Albanien-Reisebericht :Balkan, Adria und Ägäis mit dem Wohnmobil

Durchs Gebirge zum Oridsee und wieder zum Meer

Wir fahren wieder höher in die Berge und kommen zum Denkmal für die Frau von Zagori, eine Monumentalstatue in exponierter Lage. Was es damit auf sich hat, können wir nicht herausfinden.
Die Straße die wir ausgewählt haben, endet an der Vikos-Schlucht. Nur wenige Schritte vom Straßenende stehen wir auf einem spektakulären Felsbalkon und schauen in die Tiefe wo sich der Vikos seinen Weg gebahnt hat.

Vor uns fast senkrecht abstürzende Felswände aus blätterteigartig geschichtetem Kalkstein. Zur Zeit scheint der Fluß wenig Wasser zu führen, das Flußbett sieht fast trocken aus. Wie wir so stehen und schauen, fällt uns spontan der Vergleich mit der Verdon-Schlucht in Südfrankreich ein. Hier ist das sicher noch tiefer, aber bei weitem nicht so lang.

Noch ganz euphorisch von den Ausblicken, fahren wir auf der Straße ein Stück zurück nach Monodendri. Hier soll es ein sehenswertes an einer Felswand klebendes Kloster geben. Wir stellen die blaue Zitrone am oberen Ortsbeginn ab und folgen der Wegweisung von der Straße wieder aufwärts auf gepflasterten Eselspfaden zwischen hohen Mauern der Gehöfte. An der Straße ist noch alles bewohnt und belebt, aber weiter oben sind schon viele der steinplattengedeckten Häuser und Gehöfte dem Verfall preisgegeben. Keine Menschenseele hier zu entdecken. Auch die Wegweisung hört leider in den Gassen auf.

So erreichen wir den Hauptplatz des Dorfes mit Kneipe und Laden nach mehreren Fehlversuchen in Seitengassen.
Bis hierher hätten wir fahren müssen, jedoch erreicht diese Straße das Dorf von einer ganz anderen Richtung her. Wir gehen einen Weg weiter nach unten in die Schlucht und sind uns nicht sicher, ob wir hier zum Kloster kommen. Frank hat heute Knieprobleme, die sich in den steilen Gassen eben schon verstärkt geäußert haben, und so brechen wir ab. Schade, das hätten wir gerne noch gesehen.
So fahren wir weiter. Durch Konitza entlang am Aoos, der im sehr breiten Kiesbett mit wenig Wasser dahinströmt.

Dann ein Fotostop für eine schöne Brücke und wieder eine Passhöhe. Es ist schon spät, unser geplantes Ziel Kastoria werden wir heute wohl nicht mehr erreichen. So suchen wir einen Übernachtungsplatz und eine gemütliche Taverne um zu Abend zu essen.
Wir fahren schon seit geraumer Zeit auf überbreit ausgebauter Straße, ohne jeglichen Verkehr. Ortschaften haben wir schon viele Kilometer lang nicht gesehen, nur zwei mal völlig verfallene Rasthäuser. Die Wegweiser an den Abzweigen zu sehr kleinen Straßen zeigen zu den nächsten Ortschaften immer weit über 10 Kilometer. Sehr ungewöhnlich. Später werden wir erfahren, das diese Straße in den achtziger Jahren als wichtigste Straßenverbindung über das Festland von Thessaloniki nach Igoumenitsa gebaut wurde. Seit 2008 die Autobahn mit einer Tunnelkette das Gebirge durchschneidet, ist diese Straße faktisch fast ohne Verkehr.
So landen wir in dieser Gebirgseinsamkeit nach einigen Stops wegen wegelagernden Ziegen und Schafen spät abends doch noch an einer Landstraßenkneipe, die geöffnet scheint. Ein großes Schild „Wir sprechen Deutsch“ vor dem Garteneingang.

Die Inhaberin begrüßt uns schon auf der Straße. So kommen wir noch zu einem leckeren Abendbrot auf der Gartenterrasse. Eine Speisekarte gibt es nicht, es wird gekocht, was Garten und Vorratskammer hergibt: Gemüse aus eigenem Anbau, Blätterteiggebäck mit Kräuter-Käsefüllung, traditionell gebratenes Fleisch, eingelegtes Gemüse. Der Rotwein schmeckt auch sehr gut. Zum Abschluß ein Dessert aus gelierten Äpfeln, das uns allerdings zu süß ist.
Da wir die einzigen Gäste sind, setzt sich das Betreiberehepaar nach dem Essen zu uns und wir kommen gut ins Gespräch.
Sie erzählen viel von sich und ihrer Familie. Sie haben in den siebziger und achtziger Jahren in Deutschland gelebt und gearbeitet. Danach haben sie sich dieses Restaurant hier aufgebaut.
Obwohl auch die nächsten zwei Nachbarn inzwischen aufgegebene Gastronomiebetriebe waren, funktionierte ihr Gasthaus in den 90er Jahren sehr gut. Es war 24 Stunden rund um die Uhr alle Tage die Woche geöffnet. In den Zeiten des Zerfalls Jugoslawiens und der Bürgerkriege dort kamen bei ihnen LKW-Konvois sowohl mit Hilfsgütern als auch militärischer Ausrüstung von den griechischen Häfen Stoßstange an Stoßtange vor dem Haus vorbei und die Fahrer kehrten hier auch ein. Nach den Kriegen kamen die Transporte für den Wiederaufbau und die Autohändler. Seit der Inbetriebnahme der Autobahn ist alles ruhig hier und sie leben von ihrer Rente aus Deutschland, die sie aber hier mit 20% versteuern müssen. Das Bewirten von Gästen ist nun ihr Hobby und die Verbindung zur Welt.
Auf unserer detaillierten griechischen Straßenkarte, die wir auf dem Tisch vor uns liegen haben ist genau an dieser Stelle eine Werbeaufschrift vom Verlag. Wir wissen nicht wo wir uns befinden. Die Wirtin kann uns den Ortsnamen dieses Weilers mit genau 12 Häusern, von denen auch nicht mehr alle bewohnt sind nur in griechischen Buchstaben aufschreiben: Θεοδόκος.
Der Abend ist kühl geworden und wir werden ins Haus gebeten. Wir sitzen noch sehr lange in der alten Gaststube, die nun als Ausstellungsraum schöner alter Dinge, Lager und Laden für Naturprodukte aus eigener Herstellung, wie Marmeladen, Schnäpse, eingelegtes Obst, Honig und Dekoschmuck aus Maisstroh fungiert. Auch wir kommen nicht umhin einige der sehr leckeren Marmeladen einzukaufen.
Es wird noch viel über Gott und die Welt geredet, natürlich auch über die Finanzkrise, griechische und deutsche Politik.
Draußen bellen inzwischen freilaufende Hunde. Wenn uns das Hundegebell nicht stört, könnten wir unser Auto einfach auf der Straße vor ihrer Terrasse stehen lassen, Autos kämen in der Nacht ohnehin nicht vorbei, wird uns beschieden. Aber nun ab ins Bett! Ich schaue noch vom Bett aus durch das Dachfenster und erblicke den schönsten Sternenhimmel seit langem.

Mittwoch, 28. Juni: Θεοδόκος (Theodokos) ► Καστοριά (Kastoria) ► Drilon, Oridsee (Albanien) 188 Tageskilometer

Die Sonne scheint wie immer. Wir verabschieden uns nach dem Frühstück herzlich und bekommen noch einen Tip für unsere Tourstrecke durch die Berge.
Ein Stück des Weges begleiten uns Felswände, die aussehen als wären sie aus Steinkohle, glitzernd und anthrazitfarben, dann wieder eine Gegend aus Erosionshängen mit grauer ascheartiger Erde.

Wir sind mal wieder so gut wie alleine in dieser Gegend unterwegs, auf wieder mal einer von diesen spektakulären Gebirgsstraßen. Nach einer Passhöhe erscheint eine grüne mitteleuropäisch anmutende Gebirgslandschaft, fast wie bei uns in Thüringen.

Unten in der Ebene angekommen, sind statt Felsengestein rechts und links der Straße auch wieder Obstplantagen und jede Menge Felder mit Stangenbohnen.
Gegen Mittag erreichen wir Kastoria. In der Stadt selbst herrscht dichtester Verkehr. Wir tangieren einen schönen großen Wochenmarkt, wo leider im gesamten Umfeld kein Parkplatz zu bekommen ist. Nun sind wir am See und fahren auf einer sehr kleinen Straße direkt an der Wasserlinie entlang auf die Halbinsel. Wir erreichen einen schönen Platz am Kloster mit einem herrlichen Blick über den See. Das war eigentlich das Ziel für gestern Abend. Aber es war alles gut, so wie es dann war. Das lauschige Restaurant mit Terrasse am See ist augenscheinlich schon seit längerem geschlossen, wie schade.

An der schönen Klosterkirche betrachten wir die außen angebrachten Fresken und schauen durch die Tür ins Innere. Bei der Mittagshitze wollen wir uns nicht verhüllen, um eintreten zu dürfen. Als wir wieder mit einem Stück Pitta in der Hand am Auto stehen, kommt ein altes Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen und hält direkt neben uns. Zwei Rheinländer, so um die 70, braungebrannt lachen uns entgegen und steigen aus. Man erzählt sich so einiges an bisher Erlebtem. Wir geben Tips für Albanien, die beiden wollen auch noch an den Oridsee, haben aber kein Kartenmaterial für Albanien. Wir verabschieden uns von den beiden in der Hoffnung sie in Albanien wieder zu treffen.
Am frühen Nachmittag kommen wir am Grenzübergang an. Dort stehen auch schon die Rheinländer, die uns unterwegs bei einem Fotostop schon überholt hatten, flott unterwegs die alten Herrschaften. Durch die Passkontrolle sind wir durch und kommen an den Zollschalter. Der Beamte fragt uns etwas unverständliches. Nach mehrfachen nachhaken verstehen wir immer noch nicht was er von uns möchte und er winkt uns entnervt durch. So einfach geht das. Er wollte wahrscheinlich nur wissen, was wir zu verzollen haben.
Nun sind wir wieder in Albanien, die Straßen werden schlechter und der Verkehr chaotischer, überholen in den Gegenverkehr an möglichst unübersichtlichen Stellen. Da stehen auch wieder jede Menge Gedenksteine am Straßenrand, mit Fotos und Blumenschmuck. Wir entdecken einen mit gleich vier Opfern mit identischem Abschlußdatum.
Kurz nach dem Grenzübergang biegen wir auf eine Nebenstraße ab, kommen über mehrere kleine Dörfer gegen 16.ºº Uhr an den Orid. Wir finden in Drilon einen schönen neu gestalteten Platz direkt am Seeufer.

Vor der Einfahrt steht ein Mann und telefoniert. Wir halten und warten. Er kommt zu uns ans Auto und begrüßt uns mit seinem Namen und dem Zusatz „Chef“. Auf dem Platz steht bisher nur ein sehr verschwiegener Holländer. Es weht eine frische Brise, bei der Hitze sehr angenehm. Wir sitzen im Schatten unserer blauen Zitrone und trinken frischgepreßten Orangensaft.
Bei uns wird kleine Wäsche notwendig, das wird hier bestimmt schnell trocknen. Die platzeigene Waschmaschine wird allerdings von den Holländern dauerhaft okkupiert, da haben wir keine Chance, also Handwäsche. Die ist fertig und trocken, bevor der letzte Holländerwaschgang beendet ist.
Inzwischen sind auch die Rheinländer eingetroffen. Sie wollten in Korça eine Brauereibesichtung mit Bierverkostung machen, haben die Brauerei auch gefunden, jedoch keinen Parkplatz.

Nun lockt der See zum Baden. Das Wasser ist weit hinein sehr flach und ufernah auch sehr warm. Weiter drin ist es dann kühler, erfrischend. Bei einem kühlen Glas Weißwein werden danach erst einmal meine Reisenotizen für heute auf den aktuellen Stand gebracht. Manchmal hinke ich doch ganz schön hinterher, weil zu viel passiert und wir jede Menge lieber Menschen zum schwatzen finden.
Frank fragte den „Chef“ wo man hier etwas zu Abend essen könne. Da springt er auch gleich nach vorn in seine Bar, wir haben ihn vom Pflanzenwässern abgebracht. Er wirft seinen großen gemauerten Gartengrill an und bewirtet uns mit Fisch aus dem See, frisch gegrillt, Salat, gegrilltem Brot, das vorher mit Knoblauch, Kräutern und Olivenöl bestrichen wurde. Auch der Fisch wurde ordentlich mit Knoblauch behandelt. Dazu gibt es guten Weißwein. So schlemmen wir wieder mal bis fast zum Platzen und zahlen für das Ganze so umgerechnet 15,- €. So findet dieser Tag ein kulinarisches Ende.

Donnerstag, 29. Juni: Drilon, Oridsee ► Elbasan ► Karpen (Albanien) 171 Tageskilometer
Wir werden schön früh von den Vögeln geweckt, die sich hier ganz anders anhören als bei uns zu Hause. Die Nacht war angenehm kühl und jetzt ist es schön mild. Es ist 6.³° Uhr, der Chef wässert die Pflanzen und wir duschen erstmal. Dann sitzen wir gemütlich beim Frühstück, bei den Rheinländern regt sich auch langsam etwas. Wir wollen gerade aufbrechen, da kommen wir noch einmal richtig lange ins Gespräch. Wir sind entspannt, es ist schön und wir bedauern eigentlich, dass wir weiterreisen. An der Ausfahrt rufen wir dem „Chef“ noch ein Dankeschön zu, er erwidert mit Winken und Verbeugung.
Unser erstes Ziel für heute ist die Stadt Elbasan, eine Empfehlung eines deutschen Womo-Paares, die wir am Strand vor Sagiada in Griechenland getroffen hatten. Doch zuvor möchten wir noch einen Blick hoch oben vom Gebirge auf den See werfen. Wir versuchen es an einer kleinen Nebenstraße, aber alles ist schon wieder im Hitzedunstschleier und wir kehren zur Hauptroute zurück.
In der Stadt Elbasan finden wir auf dem Hauptplatz gegenüber der großen Stadtmauer vor einem Hotel gerade noch so einen Parkplatz.

Wir gehen durch das Stadttor in der Hoffnung noch etwas vom alten Stadtkern zu finden, aber außer der Mauer, und einer kleinen Ausgrabung gegenüber ist da kaum noch etwas zu sehen. Ein kunstvoller Kabelsalat durchschneidet den Himmel über den Gassen.
Schon bewegen wir uns wieder in der von Betonbauten geprägten Stadtregion. Wir laufen den Hauptboulevard hinunter um einen Supermarkt zusuchen. Unsere Vorräte müssen aufgefüllt werden und ich brauche ein neues Schreibheft für die Reiseaufzeichnungen. Eines ist schon voll, es gibt auf dieser Tour doch so manches zu berichten.

Aber wir sehen in diesem Stadtviertel nur Brautmodeläden, Bars und Klimbimgeschäfte. Wir entscheiden uns wieder zum Auto zurückzukehren.
Da spricht uns kurz vorher ein junger Mann auf Deutsch an. Wir plaudern ein wenig und fragen, wieso er so gut Deutsch spricht. Wir erfahren seine halbe Lebensgeschichte. Er redet über seine Jahre als Schwarzarbeiter und Asylbewerber mit falschen Papieren in Deutschland. Nach einem schweren Arbeitsunfall gab es enorme Probleme und er wurde in sein Heimatland abgeschoben. Jetzt hat er hier einen Job, verdient nicht viel, ist aber ganz glücklich wie es uns scheint. Wir reden lange und sind verwundert über so viel Offenheit.
Wir fragen ihn noch nach einem Supermarkt und wir werden hingeführt. Unterwegs zeigt er uns an einem großen Plattenbau, wo seine Wohnung liegt. Wir verabschieden uns, und er sagt: Kommt doch mal wieder nach Albanien.
Im Supermarkt bekommen wir alles was wir brauchen. Er ist für albanische Verhältnisse sehr teuer. Gegenüber in einer Bäckerei als wir ein Brot kaufen, werden wir für Amerikaner gehalten und man ist ganz erstaunt, dass sich Deutsche hierher verirren.

Vom Stadtzentrum aus führt uns unser Navi nicht auf die Hauptstraße zurück, sondern wir durchqueren auf äußerst löchriger Piste schmutzige Vororte und zerfallene Industriegebiete mit Eisenhüttenwerken.
Aus den Bergen heraus hinunter nach Elbasan begleitete die Straße eine Bahnlinie mit spektakulärer Streckenführung. Jedoch der Baumbewuchs auf den Gleisen zeigt, die Strecke ist seit längerem schon nicht mehr befahren. Jetzt nach den Industriegebieten scheint diese Strecke in Richtung Küste noch in Betrieb zu sein, obwohl die Bahnübergänge etwas anderes vermuten lassen. Als wir wieder auf der Hauptroute sind, kommen wir erstaunlich schnell voran und sind im nu an der Küste vor Durres. Dort treffen wir auf einem Campingplatz ein, der uns unterwegs mehrmals wärmstens empfohlen wurde.
Der Platz liegt direkt am Meer. Am Strand sind Schattendächer aus Schilfmatten für die Wohnmobile errichtet worden.

Ein langer Holzsteg verbindet den terrassierten Hang mit einer vorgelagerten Insel. Die Insel beherbergt einen kleinen Hafen und eine Strandbar. An Land ist oben am Hang ein Blockhaus mit Restaurant und Aussichtsterrasse. Das ganze Gelände ist dicht bepflanzt. Als wir ankommen ist der Platz fast leer. Wir können direkt am Wasser stehen.
Später bekommen wir noch nette Nachbarn aus Berlin, die berichten, dass sie vor vier Jahren schon einmal in Albanien waren und sagen, dass sich das Land sehr verändert hat, zum Besseren. Hier steht auch noch ein Wohnwagencamper aus Gotha, mit dem wir uns unterhalten. So gehen wir dann über den langen Steg auf die Insel und relaxen auf den blauen Sonnenliegen, so muß das Paradies sein!
Beim zurück laufen begegnen wir den Berliner Kastenwagennachbarn. Eigentlich wollen wir zum Abendessen oben in das Blockhaus gehen, aber wir unterhalten uns bis weit in die Dunkelheit hinein mit den Berlinern, die als bekennende Griechenlandfans 5 Wochen unterwegs sind, fast nur über Reisen. Da können wir inzwischen auch einiges erzählen. Sie berichteten über eine Kapriole mit ihrem Garmin-Navi. Auf der Suche nach einem empfohlenen Autocamp wurden sie vorgestern über immer schmaler werdende Feld- und Wiesenwege auf das Rollfeld des Flughafens Mostar gelockt. Nach der großen Verwunderung über die überdimensionierte „Straßenbeleuchtung“ kam dann die Erleuchtung. Wir konnten herzlich darüber lachen.
Nun ist es doch schon sehr spät geworden. So stapfen wir in völliger Dunkelheit nach oben. Auf der Terrasse ist kein Mensch mehr, alles leer. Da kommt jemand auf uns zu und fragt: „Zum Essen?“ und schaut dabei sehr skeptisch. Aber dann fragt er: „Fisch oder Schwein?“ Wir entscheiden uns für Letzteres und bekommen frische Schweinesteaks mit Salat, Tomate, Brot und Weißwein.

Nach dem Essen sitzen wir noch lange im Schein der Windlichter direkt am Meer, so wie die wenigen anderen auf dem Platz auch. In der Dusche habe ich dann einen grünen Märchenprinzfrosch an der Wand kleben und ein großes grünes Heupferd. Auf dem Rückweg halte ich für einige Momente inne und schaue zu den Sternen. So schlafe ich auch später noch lange nicht ein und würde gerne noch bleiben.

© B. & F. S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses Jahr reisten wir, Birgit & Frank und unser Campingbus "Die blaue Zitrone“ 5289 km durch Albanien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Kroatien, Montenegro und Slowenien. Wir fuhren entlang der Adria- und Ägäisküste, waren am Olymp , an Shkodra- und Oridsee.
Details:
Aufbruch: 11.06.2017
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 07.07.2017
Reiseziele: Albanien
Kroatien
Montenegro
Griechenland
Bosnien und Herzegowina
Deutschland
Der Autor
 
B. & F. S. berichtet seit 14 Monaten auf umdiewelt.