Frankreich-Reisebericht :Wege zur Romanik - Dorfkirchen im Burgund

Wege zur Romanik - die Schlösser auf dem Weg

Auf meinen Vorschlag hin stehen wir etwas früher auf - ich wecke Ulrike gegen 7.30 Uhr und wir sind tatsächlich um kurz nach 9.00 Uhr unterwegs. Wieder einmal nach Süden über Buxy, zum ersten Mal kommt die Sonne über dem Nebel heraus und schafft tolle Bilder der Landschaft.
In Sercy leuchtet ein Privatschloß in der Morgensonne und will fotografiert werden. Der Hausherr ist gerade beim Reinemachen.

Sercy

Sercy

In Cluny machen wir kurzen Stadtrundgang, da wir für das Schloß Cormatin zu früh (!!) waren und man nichts vor dem Kassieren sehen kann. Cluny ist im Prinzip als Stadt und auch von den Klostermotiven enttäuschend - wie ich schon vor mehr als 20 Jahren empfunden habe. Am Wegesrand nach Charolles an den N79 liegt ein weiteres Privatschloß - Terreau in Verosvres - aus dem 18. Jh.. Der Hund ist zunächst abwartend erst als ich aussteige, fängt er an nervös zu werden.

Terreau

Terreau

Schloss Montessus hinter Charolles an der D10 ist kaum zu erkennen und zu sehen, da alle Zufahrtswege total verriegelt sind - es scheint als ob dort niemand hingeht - dafür ist es aber mit ganz speziellem Turm ausgestattet.

Montessus

Montessus

Dann beginnt unsere Kirchenrundreise im Brionnais (folgende drei Kapitel).
Erst im Ort Chateauneuf treffen wir wieder auf ein kleines Schloß - wohl ebenfalls in Privatbesitz und daher nicht zu besichtigen.

Auch das Schloss La Clayette befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Umgeben von Wasser, liegt das Schloss auf einem Rechteck. Das Schloss besteht aus einem Gebäudekomplex mit Hauptgebäude im nördlichen Teil und zwei parallelen rechteckigen Nebengebäuden mit jeweils einem überhängenden Eckturm, die einen Hof umrahmen. Im Zentrum des Haupthauses steht ein quadratischer Turm, der nach Osten von zwei Rundtürmen flankiert wird. Von diesem Haupteingang des Schlosses führt eine Straße in östliche Richtung über den See zu einem Tor. Eine Galerie führt von den schmaleren Rundtürmen des Hauptturms nach Süden zu einem großen Rundturm. Im Westen schließt sich an den Hauptturm ein weiteres Gebäude aus dem 18 Jahrhundert an.

Das Schloss Drée wurde im 17. Jahrhundert erbaut. 1837 erwarb die Comtesse Tournon-Simiane das Schloss. Ihre Nachkommen, die Prinzen von Croÿ besaßen das Schloss bis 1993.
Das Schloss von Drée ist im Besitz der Familie Prouvost und spiegelt mit seinen Gartenanlagen und seiner Einrichtung die Lebensart des 18. Jahrhunderts wieder.
Das Schloss und sein Park kann während der Sommermonate besichtigt werden.

zwei kleine Gebäude flankieren den Zugang - ein Taubenhaus

zwei kleine Gebäude flankieren den Zugang - ein Taubenhaus

und ein ehemaliges Gefängnis

und ein ehemaliges Gefängnis

Jetzt im Oktober werden Gärnterarbeiten durchgeführt - die Saison ist vorüber und wir können nur durch das Gitter schauen. Der eigenmtliche Park liegt dann 'hinter' dem Schloß.

Unsere Kirchentour ist noch nicht beendet, aber ich wollte die ausführlichen Beschreibungen zu den romanischen Kirchen nicht durch Bilder von Schlössern, die wir bei der Rundreise 'kurz' in Augenschein genommen haben unterbrechen.

© Herbert S., 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Im Sommer haben wir die Idee geboren - bei Chantal und Gilbert in Chalon-sur-Soane das Häuschen mieten und noch einmal durchs Burgund streifen. Nach zehn Jahren erkennen wir vieles wieder, aber finden auch manches Neue.
Details:
Aufbruch: 05.10.2013
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 12.10.2013
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.