Österreich-Reisebericht :One Way Indien, ohne Plan quer durchs Land...

Kontrast in Österreich.

Zurück in Europa

Über Amsterdam, wo ich noch einen Kollegen am Flughafen traf, ging
es weiter nach Wien. Hier machte sich dann schon wieder das liebe Geld bemerkbar. Eine Zugfahrt 50,-! Wow dachte ich mir, so viel hab ich sonst
in einer Woche ausgegeben aber inkl. Mahlzeiten und Ausflügen. Aber
naja was solls auch, die Fahrt durchs schöne Österreich wars allemal
wert. Eingeladen hatte ja ein Kollege oder besser gesagt Freund. So
sollte ich also noch eine Woche in der schönen Steiermark verbringen.
Dazu ging es von Wien aus mit dem Zug nach Oberwölz, wo ich schon
am Bahnhof von seiner Frau und einer Freundin erwartet wurde. Renate
und Renate hieß das Duo. Gemeinsam machte man sich auf den Weg zu
Ihrem Haus, wo mich auch schon Julius herzlich willkommen hieß. Da der Mann des Hauses noch kräftig am am schreinern war (Schlafgelegenheiten
für meine Jungs) ging ich auf einen kurzen Spaziergang mit den beiden Frauen. Wunderbare Umgebung in der das Haus liegt. Leider war schon
viel Grün durch die Sommerlichen Temperaturen, was aber der
Schönheit der Umgebung keinen Abbruch tat. Da meine Jungs erst drei
Tage später ankommen sollten betreuten mich Julius, Renate und Renate. Auch der Opa des Hauses trug seinen Teil bei. Stadtrundgang in
der kleinsten Stadt der Steiermark, Oberwölz sowie
der Besuch des Lachtales stand unter anderem auf dem Programm. Die Abende verbrachte man zum einen bei einer Partie Karten zusammen
mit dem Opa und zum anderen mit einer mehrstündigen Partie Billard.
Auch wurde man noch einmal mit Neuschnee belohnt so dass man einen
Tag mit Ski und Snowboard fahren im Lachtal verbrachte. Die komplette Ausrüstung stellte mir Julius. Bevor dann am Donnerstag Nachmittag
meine Jungs ankommen sollten, hieß es erst einmal Kühlschrank
auffüllen. Was auch gut war, denn die Jungs brachten einiges an
Hunger mit. Den Kompletten Freitag verbrachte man dann wieder
zusammen auf den Pisten des Lachtales. Samstag wurde etwas getrübt
von viel Wind, so das einige Lifte geschlossen blieben und nur ein Teil der Truppe weiterfuhr. Ich und die Frau von Julius hingegen liefen eine Runde
und begegneten einem Freund an einer seiner Ferienhütten. Nach
einem kurzen Plausch und einem Bier im Sonnenschein traf man sich dann
wieder mit dem Rest zu einem späten Mittag. Wir dehnten den Tag auch
gar nicht so weit aus, denn man hatte sich vorgenommen am Sonntag
Morgen 4Uhr in der Früh Aufzubrechen zu einer Wanderung auf den
Hausberg von Julius.

Schönes Lachtal.

Schönes Lachtal.

Julius und Ich...

Julius und Ich...

Ich und meine Jungs...

Ich und meine Jungs...

Schneewanderung rauf zum Schießeck 2275m

Man hatte sich also wirklich vorgenommen zeitig morgens Aufzubrechen, und so saß man dann auch wirklich 03.30Uhr früh am morgen auf einen Kaffee zusammen. Gegen 04.20Uhr machten wir uns dann letztlich auf
den Weg den Berg bei Dunkelheit, Schnee und Kälte zu erklimmen.
Im Gepäck Kaffee und Tee, sowie Verpflegung. Über Forst und Waldwege bahnte man sich, auch gänzlich ohne Licht, seinen Weg durch den Wald,
ehe man nach etwa 5-6km eine Lichtung erreichte. Hier war schon zu
sehen das so langsam die Sonne aufgehen würde. Immer weiter ging es
durch tiefen Schnee den Berg hinauf. Die Vegetation lies immer weiter
nach und nach reichlich 3 Stunden erreichten wir den Bergrücken. Gerade rechtzeitig um den Sonnenaufgang beobachten zu können. Dieser war schon etwas in Wolken gehüllt, was der Schönheit jedoch keinen Abbruch tat. Julius meinte lediglich nur das wir dass Ende noch nicht erreicht
hätten und es über den ganzen Bergrücken zum eigentlichen Ziel gehen würde. Also ging es weiter, die ganze Zeit auf dem Bergrücken, durch
teils unwegsames Gelände und Kniehohen Schnee. Leider Zog sich das
Wetter zu so das die Sicht bei lediglich etwa 50m lag. Aber durch
unseren Guide an der Seite war uns nie bange. Nach weiteren 2
anstrengenden Stunden des Wanderns und lediglich einer kleinen
Kaffeepause, erreichten wir schließlich das Schießeck auf 2275m.
Nach Gruppenfotos und einem Eintrag ins Gipfelbuch machten wir
uns auch schon auf den Rückweg. Der Weg zog sich, war aber wesentlich angenehmer zu laufen da es nun Bergab ging. Im behüteten Wald an einer Hütte nahmen wir uns Zeit für eine deftige Brotzeit und liesen die letzten Stunden noch einmal Revue passieren. Danach ging es weiter hinab über
einen kleinen feinen Trail, der schließlich wieder auf unserem Forstweg
von morgens endete. Zuhause angekommen, entledigte man sich lediglich seiner kalten und nassen Sachen und man brach auf für einen Thermen Besuch. Da verbrachte man etliche Stunden bevor man sich wieder zum
Haus von Julius und seiner Frau begab. Nach einem letzten Abendessen
begab man sich total fertig ins Bett. Der Kontrast zu Indien war mir
hiermit vollends gelungen und es war ein (merk)würdiges Erlebnis!
Am Morgen darauf wurde noch einmal zusammen gefrühstückt ehe man das Auto packte und sich leider verabschieden musste. Jedoch wird man sich mit absoluter Sicherheit einmal wiedersehen.

Die Fahrt zurück nach Dresden ging schnell vorbei. Man verabschiedete
sich von einander und ich betrat nach reichlich 9 Wochen wieder meine Wohnung. Zu meiner großen Überraschung versteckten sich im dunkel
meiner Wohnung meine Mom, Schwester und meine Nichte.
Bei Abendessen feierte man die Rückkehr…

Angekommen auf dem Gipfel mit all den verrückten.

Angekommen auf dem Gipfel mit all den verrückten.

Sonnenaufgang...

Sonnenaufgang...

Auf halben Weg bot sich uns dieses Bild.

Auf halben Weg bot sich uns dieses Bild.

Es zog sich langsam zu...

Es zog sich langsam zu...

Bis es letztlich so aussah.

Bis es letztlich so aussah.

Gipfel.

Gipfel.

Hehe, kalt wars wie man sieht...

Hehe, kalt wars wie man sieht...

Fazit meiner Reise…

Ich halt mich ganz kurz, versuch es zumindest.

Jeder sollte sich einmal ein besonderes Reiseziel aussuchen und sich
die Zeit und den Mut nehmen dieses zu bereisen. Indien im
besonderen bietet einem extrem viel, so vielseitig wie es ist.
In jeder Hinsicht berauschend, zieht es einem sofort in seinen Bann. Abwechslungsreich wie es ist, befindet man sich zwischen Erleben und Erschrecken wieder, Kultur und Philosophie der Menschen ist einfach einzigartig, entweder man Liebt dieses Land oder man Haßt es. Da es
bei mir tatsächlich Liebe geworden ist, werde ich definitiv noch einmal zurückkehren um einfach diese Vielseitigkeit wieder erleben zu dürfen. Egal ob in Delhi bis hin zu Kolkata im Osten, Mumbai im Westen und die ganze Westküste entlang bis in den herrlichen Süden. Jederzeit fühlte ich mich wohl inmitten dieses einzigartigen Landes, mit den mehr als netten und gastfreundlichen Menschen. Landschaft, Kultur wie auch reichlich unangenehme wie ernüchternde und schreckliche Dinge wird man verarbeiten und mit diesen auch umgehen müssen. Letztlich wird Indien
für Jeden sicher eine Unvergessliche Reise werden, mit Eindrücken die
man bis dahin wohl noch nie gesehen und erlebt hat. Man wird sich
zurück erinnern und eine lächeln im Gesicht haben, auf Grund dessen
wie schön die Reise war.

I Love India, India Love me...

Gibts nix hinzuzufügen.

Gibts nix hinzuzufügen.

© Oliver Sabisch, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ohne richtigen Plan geht's 8 Wochen einmal quer durch's Land. Gestartet wird in Delhi, der Rest wird sich vor Ort ergeben... Off the Path soll gereist werden um so Land und Leute kennen zu lernen!
Details:
Aufbruch: 27.12.2016
Dauer: 10 Wochen
Heimkehr: 06.03.2017
Reiseziele: Indien
Österreich
Der Autor
 
Oliver Sabisch berichtet seit 8 Monaten auf umdiewelt. Oliver über sich:
30 Jahre jung und auch beruflich in der Welt unterwegs.