Finnland-Reisebericht :Nordkaptour

Helsinki

Gegen 20:00 Uhr kamen wir in Helsinki auf dem Flughafen an. Dieser liegt etwa 20 km außerhalb, in Vantaa. Man kann vom Flughafen mit dem Bus, dem Zug (S-Bahn) und dem Taxi in Helsinkis Innenstadt fahren. Da wir unser Hotel gegenüber vom Hauptbahnhof gebucht hatten, entschieden wir uns für den Zug. Der Weg zu den Gleisen war vom Terminal gut ausgeschildert und kaum zu verfehlen. Auf dem einzigen Bahnsteig sind zwei Gleise, an jedem wurde ein Zug angekündigt. Nach Auskunft eines Reisenden fahren beide Züge zum Hauptbahnhof, nur die Routen unterscheiden sich. Kann man also nichts verkehrt machen. Hier befand sich auch ein englischsprachiger Fahrkartenautomat, bei dem ich Tickets lösen wollte. Aber entweder war dieser defekt oder meine Fachkompetenz war nicht ausreichend. Im Zug selbst konnte man jedoch auch lösen. Fahrkarten kosten 5,50 € Normal, für Personen unter 17 die Hälfte.
Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und man befindet sich anschließend im Herzen Helsinkis. Hier beschränkten sich unsere Aktivitäten allerdings auf eine schnelle Mahlzeit (kein Problem in Bahnhofsnähe) und dann ab ins Hotel um zu schlafen.

Für den Folgetag hatten wir bereits in Deutschland eine Hop on - Hopp off Tour gebucht. Diese Touren beginnen am Senatsplatz (Senaatintori). Den Weg vom Bahnhof bis dorthin kann man problemlos zu Fuß innerhalb von 20 Minuten bewältigen. Der Senatsplatz ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Norden der Dom von Helsinki davor ein Denkmal des russischen Zaren Alexander des II, der in Finnland wohl recht beliebt sein soll.

Helsinki - Senatsplatz
Denkmal Alexander des II. mit dem Dom im Hintergrund

Helsinki - Senatsplatz
Denkmal Alexander des II. mit dem Dom im Hintergrund

Wenige Meter vom Senatsplatz entfernt befindet sich weithin sichtbar die Uspenski Kathredale auf einem Hügel der Halbinsel Katajanoka. Zahlreiche Quellen beschreiben dieses Bauwerk als "größte orthodoxe Kirche Westeuropas". Der geneigte Reisende verharrt erstaunt bei dieser Bezeichnung, da er diese kaum in Nordeuropa vermutet hätte. Sehenswert ist diese Kathedrale jedoch unstrittig.

Helsinki - Katajanokka
Uspenski Kathedrale

Helsinki - Katajanokka
Uspenski Kathedrale

Die Hopp on - Hopp off Tour durch Helsinki würden wir eher nicht empfehlen. Zum Ersten, weil der Bus in rasendem Tempo an den verschiedenen Stationen vorbei fährt und zum Zweiten, weil es so viel in Helsinki gar nicht zu sehen gibt. Wir wollten uns die Steinkirche anschauen, brauchten allerdings zu viel Zeit um vom Oberdeck des Busses zur Tür zu kommen. War leider in 10 Sekunden nicht zu schaffen. Ein sofortiger Protest beim Fahrer half auch nicht. Das Sibeliusdenkmal - in einem schönen Park gelegen - mehr kann ich von dieser etwa 3-stündigen Tour nicht empfehlen.

Nach der Tour schlenderten wir noch etwas am Hafengelände entlang. Hier fand ein Markt statt, auf dem man frisches Obst, Souvenirs und etwas zu essen kaufen konnte. Nach einer Stärkung gingen wir zurück zum Hotel und holten unser Gepäck.
Wieder mit dem Zug zum Flughafen - es ging weiter Richtung Norden.

Mein erster Eindruck war, dass Helsinki eine beliebige, unspektakuläre Stadt ist. Vielleicht auch deshalb, weil der Besuch Rigas am Vortag die Messlatte ziemlich hoch gelegt hat.
Empfehlen würde ich den Besuch Helsinkis zumindest nicht.

© Gerd Dorn, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Autotour zum Nordkap durch Finnland und das Baltikum
Details:
Aufbruch: 23.07.2016
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 08.08.2016
Reiseziele: Estland
Finnland
Norwegen
Schweden
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 8 Monaten auf umdiewelt.