Irland-Reisebericht :3 Wochen auf einem Hausboot in Irland

Pia & Christoph verbringen 3 Wochen in Irland auf einem Hausboot um zu sehen ob es machbar ist den Wunsch nach einem Ausstieg zu verwirklichen

Prolog

21.02.2014 Wie Alles begann

Jetzt ist es bald wieder so weit. Es ist erst 6 Monate her, da habe ich meinem Schatz, nach unserem ersten Urlaub auf dem kleinen Boot - einer Wave Duke von Waveline Cruisers – versprochen, dass wir bald wieder in Irland auf Bootstour gehen.

Von heute an sind es nur noch 34 Tage. Wir freuen uns!
Aber was treibt uns eigentlich nach Irland? Was treibt uns in ein fremdes Land, in eine fremde Kultur?

Dies ist jetzt nicht so einfach zu beantworten, denn es ist eine vollkommen subjektive Entscheidung. Ich persönlich habe schon lange eine sehr starke Beziehung zu Schottland und Irland und ich kann mich glücklich schätzen eine Frau gefunden zu haben die diese Leidenschaft teilt.

Nicht nur dass sie es liebt wenn ich Irish/Scottish Folk mit Gitarre und Gesang „darbiete“, nein, sie teilt auch meine Leidenschaft für Irland und Schottland.

Beide Länder haben wir auch mittlerweile mehrmals gemeinsam besucht und es hat ihr sehr gut gefallen.Meinen Vorschlag vorzeitig in Pension zu gehen und nach Irland auszuwandern hat sie ohne grosses Zögern angenommen und in 5 Jahren wird es soweit sein.
Dies ist zumindest der Plan. Bis dahin müssen wir uns auf jährliche Touren auf dem Shannon begnügen – Leiden auf hohem Niveau!

Aber was macht man eigentlich, wenn man mental schon auf dem Shannon ist?

Man plant!
1. Habe ich alle förderlichen Websites schon gefunden?
2. Kann ich eigentlich meinen Törn im Voraus schon am PC planen?
3. Gibt es denn nicht mehr Literatur die ich noch kaufen und lesen kann?
4. Soll ich jetzt schon die Proviant Liste zu Waveline Cruisers senden?
5. Was könnte ich im Vorfeld noch mit Sven (Waveline) per E-Mail klären?
6. ………

Grundsätzlich stellt sich aber erst mal die Frage – warum eigentlich ein Boot?

Ein Boot ist doch eigentlich eher nicht ganz so gross (oder unbezahlbar), quasi eine 2-3 Zimmer Wohnung (kleine Zimmer) die ein bescheidenes Bad hat und sich nur auf dem Wasser bewegen kann.
Und in Relation zu Strassen und Wegen ist die Mobilität auf Flüssen eher als eingeschränkt zu bezeichnen.
Auch an der Reisegeschwindigkeit kann es im Prinzip nicht liegen, denn diese liegt in der Regel noch unter der eines ungeübten Fahrradfahrers. Oder ist gerade das ein vordergründig schwer zu erkennender Vorteil?

Jetzt kommt mir gerade das neudeutsche Wort „Entschleunigung“ in den Sinn. In vieler Leute Munde, so wird die besagte „Entschleunigung“ eher selten ausgelebt. Wer fährt mit dem Auto schon 40 km/h wenn 100 km/h erlaubt sind? Aber ich möchte hier und jetzt in die philosophische Ecke abgleiten, kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema – Irland – Boot – und Entspannung.

Früher hielt ich überhaupt nichts von Booten, Schiffen und anderen Wasserfahrzeugen. Als ich ins wehrfähige Alter kam wollte mein Vater das ich zur Marine gehe und mal „zur See fahre“. Aber er konnte, eine leichte Enttäuschung war ihm anzumerken, mein Interesse für die Seefahrt nicht wecken. Wasser hat keine Balken. Ich hatte schon als kleiner Junge eher ein Interesse an Panzern. Gross, mächtig, schwer, laut, stinkend. Und so ist es dann auch gekommen, aber dies ist eine andere Geschichte.

Aber jetzt wirklich zurück zum Bootfahren, Wasser und dem Maritimen.
Unser (Pia und meins) Ziel ist es ja, wie schon erwähnt, in ca. 5 Jahren nach Irland auszuwandern und auf einem Boot zu leben. Im Prinzip haben wir uns unser „Wunschboot“ auch schon ausgesucht/gefunden.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 28.03.2014
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.04.2014
Reiseziele: Irland
Der Autor
 
Christoph Schaper berichtet seit 18 Monaten auf umdiewelt.
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Christoph über sich:
Hallo,

ich bin Christoph, "en Frankforder Bub", der seit 6 Jahren in der Schweiz lebt und arbeitet. Zusammen mit meiner Frau Pia, "es Luzerner Meidschi", sind wir 2 - 3 Mal pro Jahr in Irland mit dem Boot auf dem River Shannon unterwegs.