Peru-Reisebericht :Südamerika2012

Lima

Mein grosser Traum ist in Erfüllung gegangen. ICH BIN IN LIMA
Seit Zak Mc Kracken träume ich davon und wie ist es ? Warm! Ich gehe durch die Passkontrolle und nehme meinen Koffer auf (er wartet schon auf mich). Altes Spiel bei der Durchleuchtung. Warum habe ich eigentlich einen Gürtel an? Die Klamotten passen noch immer wie angepasst, habe noch immer nicht viel abgenommen (Freut dich, gell Mama). Auch hier wieder push the Button - ROT, Sonderbehandlung. Alles halb so schlimm, mein Reiserucksack wird nochmal durchleuchtet, keine Anstände.
Raus aus dem Ankunftsbereich und es wartet schon der Taxifahrer mit einem grossen Schild.Wir fahren ca. 30 Minuten durch Lima, Lima´s dunkelste Bezirke, denke ich erst aber es geht noch was.Später mehr.
Das Ekeko Hostel ist unscheinbar, mit einem grossen Zaun versperrt. Charly macht mir auf. Er hat etwas von einem Verbrecher und ich bin mir unsicher was mit meinem Gepäck geschehen soll. Ich lasse mich doch darauf ein, dass er es einschliesst und ich nur das Nötigste mit ins Zimmer nehme.
Boah, Ich denke an Pumakäfig... 9 Betten für Reisende, die dort ihre Schuhe übernachten. Aber man gewöhnt sich schnell dran. Ich lasse die Tür auf Kurzer smalltalk und ein Rundgang runden den Abend (~1Uhr Lima) runden den Abend ab. Todmüde falle ich ins Bett. Nachts kommen die anderen und ich weiss wieder was backpacking bedeutet - keine Ruhe.
Gegen 5 Uhr wache ich das erste Mal auf, drehe mich um und schlafe bis 1/2 neun. Das Frühstück (echte Brötchen (wie in D), Erdbeer-Marmelade und Butter) ist fertig. Dazu gibt es heisses Wasser
um Tee oder Kaffee zuzubereiten. Ich beginne mit den anderen zu quatschen: Woher, Wohin, was ich machen muss und bleiben lassen soll. Is übrigens Nachts immer noch heiss und ich bin froh dass bei Lufthansa die Decke mit genommen habe. Fernando und Nicolas kommen aus Argentinien und wir werden sehr schnell warm. Ich verspreche ihnen bei meinem Rundgang aus dem Supermarkt ein paar Bier mitzubringen. 6 Kilometer gehe ich tagsüber spazieren und merke bereits wie die Sonne brennt. Hole am Geldautomaten 260 Soles.
Dabei werde ich vom Automaten gefragt welcher Art des Geld abhebens gewünscht ist. Hat mir keiner der anderen erklären können was das bedeutet. Credit Card, actual und irgendwas anderes waren die Optionen. Habe bisher noch nie Kreditkarten im Ausland benutzt.
In D gab es diese Optionen nicht.

Strassen
Ah, es war ja Sonntag davon habe ich nix gemerkt. Naja, die Hauptstrasse war gesperrt für Radfahrer und Inliner aber sonst..

Laut und stinkig, Busse, gehupe en mass. Die bikes etwas heruntergekommen, einige auch richtig gut (Scott, Trek). Die meisten allerdings Eigenmarken, wie sie bei uns der Real verkauft . Die meisten ATM (Geldautomaten, gut merken für später) sind von
Global irgendwas. Die verlangen 4$ pro Umsatz - klar, nix für mich. Ich bin dann 2 Runden gelaufen und habe den besagten mit den 3 Optionen gefunden.

Plaza Einkaufscenter
Hä ? Lima is billig ? Irrtum! Es ist der Hammer!!! Mehr oder minder die gleichen Preise wie in D. Ich verstand zu dem Zeitpunkt nicht, wie das möglich sein kann. Einige deutsche Sachen (Hengstenberg Gurken, Alpenhain (Aldi Süd) Camembert, Milka und Lindt. Frische Hühnerfüsse, Hühnerinnereien und eingelegte Hühnerflügel und Schenkel - Peruaner stehen wohl auf Pollo (Huhn). ALLE Preise sind ähnlich der unseren (bei Hühnerfüssen weiss ich es nicht). Selbst die Klamotten (minderer Qualität) kosten soviel wie bei uns.
Nochmal, es war Sonntag, der Plaza Supermarkt hat von 10 -22 Uhr auf, wollte ich nur nochmal anmerken

Mein erstes Mal INKA COLA
2x 2,5 Liter Wasser (a 2 Soles), das Bier im Angebot, 12 Dosen für 19,99 Soles (~5 Euro), 14 Hamburger vom Huhn, 250g Nudeln (1 Soles) und eine Käsemayonnaise füllten meinen Einkaufskorb. Und eine Inca Cola (2 Soles für 375ml). Inka Cola, ich erinnere mich gerne. Die RedBull Fraktion würde es lieben. Schmeckt wie der Kaugummi früher, diese rosa Dinger. Das light schmeckt sogar noch intensiver (später gekauft, bin ja zum probieren hier). Doch, ich denke der Markt für das Gesöff wäre in D vorhanden. Also mit Sack und Pack ins Hostel zurück und erst mal kochen/backen. Ich hatte richtig Hunger. Für die Nudeln hatte ich noch gar keine Lust und 7 Hamburger haben auch satt gemacht. Den Abend dann mit den Leuten zusammengesessen und gequatscht (BO - Wir haben geraucht und geredet). Meistens auf englisch. Aber auch ein bisschen Spanisch. Nach 3 Bier und 2 Schlücken, um das essen besser zu vertragen, aus meiner Rumflasche war ich dann bettfertig.
Bin auch schnell eingeschlafen aber nachts wieder von einem ständig kichernden Pärchen wachgehalten worden.

Duschen Im Ekeko Hostel
Es ist grausam. Schätzungsweise 20 Leute teilen sich eine Dusche. Die Toilletten sind häufiger vorhanden (3). Aber es ist ein Muss, 2 mal am Tag zu duschen. 1. weil man schwitzt und 2. weil es unheimlich dreckig ist. Die Hände sind immer schwarz. Ich rede nicht vom Hostel, sondern von der Stadt.

2ter Tag in Lima

nutzte ich zum Schuhe richtig einlaufen. 15,etwas Kilometer. Mein GPS Tracker funzt! Einmal durch Miraflores (mein Stadtteil) und an den Strand. Zwischendurch 2x Wasser und Inca light mussten sein. Die Hitze und schwüle (33°C + 80%Luftfeuchtigkeit) setzen zu. Auf dem Rückweg von Barranco (Strand) musste ich dann durch den Stadtteil, den ich vom Flughafen mit dem Taxi benutzt habe. Es war hell, Gott sei Dank! Mulmig ist kein Ausdruck. Ich habe geschaut dass ich schnellstens in mein Hostel komme und (für alle die in ähnliche Länder reisen) mich nicht ansprechen lassen - Siehe Buenos Aires, Ankunft im Pax Hostel. Der Abend wurde richtig lustig, erst gab´s Alice im Wunderland auf Spanisch danach Austausch von Informationen (Ich weiss nun alles über Buenos Aires und kenne die besten Restaurants, all you can eat versteht sich).
Mit Jenny, einer Schweizerin die 3/4 des Jahres in Asien und Südamerika (und nennen wir es mal "arme Länder") verbringt, habe ich mich über Politik und Jahresgehälter in D, CH und Peru unterhalten. Lima ist um einiges teurer als der Rest von Peru, deshalb hier auch die hohen Preise. Ein normaler Peruaner verdient ~400€ im Monat. Deshalb leben viele bis zur Heirat bei ihren Eltern.

Ah, die Zigarretten
Die sind billiger! Toll für mich, der ja aufhören will. "Kauf hier keine Zigarretten"! Die sind in Argentinien billiger! Bekam ich von meinen neuen Freunden aus Argentinien zu hören. Aber, man sieht auf der Strasse niemanden rauchen. Echt nicht. Die Strassen sind auch sehr, sehr sauber. Darum kümmern sich hunderte von Stadtangestellten. Keine Kippe, kein Kaugummi. Selbst die Blätter werden sofort weggefegt.
Es gibt eine neue Lucky Strike. Click&Roll. Die Schachtel ist schwarz und mit Werbung ähnlich wie bei uns bedruckt (Kinder mit Atemmaske, Zigarrettenereste, angedeutet in der Lunge). Der Clou bei den neuen Luckies ist dass sie ganz normal schmecken,zerdrückt man allerdings die Kugel, die sich im Filter befindet - wird daraus Menthol . Keine Ahnung wie gesundheitsfördernd das ist, aber die Tabakkonzerne wollen ihre Kunden ja bei der Stange/am Leben lassen. Jenny hat mich mal probieren lassen. Sind so OK, dass ich mir ein Päckchen kaufen musste...

3ter Tag
Eher unspektakulär. Ich habe Bilder sortiert und gewaschen. 2mal um den Block gelaufen, Geld am ATM (anderer Automat, gleiche Optionen) geholt und Hamburger Brötchen. Ich habe Zamantha (eine weitere Angestellte des Hostels) geteilt. Sie hat sich risig gefreut, wie auch über die OREO Kekse. Wir haben zusammen Bilder ihrer Familie und ihrem letzten Trip (schwimmen mit Seehunden) angeschaut. Ich habe ihr Bilder von meiner letzten Runde in Lima gezeigt und ein paar Bilder meiner Wohnung. Sie konnte gar nicht glauben, dass ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne...
Die Argentinier sind an diesem Abend leider abgereist. Danach war gar nix mehr los. Ich habe mich nur noch kurz mit meiner Zimmernachbarin aus Japan unterhalten, die mir weitere Tips gegeben hat. Die Nacht verlief ruhig und ich konnnte durchschlafen.

© Mark Kell, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Welcome to my Trip 7 countries 6 weeks 5 thousend meter No 4 3 must see´s 2 feets 1 backpack
Details:
Aufbruch: 24.03.2012
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 05.05.2012
Reiseziele: Deutschland
Venezuela
Peru
Argentinien
Chile
Bolivien
Kolumbien
Der Autor
 
Mark Kell berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.