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Freizeitgestaltung in der MAPEXT-Mission
Albanien - Mobilität zwischen 1900 und 2000
Gewöhnungsbedürftig - die Staßen in Albanien
... in der Landeshauptstadt Tirana
In den Süden bis Saranda und Butrint
Der Norden - durch das Land der Shkipetaren
Besuch in der Kreishauptstadt Peshkopie
Kruja - der Stammsitz "Skanderbegs
Ausflug zu den verborgenen Kirchen Berats
Wissenswertes über Land und Leute???
Von Land und Leuten, Teil II
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Ein (Erfahrungs-)Bericht von Gerd Birnzain.
Vielleicht interessieren Sie m e i n e Eindrücke aus einem 9monatigen Aufenthalt im Land der Shkipetaren.
Der albanische Schriftsteller Ismail Kadare hat einmal die herausragende Gastfreundschaft in Albanien mit den Worten umschrieben: "Das Haus des Albaners gehört ganz nach dem Kanun zuerst Gott und dem Gast und dann erst den Bewohnern". Gilt das auch noch nach dem Zusammenbruch der sog. Pyramidengesellschaft am Ende des 20. Jahrhunderts?
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Auch dieser Teil soll hauptsächlich durch seine Bilder sprechen.
Keine Landgaststätte !!
Ich habe im internationalen Flughafen-Restaurant so manche Stunde auf den verspäteten Abflug meiner Maschine warten müssen...
Das Wirtschaftsministerium in Tirana.
Auf dem grossen Platz bieten "fliegende" Händler Telefonkarten an. Kaufen Sie immer nur eine Karte mit wenigen Telefoneinheiten. Die öffentlichen Telefone befinden sich fest in den Händen einzelner "Betreiber".
Es wird erwartet, dass Sie beim "örtlichen Kartenverkäufer" eine Karte erstehen und nicht etwa eine noch nicht abtelefonierte Karte mitbringen.
7 Tage in der Woche buntes Markttreiben in Tirana - dabei streichen alle Gerüche des Orients um die Nase...
Für empfindliche Sinnesorgane sind offener Tabak, neben Fischen in der prallen Sonne und "gerissenen" Fleischstücken, auf denen es sich so manche Fliege gütlich tut, bestimmt gewöhnungsbedürftig.
Ich kann Ihnen aber versichern, Sie müssen auf solchen Plätzen nichts kaufen! Sie werden aber an den überquellenden Obstständen nicht vorbeikommen, ohne ein Kilo Orangen oder Trauben zu erstehen.
Der über 1700 m hohe Gebirgszug "Mal i Skanderbeut" im Nordosten Tiranas bietet aufregende Einblicke in das Landleben der albanischen Bevölkerung.
Kein Museeum sondern ein voll funktionsfähiges und noch in Gebrauch befindliches Mahlwerk.
Das Fladenbrot mit frischem Yoghurt und grossen Gurkenstücken werde ich nicht vergessen.
Auf dem Dajiti-Berg ist sonntags ganz schön was los!
Halb -vermutlich ganz!- Tirana ist von Ende März bis spät in den Herbst sonntags auf den Beinen, um an den Hängen des Hausbergs mit der gesamten Familie Picknick zu machen.
Ziemlich weit oben auf dem Dajiti-Berg finden Sie das wundervolle Terrassen-Lokal "Panorama". Von dort haben Sie einen herrlichen Blick über ganz Tirana und den im Westen befindlichen Höhenzug.
Nachts können Sie mit einiger Fantasie noch erkennen, dass die Stadt, bevor sie in Folge der Bürgerkriegswirren "zersiedelt" wurde, in der Form eines (kommunistischen) Sterns angelegt worden war.
Rund um das Lokal Panorama hat der Wirt etwa 10 kleine Wochenendhäuschen gebaut, die jedesmal wenn wir im Panorama einkehrten scheinbar alle bewohnt waren.
Insider haben uns die Geschichte erzählt, dass es in der traditionellen albanischen Familie ein Tabubruch ist, wenn sich eine unverheiratete Frau mit einem Mann alleine in der Öffentlichkeit "befreundet" zeigt. Da ein solches Päarchen weder zur Familie des Mannes noch gar zu ihr nach Hause gehen kann, hat der Wirt mit seinen Miethäuschen eine lukrative Einnahmequelle gefunden...
Ich verbürge mich allerdings nicht für den Wahrheitsgehalt dieser Story!
Menschenleere, kilometerlange Strände mit glasklarem, sauberem Wasser zeichnen vor allem den Süden Albaniens aus.
Allerdings darf man hier keine oder nur wenig touristische Infrastruktur erwarten.
Ein Gebirgsdorf im Himare-Gebiet nördlich der Hafenstadt Saranda. Verkehrsschilder und scheinbar auch Verkehrsregeln suchen Sie in solchen Gegenden meist vergeblich.
Wichtig ist nur eine funktionierende Hupe!
Durch das zwar chaotisch anmutende, aber insgesamt defensive Fahrverhalten der Landbevölkerung haben wir kaum echte Probleme kennengelernt.
Gegenüber des Wirtschaftsministeriums am Ende des grossen Boulevards von Tirana befindet sich das Hauptgebäude der Universität. Von hier aus sind es wenige Schritte und Sie befinden sich vor dem grossen Fussballstadion.
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©
Gerd Birnzain,
2005
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