Frankreich-Reisebericht :Bootstörn auf der Mosel

Rückblick: Thionville

Donnerstag, 27. August 2009, 1.590 Betriebsstunden

10.30 Uhr Abfahrt Hafen Konz Wassertemperatur 26,7 Grad, sonnig, wolkenlos, 24 Grad.

Als wir gegen 17.50 Uhr am Stadtanleger in Thionville festmachen, haben wir bereits in Schwebsange 336 Liter Diesel zum Literpreis von 89,9 Eurocent bei Betriebsstunden Zählerstand 1592 getankt.

Leider müssen wir bei der Ankunft in Thionville feststellen, dass der wunderschöne Stadtanlieger fest in der Hand von jugendlichen Speedboot und Jetski Fahrern ist. Denen ist es ganz egal, wenn sie durch ihren gigantischen Schwell alles was sich bei uns an Bord befindet von oben nach unten kehren. Es macht mich rasend wie gleichgültig und verantwortungslos die Jugend von heute ist. Noch mehr ärgert es mich, dass ich die Landessprache nicht spreche. Wir belegen unsere Stegleinen so fest wie nur möglich und sichern das Boot mit 2 Kugelfendern und 8 Langfendern zum Steg hin. So ist wenigstens unser Boot vor Schaden geschützt. Wir selbst halten den enormen Seegang nicht aus und gehen von Bord. Wie jemand zum Amokläufer werden kann verstehe ich jetzt viel besser. Mein Revolver bleibt unbenutzt unter Verschluss.

Ein am Steg liegendes Segelboot eines schwedischen Ehepaares wird ebenfalls extrem durchgeschüttelt. Wild gestikulierend droht der Skipper den Jugendlichen sogar Prügel an und wird kräftig verhöhnt. Letztendlich entschließen die Schweden, ihren Frust in Unmengen von Alkohol zu ertränken.

Als wir gegen Einbruch der Dunkelheit wieder an den Steg kommen, haben die Jugendlichen den Steg mit samt ihren Booten verlassen, die Schweden sind sturz betrunken und es ist Ruhe am Anleger eingekehrt.

© Michael Kaufmann, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Der Weg war das Ziel und so haben wir gemütlich mit unserem Motorboot Julia die Mosel befahren. Erlebtes und Gedanken an einen schönen Bootstörn.
Details:
Aufbruch: 22.08.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 13.09.2009
Reiseziele: Deutschland
Frankreich
Luxemburg
Der Autor
 
Michael Kaufmann berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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Michael über sich:
Nachdem unsere 3 Kinder aus dem Haus sind, haben meine Frau und ich uns nach Jahren des chartern von Booten, verbunden mit dem ständigen Ärgernis Zeit und Wetter, im Jahre 2006 für den Kauf einer in die Jahre gekommene Nimbus entschieden.
Da wir durch unsere Firma doch noch sehr eingespannt sind, fiel die Wahl auf eine Nimbus 800 Turbo, die wir für 2 Personen und einen Hund (Rauhhaar Dackel) komplett nach unseren Wünschen umgebaut haben. Diese Nimbus ist eines der wenigen wertbeständigen Boote in Europa, welche ausgestattet mit einer breiten rundum zugänglichen Gangbord, als GFK Halbgleiter mit Dieselmotor und Z-Antrieb sowie Bootsschleusen geeignet, uns als Wasserwanderer mit 200 Betriebsstunden und zusammengerechnet 2 Monaten im Jahr auf dem Wasser, als geeignet erschien, dem uns geliebten Hobby nachzugehen. Ausgestattet mit einem zusätzlichen Notmotor (Langschafter 3,3 PS) befahren wir mit ruhigem Gewissen auch Gewässer wie den Rhein.
Ausstattung:
Innenausbau komplett Eiche Massiv. Kabine komplett Alcantara in beige und marine blau. Deck mit Ecksitzbank, farbgleich mit Kabinenausstattung in Kunstleder. Bad mit großer elektrischer Toilette, Waschbecken und Außendusche. 100 Liter Wassertank und 20 Liter Heißwasserboiler mit Druckwasseranlage sowie Einhandhebelmischer an allen Wasserentnahmestellen. Wabasto Diesel Heiz- und Klimaanlage. 2 Kühlschränke, 2 Flammen Gasherd, Backofen und Spüle. Echolot, Kompass, GPS. Ankerwinde mit 30 Meter 8mm Kette. Digitale Satellitenanlage mit TFT Fernseher, Stereoanlage. 220 Volt Landanschluß mit FI Sicherung und 4 Steckdosen. 1000 Watt Spannungswandler. 2 Batterien (1 x 230 Ah Verbraucher und 1 x 120 Ah Starter Batterie) mit automatischen Ladegeräten.
Motor: 6 Zylinder 170 PS Diesel Volvo Penta. DuoProp Antrieb.
Gewicht Vollgebunkert und Reisebereit mit "Pött un Pann" 4.500 kg. Höchstgeschwindigkeit 18 Kn rund 33 km/h. Verbrauch max 0,8 l/km.
Durch einen zusätzlich eingebauten Tank, haben wir insgesamt 500 ltr Diesel an Bord, hiermit können wir die mittlerweile in einigen Revieren nur noch spärlich vorhandenen Wassertankstellen bequem überbrücken.
Unsere Reviere sind Rhein, Lahn, Mosel, Saar, Main und Neckar.