Deutschland-Reisebericht :Oktobersonne in der Südpfalz

Burg Trifels

Die Höhenburg im pfälzischen Nordteil des Wasgaus auf der Kuppe des 494 m hohen Sonnenbergs steht auf einem dreifach gespaltenen Buntsandsteinfelsen, der 145 m lang, 40 m breit und 50 m hoch ist. Von dieser steinernen Basis stammt auch der Name der Burg, der „dreifacher Fels“ bedeutet. Beim Sonnenberg handelt es sich um einen der typischen oben abgerundeten Felsenberge des Wasgaus, der vom Südteil des Pfälzerwalds und dem Nordteil der Vogesen gebildet wird. /aus: Wikipedia)

Burg Trifels                                                                       Foto by Arno Kohlem

Burg Trifels Foto by Arno Kohlem

Oberhalb des Ortes liegt der Parkplatz, der heute schon früh - d.h. vor Öffnung des Kiosks - gut frequentiert ist. Auf einer Tafel steht gechriben, dass man ein Ticket für den Parkplatz am Kiosk erstehen soll. Aber das geht ja z.Zt. nicht. - Außerdem schockt der gezeigt Preis: 50 €. Nach Rückkehr ist der Kisok geöffnet und Betreiber hat die Tafel wieder korrigiert: und vor die 50 eine Eins mit Komma gesetzt.

Spitze des Sandsteinfelssporns

Spitze des Sandsteinfelssporns

Burg Trifels

Burg Trifels

Flurkarte von 1574
mit der ältesten bekannten Darstellung von Burg Trifels

Der Trifels, eine der ältesten Burgen der Region, präsentiert sich dem Besucher heute als Resultat von Baumaßnahmen aus drei Epochen:
Hochmittelalter: Hauptturm, Brunnenturm, Palas, Teile der Ringmauer (ca. 1190/1230)
Spätmittelalter: fehlende Teile der Ringmauer, Torwege und Wachthaus (von 1300 bis Mitte 14. Jh.)
20. Jahrhundert: Palas (von 1938 bis 1946), Kastellanshäuser (1954/55 und 1960), Erhöhung des Hauptturmes um ein Geschoss (von 1964 bis 1966), Neubau der nördlichen Ringmauer (1973/74)
Das frühere Areal der Burg mit seiner Vielzahl an Gebäuden war vor allem zur Zeit der salischen und staufischen Könige und Kaiser (11./12. Jahrhundert) noch um einiges größer, als heute erkennbar. Als Reichsburg dient der Trifels aufgrund seiner besonderen Lage im
12. und 13. Jahrhundert mehrfach als Aufbewahrungsort für die Reichsinsignien und Reichskleinodien.

Flurkarte von 1574

Flurkarte von 1574

Kapellenerker

Kapellenerker

Salische Zeit (1024-1125)
Bau einer großräumigen Burganlage aus Stein- und Fachwerkbauten Staufische Zeit (1138-1254)
Repräsentativer Um- und Ausbau des Trifels zur Reichsburg.
I Bauphase: Vermutlich unter König Heinrich VI. und seinem Bruder und Nachfolger König Philipp (von Schwaben) Errichtung von Hauptturm und Palas (um 1190)
2. Bauphase: Vermutlich unter Friedrich II. und dessen Sohn Heinrich (VII.) Weiterbau des Palas, von Teilen der Ringmauer sowie Errichtung des Brunnenturms (ca. 1230).
Spätmittelalterliche Zeit
Bau bzw. Fertigstellung der Ringmauer (1254-1500) auf der Westseite und (um 1300) auf der Nordseite. Weitere nicht klar einzuordnende Baumaßnahmen (1356/57/67)
1602
Zerstörung der Burg durch einen Brand nach Blitzschlag; in der Folgezeit Verfall und Ausbeutung als Steinbruch
19. Jahrhundert
Wiederentdeckung; ab 1841 erste Restaurierungen
1935,1937/38
Umfangreiche Grabungen unter Leitung von Friedrich Sprater, Direktor des Historischen Museums der Pfalz (Speyer)
von 1938 bis 1945/46
Neubau des Palas nach Plänen von Rudolf Esterer
^(Leiter der Bauabteilung und nach 1945 Präsident der bayrischen Schlösserverwaltung)
1954/55
Bau des Kastellanhauses auf der Südseite
1960
Bau des zweiten Kastellanhauses auf der Nordseite
von 1964 bis 1966
Erhöhung des Hauptturms um ein Geschoß
1973/74
Erneuerung der Ringmauer auf der Nordseite

Kaisersaal

Kaisersaal

Burgkapelle

Burgkapelle

In der Schatzkammer sind Nachbildungen der Reichsinsignien ausgestellt.
Die Reichskleinodien
Im hohen Mittelalter gibt es mit der heiligen Lanze, dem Reichskreuz und der Reichskrone einen stabilen Bestand an Reichskleinodien. Darüber hinaus vergrößert sich im Laufe der Jahrhunderte der Bestand zu einem fast unüberschaubaren Fundus, aus dem sich einige Insignien und Reliquien hervorheben.
Zu den Reichskleinodien gehören:
1. Die Insignien als Herrschaftszeichen des Kaisers oder Königs.
2. Die liturgischen Gewänder, die der Erwählte bei der Krönung tragen durfte.
3. Die Reliquien, die aus der religiös empfundenen Stellung des Herrschers als der Gesalbte, von Gott Erwählte, zu verstehen sind.
Alle Bestandteile der Reichskleinodien dienen der symbolischen Darstellung der weltlichen und geistlichen Macht des römisch-deutschen
Königs und Kaisers.

Reichskreuz

Reichskreuz

Reichszepter

Reichszepter

Reichskrone

Reichskrone

Reichsapfel

Reichsapfel

Reichsschwert

Reichsschwert

Spitze des Bergsporns

Spitze des Bergsporns

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Lange haben wir gewartet bis uns der Wetterbericht ein paar Tage Sonne bescheren sollte - Mitte Oktober sollte es so sein. Noch schnell ein Appartement gebucht und dann los.
Details:
Aufbruch: 14.10.2017
Dauer: 7 Tage
Heimkehr: 20.10.2017
Reiseziele: Deutschland
Frankreich
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.