Anmeldung:
Ein kurzes Stück auf dem Saaleradweg von Bernburg nach Wettin.
Reisebericht-Extras:
|
|
|
zum Gästebuch dieses Reiseberichts |
Samstag, 4.September, ca. sieben Uhr dreißig, an der Anlegestelle der "MS Saalefee". Die Sonne blinzelt vorsichtig über die Bernburger Dächer.
Noch ist es kühl und das schönste Wetter für eine Tour auf dem Saaleradweg ist in Aussicht.
Schon sitze ich im Sattel und strample Richtung Alsleben. Über die Wipper kurve ich in den Plötzkauer Auwald, einer der letzten seiner Art an der unteren Saale.
Vorbei an Schloß Plötzkau, unter der A 14 hindurch, erreiche ich nach ca. zwei Stunden Alsleben. Hier ist ein kleines Frühstück in Bauers Radscheune einfach ein Muß.
Sollten die Hausherren persönlich anwesend sein, werden sie auf Wunsch sicher gerne über ihre Bauertour in den Himalaya berichten. Der Streckenverlauf ist in der Hofmauer zu sehen und Bilder hängen im Gastraum.
Nach einer weiteren Stunde ereiche ich die Georgsburg und genieße von der Terrasse die Aussicht auf die Saale sowie ein kühles Bier. (Als Radfahrer abseits des Straßenverkehrs kein Problem.)
Wenige Kilometer weiter stehe ich am Saaledurchbruch in Rothenburg. Beidseitig erheben sich die roten Felsen und man kann hier tatsächlich von Saalecanyons sprechen.
(Mit etwas Phantasie entdecke ich sogar Winnetou und seine Rothäute in den Felsen.)
Ab jetzt wird die Landschaft weiter, der Radweg schlängelt sich an Weideflächen entlang und nun sind Fliegen und Mücken meine Begleiter.
Und so bin ich froh, als ich endlich gegen 14 Uhr und nach ca. 45 Kilometern Wettin erreiche, zumal die herbstliche Sonne es heute suuupergut mit mir meint.
Doch bevor ich mich im "Wettiner Hof" erholen kann, sind meine Beinmuskeln noch mal gefordert. Arg steil und holperig geht,s nach oben Richtung Rathaus. Schieben kommt nicht in Frage, das überlasse ich den anderen und deren bewundernde Blicke, besonders die weiblichen, motivieren gewaltig.
Leider bleibt kaum Zeit für eine Ortsbesichtigung, denn bereits um fünfzehn Uhr dreißig legt die "Saalefee" , die mir unauffällig gefolgt ist, Richtung Bernburg ab und ich genieße nun aus einer völlig anderen Perspektive die Saaletour.
Gegen neunzehn Uhr dreißig spiegelt sich hoch oben über dem Fluß die Abendsonne in den Fenstern von Schloß Bernburg als wollte sie sagen, "na, zufrieden mit dem Tag?"
Und warum keine Fotos?
Die sind verschwunden....in den unendlichen Weiten des Computers.....
Schreib einen Kommentar ins Gästebuch
| Ulli S. | ||
|---|---|---|
|
Hallo Bernhard, vielen Dank für diesen und auch die anderen schönen, informativen und interessanten Berichte aus dem Osten Deutschlands. Wir sind seit zwei Jahren dabei, als "Wessis" die inzwischen ja nicht mehr ganz so neuen deutschen Bundesländer bei unseren Wohnwagen-Reisen zu erkunden. Mit dabei auch immer die Fahrräder und die Wanderstiefel, mit denen wir uns dann vorort die Gegenden intensiver anschauen. Da machen uns deine Berichte richtig Lust, wieder loszuziehen. Weiterhin viel Spaß und unfallfreies Radeln wünscht dir Ulli | ||
Reiseberichte suchen:
