Deutschland-Reisebericht :Kulturregion Rhein-Neckar

Die Ankündigung einer Jugendstil-Ausstellung 'Der feine Schimmer' in der Kunsthalle Mannheim gab den Ausschlag für einen Kurztrip in die Kulturregion Rhein-Neckar mit den Städten Heidelberg, Speyer und Schwetzingen

Mannheim

Mannheim bietet mit einzelnen Bauten und dem Ensemble am Friedrichsplatz eine vom Neobarock geprägten Jugendstil. Doch dazu mehr in den einzelnen Kapiteln. Eine weithin bekannte Sehesnwürdigkeit ist das Mannheimer Schloß, das heute etwas eingeengt zwischen Verkehrsadern (Straßen/ Bahn) am Rhein und einer mehrspurigen Straße vor der eigentlichen Innenstadt.
Es gehört mit seinem riesigen Ehrenhof, einer Schaufront von über 400 Metern Länge und einer umbauten Fläche von sechs Hektar zu den größten Barockschlössern Europas. (zweitgrößtes nach Versailles)
Leider ist z.Zt. fast der ganze Schloßbereich eine einzige Baustelle.

ohne Baustellen-Equipment nur von der südwestlichen Seite zu betrachten

ohne Baustellen-Equipment nur von der südwestlichen Seite zu betrachten

der herausgehobene Schlossmittelbau, das „Corps de Logis“ - Hauptbau und Mittelpavillon sind viergeschossig angelegt. Im westlichen Bereich der Beletage – dem vornehmen ersten Geschoss – befand sich das kurfürstliche Appartement. Die östliche Beletage nahm das kaiserliche Appartement ein. Beide Wohntrakte konnten über das prunkvolle Treppenhaus im zentralen Mittelpavillon erreicht werden.

der herausgehobene Schlossmittelbau, das „Corps de Logis“ - Hauptbau und Mittelpavillon sind viergeschossig angelegt. Im westlichen Bereich der Beletage – dem vornehmen ersten Geschoss – befand sich das kurfürstliche Appartement. Die östliche Beletage nahm das kaiserliche Appartement ein. Beide Wohntrakte konnten über das prunkvolle Treppenhaus im zentralen Mittelpavillon erreicht werden.

Im Westflügel ist heute die Universität Mannheim untergebracht

Im Westflügel ist heute die Universität Mannheim untergebracht

aber auch hier ist der Weg versperrt

aber auch hier ist der Weg versperrt

daher verlassen wir das Areal - auch hierzu müssen wir einen weiten Umweg durch den Westflügel nehmen - Die Kuppel mit Laternenturm gehört schon zur Jesuitenkirche jenseits der mehrspurigen Durchgangsstrasse.

daher verlassen wir das Areal - auch hierzu müssen wir einen weiten Umweg durch den Westflügel nehmen - Die Kuppel mit Laternenturm gehört schon zur Jesuitenkirche jenseits der mehrspurigen Durchgangsstrasse.

Die Jesuitenkirche ist das herausragende bauliche Zeugnis für den Übergang der pfälzischen Kurwürde an eine katholische Linie des Hauses Wittelsbach. 1727 vermacht Kurfürst Karl Philipp dem Jesuitenorden ein Bauareal an der Westseite des Schlosses. Wenige Jahre später beginnen die Arbeiten an der „Großen Hofkirche", der Grundstein wird 1733 gelegt. Der Bau nach Plänen von Alessandro Galli da Bibiena bildet zusammen mit dem Jesuitenkolleg einen monumentalen Gebäudekomplex, der dem Selbstbewusstsein des Ordens in der protestantisch dominierten Kurpfalz Ausdruck verleiht Der erste Gottesdienst findet 1756 statt.

A 0,1 ist die 'Adresse' der Jesuitenkirche

A 0,1 ist die 'Adresse' der Jesuitenkirche

Das Mannheimer Zeughaus gehört überregional zu den wichtigsten Belegen weltlicher Architektur am Übergang von Spätbarock zu Frühklassizismus. Nach Plänen von Peter Anton von Verschaffelt wurde es 1777/1778 während der Regierungszeit von Kurfürst Carl Theodor als Waffenarsenal errichtet.
Bis ins späte 19. Jahrhundert diente es unter anderem als Kaserne, bevor es die Stadtverwaltung kaufte und der zivilen Nutzung übergab. Das Zeughaus markiert seit dem zweiten Weltkrieg den letzten Monumentalbau Mannheims aus der Residenzzeit.

C 5 - Zeughaus

C 5 - Zeughaus

Die nach dem Krieg liebevoll restaurierte Remise gestaltet diesen Teil des Quadrats C5, der bis zuletzt zur Aufbewahrung von Artillerie-Requisiten genutzt wurde. Die Umfriedung des Kugelgartens schließt nahtlos an die noch erhaltenen Seitenportale des Zeughauses an. Zum 400-jährigen Jubiläum der Stadt wurde schließlich das Restaurant C-Five eröffnet

Direkt gegenüber liegen mit der Adresse D5 die Reiss-Engelhorn-Museen, in denen die Duckomenta präsentiert wird.

D 6 - Reiss-Engelhorn-Museen

D 6 - Reiss-Engelhorn-Museen

© Herbert S., 2016
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 26.12.2015
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 31.12.2015
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.