Peru-Reisebericht :Abenteuer Südamerika

Von Bolivien nach Peru: Chinchero - Hauptstadt der feinen Wollkunst

Unerwartet sehr eindrucksvoll

Unser Guide heute ist lange nicht so nett, wie der gestrige, aber man kann sie sich leider nicht aussuchen. Unser erster Stopp ist Chinchero, die kleine historische Hauptstadt für die peruanische Webkunst. Hier wird Lama und Alpacafell zu kunstvollen Teppichen, Decken oder Umhängen versponnen und verwebt.

Als wir zunächst zu einer Verkaufsveranstaltung gefahren werden, bin ich ein wenig verärgert, aber es ist so nett und freundlich gemacht, und wir lernen eine Menge über die Herstellung der Farben und die Verarbeitung der Garne. Hier kaufen wir dann auch eine wunderschöne Decke und ein hübsches weiches aus Babyalpacawolle hergestelltes Lama.

Hier arbeitet die ganze weibliche Bevölkerung des Ortes

Hier arbeitet die ganze weibliche Bevölkerung des Ortes

Selbst die Kleinen helfen bereits mit

Selbst die Kleinen helfen bereits mit

Voller Stolz präsentiert sie ihre Decken

Voller Stolz präsentiert sie ihre Decken

Ein Farbenmeer

Ein Farbenmeer

Die Qual der Wahl

Man kann sich nur schwer entscheiden, es werden so viele hübsche Dinge angeboten. Nachdem wir unsere Souvenirkäufe beendet haben, machen wir einen Rundgang durch das alte Dorf. Hier mache ich nun zum ersten Mal auf der Reise echte Bekanntschaft mit der Höhe, die mir im Moment echt zu schaffen macht. Mir wird schwindelig und ein wenig schlecht. Das Cocablatt, das Daggi mir gibt, um es in den Mund zu schieben, macht es nicht besser, sondern mir wird speiübel. Auf dem Weg durch die Stadt haben wir Gelegentlich in die kleinen Behausungen einiger Einwohner zu schauen, die unter ärmlichsten Bedingungen auf kleinstem Raum leben müssen, dazu kommen die Tiere, die mir den Menschen zusammen leben, unter anderem natürlich auch Meerschweinchen, die zu einem Hauptbestandteil der Nahrung bei der ländlichen Bevölkerung zählen.

Die Kirche, die wir uns anschauen, die auch immer bewacht wird, ist sehr schön und schon einige hundert Jahre alt. Hier haben die Conqistadores nicht so viel angerichtet, wie sonst auf dem südamerikanischen Kontinent. Einige alte Mauern sind noch Zeuge davon, wie groß in früherer Zeit dieser Ort unter Inka Herrschaft war. Das Klima ist im Moment ausgesprochen angenehm, ich freue mich allerdings, wenn wir die Höhe verlassen. Mir ist permanent ein wenig schwindelig. Wir befinden uns immerhin auf knapp 3.800 m.

Uralte Bewohnerin Chinaheros

Uralte Bewohnerin Chinaheros

Kleine pittoreski Gässchen

Kleine pittoreski Gässchen

Blick auf die  Anden im Hintergrund

Blick auf die Anden im Hintergrund

Die Kathedrale von Chinchero - behüteter Platz

Die Kathedrale von Chinchero - behüteter Platz

© Petra Jaworski, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In einer dreiwöchigen Reise, die in Buenos Aires begonnen und in Rio de Janeiro endete, bereisten wir Chile mit dem Ende der Welt in Patagonien, bestaunten die Atacama Wüste, befuhren die Panamericana, sahen den Titicacasee und bestiegen den Machu Picchu in Peru. Ein Traum, der mich immer noch gedanklich beschäftigt.
Details:
Aufbruch: 21.03.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 13.04.2016
Reiseziele: Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Petra Jaworski berichtet seit 14 Monaten auf umdiewelt.
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Petra über sich:
Ich habe das große Glück, bereits vieles von der Welt gesehen zu haben. Mit meiner Familie haben wir alle Kontinente vielfach besucht und mit der letzten großen Südamerikareise im Frühjahr einen jahrelangen Traum erfüllt. Es macht mir ungeheuren Spaß, diese Reisen später dann digital in Fotobüchern, Filmen und Reiseberichten zu verarbeiten und so noch lange von den Erinnerungen zehren zu können. Vielleicht interessiert sich der ein oder andere für unsere Reise, ich würde mich freuen und bin für Fragen immer offen.
Viel Spaß beim Lesen!