Bulgarien-Reisebericht :Eigentlich wollten wir mal schnell ans Rote Meer....

Bulgarien

Zum 3. Mal am Schwarzen Meer

16.07.2011
Tagesziel: Sozopol Km 300
Wetter : sonnig, >30°

Um 10:30 stehen wir bei Svilengrad an der Grenze zu Bulgarien. Die Griechen haben uns bereits durchgewunken - und von uns werden erst mal €5 für eine 7-Tagesvignette kassiert. Aber ab da geht es ganz schnell, ein kurzer Blick in die Pässe, in die Autopapiere und 'einmal hinten rein' und schon sind wir über eine weitere Grenze. Wir fahren quer über Land, vorbei an endlosen Getreide- und Sonnenblumenfeldern, teils auf sehr schmalen, teils auf breiteren aber renovierungsbedürftigen und gelegentlich auch mal auf neu-geteerten Strassen. Also wieder mal das komplette Programm.
Bis Burgas wirkt das Land einsam, fast verlassen, aber hier am Meer, Banken von zu Hause bekannte Discounter, Bau-und Einkaufsmärkte und plötzlich auch 'viele Leute'. Wir wollen uns eigentlich noch Sozopol anschauen, sehen aber dann plötzlich im Wäldchen zwischen Meer und Strasse eine Ansammlung von Zelten, Wohnwagen und Womos - für uns war auch noch ein schönes schattiges Plätzchen frei, also muss Sozopol eben bis morgen, evtl. sogar übermorgen warten. Ist einfach schön hier.

SP: Strandwäldchen Nähe Sozopol

Ein ganz ruhiger Sonntag

17.07.2011
Tagesziel: Sozopol Km 25
Wetter : sonnig, >30°

Es ist Sonntag, jeder geht ans Meer, also gehen wir in die Stadt und schauen uns Sozopol an.
Ein kleines Städtchen mit einerseits ein paar griechischen und byzantinischen Ruinen,

sowie ein paar alten Holzhäusern in der Altstadt,

Anderseits einem regen Strandleben im neuen Teil,

wenn das Wasser nur nicht so voller Algen wäre,

dann könnte man ja richtig Lust zum Baden bekommen, aber so schauen wir uns das ganze lieber von aussen an, warten bis das Abendessen fertig ist

und fahren dann wieder zurück in unseren Strandwald.

SP: Strandwäldchen Nähe Sozopol

Weiter dem Schwarzen Meer entlang

18.07.2011
Tagesziel: Varna Km 160
Wetter : sonnig, >35°

Wir ziehen weiter, immer den gutbesuchten Stränden am Schwarzen Meer entlang. Die Wasserqualität hat sich noch nicht gebessert, so bleiben wir beim Sightseeing.
Unser längerer Stopp heute war in Nesebar, einem weiteren dieser alten Städtchen.
Hier findet man über 40 alte Kirchen aus der Zeit zwischen dem 6.Jh und dem 16. Jh, in den unterschiedlichsten Zuständen des Verfalls, von gut erhalten

bis zu Ruinen.

Daneben sehr gut erhaltene / renovierte alte Holzhäuser mit den für so einem Touristenort üblichen Geschäften - einfach alles vom Häkeldeckchen über T_Shirts bis zu Sonnenbrillen.

Wir fahren weiter, die Strasse entfernt sich etwas von der Küste um dann erst bei Varna wieder ans Meer zu stossen. Am südlichen End von Varna finden wir einen breiten Strand mit ausreichend Park - und Stellplatzmöglichkeiten. Wir beenden den Tag in der 'Red Rock' Strandbar, deren Live Musik uns später noch mit 'Country Road, West Virginia' in den Schlaf wiegt.

SP: Varna, südlicher Strand, Nähe Red Rock Strandbar

Wir nähern uns der Grenze zu Rumänien

19.07.2011
Tagesziel: Krapec Km 165
Wetter : sonnig, >35°

Den Morgen verbringen wir mit der Stadtbesichtigung von Varna, wobei die Suche nach einem Parkplatz heute nicht ganz so einfach war, es ist eben ein ganz normaler Werktag und die meisten Plätze sind mit Pendlern besetzt. Aber kaum sucht man(n) 20 Minuten, schon tut sich ein schattiges Plätzchen auf. Wir gehen am Archäologischen Museum vorbei - alte Steine haben wir mittlerweile genügend gesehen - und besichtigen als erstes die Himmelfahrts Kathedrale,

Im Innenraum Fotos / Videos zu machen kostet BGN 6. Am Ausgang wird man dann um eine Spende gebeten und zum Dank dafür mit (Weih?-)wasser bespritzt. Weiter ziehen wir quer durch die Stadt Richtung Süden bis zum Bahnhof

Dann im Bogen wieder Richtung Norden zuerst zu einer römischen Ausgrabung, dann zu den Resten einer römischen Therme aus dem 2. Jh.

Weiter quer durch dir FuZo, vorbei am Theater und zurück zum Auto.
Als nächstes wollten wir uns eigentlich Albena anschauen, aber ähnlich wie in einem Zoo wird hier für die Besichtigung der Touristen und Ihrer Gehege (Hotels) eine Eintrittsgebühr von BGN 5 verlangt. Ja, da ist eine Schranke und wer nicht zahlt, der kommt nicht in den Ort- auch gut, bleiben wir halt draußen und fahren weiter zum Kap Kaliakra E=BGN 3 pP. Dort sehen wir zwar keine der seltenen Mittelmeer-Robben, dafür entdecken wir in der Nähe einen abgelegenen Strand der zumindest heute nicht überlaufen ist und sich auch gut als WoMo SP eignen würde.

Tipp:Etwa 2km vor der Zahlstelle für Kap Kaliakra nach links auf eine schmale Teerstrasse abbiegen, und dieser einfach erst Richtung N, dann bergab Richtung O bis zum Meer folgen. Die P / SP sind eigentlich nicht zum übersehen.
Da wir morgen so früh wie möglich über die Grenze nach Rumänien wollen, fahren wir noch ca. 30km weiter, werden noch durch eine Polizeikontrolle gewunken und finden einen SP am Beach von Krapec.

SP: Krapec beach

Die letzten Minuten in Bulgarien

20.07.2011
Tagesziel: Rumänien Km 20
Wetter : sonnig, >35°

Nach dem Frühstück fahren wir noch 20 km bis zur Grenze, legen unser letztes bulgarisches Geld in Diesel (2,52 BGN/L) an und verlassen dann dieses Land unkontrolliert Richtung Rumänien.

Zusammenfassung Bulgarien:

Wir waren 4 Tage hier und haben dabei über 600km im Wesentlichen entlang der Küste des Schwarzen Meeres zurückgelegt. Wir haben uns hier sehr wohl und sicher gefühlt. Freies Stehen scheint hier kein Problem zu sein, die Plätze die wir fanden waren kaum vermüllt. Von der Polizei wurden wir sehr freundlich behandelt. Der einzige Vorfall, der uns zu denken gab - und der uns im Strassenverkehr zu grösster Vorsicht mahnt war, als wir zuschauen konnten wie ein Fahrzeug mittels Kranwagen abtransportiert wurde. Der Polizist erklärte uns in bestem Englisch, der Wagen steht nicht ordentlich in seiner Parkbucht, nach hinten steht er 2 m raus - und vorne verschwendet er deswegen 2 m Platz. Die Gebühren für die Aktion: BGN 50 für den Transport und BGN 2 pro Stunde für die 'Lagerung'.
Wir können uns trotzdem gut vorstellen diesen Teil des Landes sowie das bisher noch nicht gesehenen 'Rosental' nochmals zu bereisen, aber dann früher im Jahr, wenn der Algenbefall im Meer hoffentlich geringer ist.

========== Ende Kapitel 8 Bulgarien ==========

© Anja & Wolfgang, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser originaler Plan war: In 4 Monaten mit dem WoMo entlang der Mittelmeerküste (Kroatien, Montenegro, Albanien), durch Griechenland, die Türkei und Syrien nach Jordanien ans Tote und ans Rote Meer. --- Aber bedingt durch die Entwicklung in Syrien wird dies wohl für diesmal ein Traum bleiben. Wir haben gezwungenermassen umgeplant und werden eben viel mehr Zeit im Osten der Türkei verbracht. Letztendlich ist nun eine 2-monatige Türkei-Reise daraus geworden.
Details:
Aufbruch: 05.04.2011
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 05.08.2011
Reiseziele: Kroatien
Italien
Bosnien und Herzegowina
Montenegro
Albanien
Mazedonien
Griechenland
Türkei
Bulgarien
Rumänien
Ungarn
Österreich
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt. Anja & über sich:
Weltreisende aus Leidenschaft