann geht es nicht lange und ich erhalte eine neue Flasche mit Schmerzmittel. Mit der anderen Flasche werde ich künstlich ernährt. Nach ein paar Sekunden wird es mir schwindlig und ich bin dann weg.

Dienstag, 19. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Am Morgen gibt es eine Arztvisite mit vielen Ärzten. Eine Ärztin kann zum Glück ein wenig Englisch und so kann sie mir meine momentane Situation erklären. Ich werde weiter künstlich ernährt und darf nichts trinken oder essen. Später am Morgen kommt mich Valentino besuchen, aber ich bin nicht sehr gesprächig. Er meint nur, dass ich in diesem Krankenhauskostüm recht lustig aussehe. Leider schmerzt auch das Lachen. Die Betreuung ist sehr gut hier und es wird auch immer wieder mein Blutdruck, das Fieber und mein Blut kontrolliert. Am Abend kommt mich nochmals Valentino und später dann Walti besuchen. Walti bringt mir ein paar Ausdrucke vom Internet über Pankreatitis und ein Magazin zum Lesen. Ich bin zwar nicht gesprächig aber ich freue mich über die Besuche meiner Schweizer Freunde. Die Nacht verläuft wie die Erste. Ich muss ungefähr vier oder fünf Mal nach Medikamenten rufen, welche mir dann auch sehr rasch eingeflösst werden. Ich habe Halluzinationen und komische Träume, aber ich glaube, das ist normal bei diesen starken Medikamente, welche ich erhalte.

Mittwoch, 20. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Gestern Abend habe ich zu Valentino gesagt, dass ich heute Morgen eventuell das Spital verlassen will. Ich denke, dass die Schmerzen langsam nachlassen. Aber die Ärztin sagt mir heute Morgen, dass ich sicher noch einen oder zwei Tage bleiben muss. Ja, und sie hat Recht. Nach der morgendlichen Arztvisite beginnen die Schmerzen wieder und diesmal dauert es über zwei Stunden, bis ich ein Schmerzmittel erhalte. Um zehn Uhr kommt Valentino, bereit mich aus dem Spital rauszuführen. Aber ich sage ihm, dass es noch zu früh ist. Er hat mir mein Buch mitgebracht und sagt, dass er am Abend nochmals vorbeikomme. Ich stehe das erste Mal mit Hilfe einer Krankenschwester auf und kann mich duschen gehen. Ich bin noch recht wackelig auf den Beinen - aber ich schaffe es. Am Abend kommt dann zuerst Valentino und ein paar Stunden später Walti zu Besuch. Die Besuche tun mir gut und ich bin mir jetzt sicher, dass ich morgen nach Hause, respektive zurück in Valentinos Wohnung gehe. In der Nacht brauche ich nur noch einmal die Medikamente und schlafe recht gut.

Donnerstag, 21. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich habe relativ gut geschlafen und bei der Arztvisite sagen sie mir, dass ich noch eine Nacht bleiben muss. Ich sage jedoch, dass ich das Spital heute Morgen verlassen werde, da ich jetzt sicher bin, dass es vorbei ist. Ich muss ein Formular unterschreiben und warte, bis Valentino kommt. Das "Auschecken" ist eine zweistündige Angelegenheit, aber Valentino hilft mir dabei. Wir müssen immer wieder Formulare unterschreiben, die Rechnung im dritten Stock holen, dann mit der Rechnung wieder ganz runter und bezahlen. Mit der Quittung müssen wir wieder in den dritten Stock, wo wir einen "Ausgangszettel" erhalten. Ohne diesen Zettel könnte ich das Spital nicht verlassen. Nach Erhalt des Ausgangszettels müssen wir in den zweiten Stock, wo uns ein Ernährungsberater sagt, was ich essen darf und was nicht. Er gibt mir sogar ein Ernährungsplan mit den Lebensmitteln, welche ich essen darf und welche nicht. Ich habe immer noch ein laues Gefühl im Bauch und bin ein wenig schwach. Aber um die Mittagszeit verlassen wir das Spital gehen zu Fuss nach Hause. Ich lege mich ins Bett und schlafe sofort ein. Um halb zwei Uhr gehen wir endlich wieder einmal in die Calle Pizza um das Viertelfinale Tschechien gegen Portugal zu schauen. Camacho und Carina, die Bedienung hier, wollen uns gleich wieder so eine Karaffe Bier bringen, ich winke jedoch ab. Für mich gibt es in den nächsten Monaten kein Bier - Tee trinken ist angesagt. Ich bin froh, als das Spiel zu Ende ist. Ich will nur noch nach Hause ins Bett.

Freitag, 22. Juni 2012 Montag, 18. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ich habe sehr gut geschlafen und mache mir zum Frühstück einen Tee und informiere mich nochmals über meine Pankreatitis. Ich habe es mit Valentino und Walti durchdiskutiert und wir sind jetzt sicher, dass ich die Maracuya Sour, eine andere Zubereitungsart des Peruanischen Nationalgetränks Pisco Sour, nicht vertragen habe. Ich hatte letzten Samstag zwei solche Drinks, inklusive Daniels, da er ihn nicht gern hatte - der Glückliche.... Am Nachmittag gehe ich zusammen mit Valentino das Viertelfinale Deutschland gegen Griechenland schauen. Nach dem Spiel gehen wir zusammen verschiedene Hafer einkaufen, damit ich mich in den nächsten Tagen mit Haferschleimsüppchen und Ähnliches ernähren kann. Am Abend treffe ich mich Walti und Valentino zum Kartenspielen. Ich bin langsam wieder auf dem Damm.

Samstag, 23. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Christian hat sich per E-Mail gemeldet und wir werden uns heute in unserem Restaurant zum Fussballspiel treffen. Valentino und Walti sind natürlich auch dabei und so schauen wir vergnügt das Fussballspiel und reden lustig und munter in unserem geliebten Schwyzerdütsch. Nach dem Spiel gehen Christian, Walti und ich ins Café Le Paz und jassen ein paar Stunden den "Bieter".

Sonntag, 24. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Die Tage vergehen eigentlich sehr schnell. Ich ernähre mich von Zwieback, Crackers und Haferschleim. Der tägliche Höhepunkt ist jeweils das Fussballspiel. Heute gesellt sich während des Spiels noch Abraham zu uns in unserem "Eurostübli". Abraham kommt von Kenia und geht hier zur Priesterschule. Nach dem Spiel gehen Christian, Walti und ich wieder ins Café Le Paz und jassen bis es dunkel wird. Christian; ich wünsche Dir weiterhin wunderschöne Erlebnisse und natürlich eine tolle Amazonenfahrt auf dem Schiff in Deiner Hängematte. Hat echt Spass gemacht mir Dir - natürlich auch das Jassen.

Montag, 25. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Nach dem Frühstück mache ich einen langen Spaziergang und lese im Park von Larco Mar in meinem Buch. Ich geniesse den wunderschönen Tag - auch ohne Fussballspiel - und komme erst beim Dunkelwerden nach Hause. Ich fühle mich auch immer wie besser.

Dienstag, 26. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Noch ein fussballfreier Tag. Walti hat mir ein Mail von seinem Büro vom IKRK geschickt. Wir haben ja in den letzten Tagen am Wochenende recht viel miteinander gesprochen und ich würde sagen, wir verstehen uns recht gut. So hat er mir nun ein paar Excel Tabellen geschickt, die ich mir mal anschauen kann. Er schreibt auch, dass ich bei ihm im Büro auf einen Tee vorbeikommen kann. Das will ich mir doch mal anschauen gehen. Interessiert mich, was die da beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz so machen und wie das dort aussieht. Nach meinem Spaziergang und Parkbesuch gehe ich zum IKRK und werde reingelassen. Walti holt mich in der Empfangshalle ab und führt mich ein wenig herum. Bei einem Tee besprechen wir die Excel Tabellen und ich bastle für Walti auf meinem Laptop die Tabellen nach seinen Wünschen um. Macht mir Spass ein wenig zu helfen. Nach zwei Stunden verabschiede ich mich und wir werden uns heute Abend zum Schweizer Jass Abend im Café Le Paz treffen. Der Jass Abend ist ein voller Erfolg. Wir haben alle eine Riesenfreude, dass wir den Schieber schieben können. Wir jassen bis nach Mitternacht und die Sieger sind: Walti und ich; sorry Valentino und Martin. Aber vielleicht gibt's ja wieder einmal eine Revanche!?? Seit Montag bin ich mit Donata per Mail und Skype in Verbindung. Sie kommt am Freitag um 15.50 Uhr am Flughafen an. Natürlich werde ich sie abholen und sie kann auch bei Valentino übernachten - er ist wirklich ein Guter. Ich hoffe, ich kann Donata überzeugen bis am Sonntag in Lima zu bleiben, bevor wir mit dem Nissan Patrol Peru unsicher machen werden. Ich würde gerne mit meinen Schweizer Freunden den Fussballfinal schauen. Donata versucht auch, ein Fondue Caquelon und eine Fonduepfanne mitzubringen. Das fehlt noch im Haushalt von Valentino und wir haben für sicher drei oder vier Abende noch Fondue im Kühlschrank. Okay, ich werde das Fondue leider nicht mitgeniessen können, da das meine Bauchspeicheldrüse vermutlich nicht goutieren würde. Trotzdem, es lebe die Zelebration!!

Mittwoch/Donnerstag, 27./28. Juni 2012 (Lima, Miraflores, Peru)
Ganz normale Fussball und Ferientage in Miraflores. Zum Abendessen gibt es jetzt bereits Reis und Teigwaren ohne Beschwerden. Ich bin rechtzeitig gesund und fit für Donata. Und sie hat sich sogar einen fussballfreien Tag für die Ankunft ausgesucht, Bravo!
Ich bin selber überrascht, als ich sehe, dass dieser Bericht einen ganzen Monat beinhaltet. Ja, die Zeit vergeht wirklich sehr rasch und ich freue mich jetzt darauf, endlich wieder mit den vier Rädern des Nissan Patrol die Strassen entlangzufahren. Ich werde mit Donata wieder ein wenig "zurückfahren" nach Arequipa. Auf dem Weg dorthin möchte ich nach Huacachina fahren. Dort kann man auf den riesigen Sanddünen surfen. Danach geht's eventuell nach Cusco und von dort nach Puno oder Arequipa, wo wir auf die beiden Freundinnen, Sonja und Andrea, von Donata treffen werden oder sollen. Donata fliegt am 15. Juli von Puno zurück nach Lima um von dort nach Hause zu fliegen. Ich werde dann meine Heimreise fortsetzen und vermutlich über Ecuador bis nach Cartagena (Kolumbien) fahren. Auf diesem Weg werde ich sicher nähere Informationen über die neue Fähre von Cartagena nach Panama erhalten. Dann will ich durch Zentralamerika bis in die Vereinigten Staaten fahren. Das wäre der weitere Plan. So, nun hoffe ich, dass ihr wieder auf dem Laufenden seid und ich grüsse euch ALLE aus Lima.

Strand von Arica

Strand von Arica

Parkplatz direkt vor dem Strand in Arica

Parkplatz direkt vor dem Strand in Arica

Mein Übernachtungsplatz am Playa Chinchorro in Arica

Mein Übernachtungsplatz am Playa Chinchorro in Arica

Kurz vor dem Schlafengehen

Kurz vor dem Schlafengehen

Die Küche befindet sich im vorderen Teil des Nissan Patrol. Gekocht wird im Fussraum des Beifahrers

Die Küche befindet sich im vorderen Teil des Nissan Patrol. Gekocht wird im Fussraum des Beifahrers

Blick vom El Morro in Arica

Blick vom El Morro in Arica

Dann gehts wieder einmal weiter und ich verlasse Arica und...

Dann gehts wieder einmal weiter und ich verlasse Arica und...

...Chile.

...Chile.

Die ersten Kilometer in Peru fahre ich immer schön hinter dem Unimog mit 60 Km/h hinterher

Die ersten Kilometer in Peru fahre ich immer schön hinter dem Unimog mit 60 Km/h hinterher

Und die Beiden sitzen dort drin. Daniel und Johanna

Und die Beiden sitzen dort drin. Daniel und Johanna

Feierabend; Grill und Prost

Feierabend; Grill und Prost

Übernachten auf 1'000 Meter im...

Übernachten auf 1'000 Meter im...

...Nichts

...Nichts

Am nächsten Tag das gewohnte Bild

Am nächsten Tag das gewohnte Bild

Immer schön hinter dem Unimog her

Immer schön hinter dem Unimog her

Kurzes Fotoshooting vom Nissan Patrol...

Kurzes Fotoshooting vom Nissan Patrol...

...und mir

...und mir

Wieder zurück am Meer

Wieder zurück am Meer

Abendbrot unterwegs

Abendbrot unterwegs

Und weiter gehts in Richtung Lima

Und weiter gehts in Richtung Lima

Campingplatz im Innenhof vom Hostel Cirque in Miraflores, Lima mit den beiden BMW's von Johan und Ilse

Campingplatz im Innenhof vom Hostel Cirque in Miraflores, Lima mit den beiden BMW's von Johan und Ilse

Ja, und hier sind die Beiden

Ja, und hier sind die Beiden

Nachtessen mit Alex, Kevin und Lina im Hostel Cirque

Nachtessen mit Alex, Kevin und Lina im Hostel Cirque

Und hier die Hostelküche. Sieht hier auf dem Foto ja gar nicht so schlimm aus, wie ich das im Bericht geschrieben habe

Und hier die Hostelküche. Sieht hier auf dem Foto ja gar nicht so schlimm aus, wie ich das im Bericht geschrieben habe

Endlich wieder mit Flip Flops unterwegs

Endlich wieder mit Flip Flops unterwegs

Ich glaube, Lawrence und Judith wären am liebsten in den Nissan Patrol eingestiegen und abgefahren. Hat ihnen gefallen. Servus Österreich and Seattle

Ich glaube, Lawrence und Judith wären am liebsten in den Nissan Patrol eingestiegen und abgefahren. Hat ihnen gefallen. Servus Österreich and Seattle

Ja, das hat der Judith natürlich gefallen

Ja, das hat der Judith natürlich gefallen

Demontage des Dachzeltes und der Winterräder vor der Wohnung von Valentino mit Allister auf dem Dach und von Sarah beobachtet

Demontage des Dachzeltes und der Winterräder vor der Wohnung von Valentino mit Allister auf dem Dach und von Sarah beobachtet

Kontrollgang am Morgen. Das Auto ist gesichert und die Lage ist gut.

Kontrollgang am Morgen. Das Auto ist gesichert und die Lage ist gut.

So richtig viele Möbel befinden sich nicht im Wohnzimmer - aber mir gefällt es hier

So richtig viele Möbel befinden sich nicht im Wohnzimmer - aber mir gefällt es hier

Mein Schlafzimmer mit Terasse

Mein Schlafzimmer mit Terasse

Der Nissan Patrol schön und sicher hinter Gittern

Der Nissan Patrol schön und sicher hinter Gittern

Ich grüsse von Miraflores aus der Wohnung von Valentino

Ich grüsse von Miraflores aus der Wohnung von Valentino

Die Fussball Europameisterschaft hat mich. Tägliches Ritual...

Die Fussball Europameisterschaft hat mich. Tägliches Ritual...

Daniel in unserem Hostelzimmer. Checkt hier seine vielen SMS, oder???

Daniel in unserem Hostelzimmer. Checkt hier seine vielen SMS, oder???

Er fügte sich nahtlos an Fussball und Bier ein

Er fügte sich nahtlos an Fussball und Bier ein

Daniel mit Valentino in unserem Eurostübli

Daniel mit Valentino in unserem Eurostübli

Mmmhhhmm, das schmeckte hier ausgezeichnet mit Café La Paz

Mmmhhhmm, das schmeckte hier ausgezeichnet mit Café La Paz

Die Schweizer Jassrunde von links; Martin, Walti, moi und Valentino

Die Schweizer Jassrunde von links; Martin, Walti, moi und Valentino

Daniel beobachtete das Geschehen von einem sicheren Platz aus - an der Stange..

Daniel beobachtete das Geschehen von einem sicheren Platz aus - an der Stange..

Das sagenumwobene, unglaublich gute Frühstück morgens um zehn Uhr im Hotel Marriott..mit Sturmfrisur

Das sagenumwobene, unglaublich gute Frühstück morgens um zehn Uhr im Hotel Marriott..mit Sturmfrisur

..direkt am Meer. Danke Daniel!!

..direkt am Meer. Danke Daniel!!

In der Tasca-Bar gabs immer noch den Schlummertrunk.

In der Tasca-Bar gabs immer noch den Schlummertrunk.

Was lacht er denn so?? Tja, ich weiss es...

Was lacht er denn so?? Tja, ich weiss es...

Ich habe das Wohnzimmer mit meinem Campingstuhl und -Tisch ein wenig bereichert

Ich habe das Wohnzimmer mit meinem Campingstuhl und -Tisch ein wenig bereichert

Hotel Marriott am Larco Mar in Miraflores.

Hotel Marriott am Larco Mar in Miraflores.

Larco Mar Park

Larco Mar Park

Ausblick auf den Strand und das Meer, drei Blocks von Valentinos Wohnung entfernt

Ausblick auf den Strand und das Meer, drei Blocks von Valentinos Wohnung entfernt

Bis zum nächsten Mal

Bis zum nächsten Mal

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir brechen unsere Zelte am 1.Juli 2010 in der Schweiz ab und fahren mit unserem Nissan Patrol von Basel über Griechenland, Türkei, Tibet bis Australien.Dann nach Argentinien bis Nordamerika.Von New York lassen wir uns wieder mit unserem Nissan Patrol nach Westeuropa verschiffen.Nach circa 2-3 Jahren werden wir voraussichtlich wieder in Basel ankommen.Dies wäre der Plan,welcher sicher anders rauskommen wird. Wir freuen uns auf euren Besuch (und nicht nur auf der Homepage!).
Details:
Aufbruch: 01.07.2010
Dauer: 3 Jahre
Heimkehr: 02.07.2013
Reiseziele: Griechenland
Schweiz
Kroatien
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kasachstan
China
Tibet
Nepal
Laos
Kambodscha
Thailand
Malaysia
Indonesien
Australien
Argentinien
Chile
Peru
Ecuador
Kolumbien
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Aus dem Gästebuch (3/531):
karl maier 1502491888000
Hallo Patric !
Hab heute wieder mal in deinen Blog gescha­ut, in der Hof­fnung einen Ab­schlus­sbe­richt von deiner reise lesen zu können. War leider wieder nichts zu finden. Schade! Bin immer noch ein großer Fan deiner toll Ver­fas­ten Rei­se­berich­te. Werde bei Ge­le­gen­heit wieder mal nach­schau­en. Viel­leicht er­fah­re­ne ich/und deine große Fan Ge­mein­de dann wie du deine Reise beendet hast. lg . karl

Harald 1439109348000
Moin Pat­ric­,
stel­le ich doch gerade fest, das es den Blog immer noch gibt. Das ist ja schon mal gut. Nicht gut ist, dass die Ge­mein­de nix mehr von Dir hört. Ich hoffe sehr das das keine schwer­wie­gen­den Gründe hat und es Dir gut geh­t.
Wie alle anderen hier würde ich mit sehr freuen mal so einen Ab­schlus­sbe­richt zu be­kom­men. Oder ne Bucha­us­ga­be.­...
Al­so, gib Dir mal nen Ruck...
Falls wir nichts mehr von Dir hören bleibt mir nur zu sa­gen,­
war toll mit euch / Dir­

ta­ke care !
Ha­ral­d
Lan­ger­we­he
Smithg663 1407387486000
I do con­si­der all the ideas you've pre­sen­ted on your post. They're really con­vin­cing and can cer­tainly work. Still, the posts are very brief for no­vi­ces. May just you please extend them a little from next time? Thanks for the post. ef­kae­gaed­cebdcdd