Kroatien-Reisebericht :Mit Kind und Kegel in den Süden

Kroatien: Sibenik, 24.4. - 28.4

Aufbruch

Und dann ging es doch endlich los, nach den endlos langen Tagen des Wartens. Donnerstag ein Anruf der Werkstatt, das Auto ist fertig. Freitag Vormittag hat Markus dann das Wohnmobil abgeholt, und wir haben mit den letzten Vorbereitungen begonnen. Das Wetter war nicht sonderlich einladend, weshalb wir uns dann doch keinen Stress gemacht haben und erst Sonntag frühmorgens auf die Autobahn Richtung Süden sind, mit dem Ziel Šibenik. Der ursprüngliche Plan war, schon ein wenig früher stehenzubleiben, aber weil wir doch 2 Wochen Verspätung haben, wollten wir gleich ein Stück weiter in den Süden. Und was soll man sagen, besser wurde das Wetter nicht im Süden. Die Anzeigen an der Autobahn hatten nur noch zwischen 5 und 7 Grad zwischen Zagreb und Gospić, und uns schwante schon Fürchterliches. Aber Georg hat sich davon überhaupt nicht beeindrucken lassen und war die ganze Zeit mit schauen und dann wieder mit schlafen beschäftigt. So war die Fahrt eigentlich grossteils problemlos, und dass das bei einer Durchschnitts­geschwindigkeit des alten Herrn von 80 km/h und mehreren Zwischenstopps eine längere Fahrt sein wird, war uns auch bald klar.

Einladend ist anders

Einladend ist anders

Das tut der Vorfreude aber keinen Abbruch

Das tut der Vorfreude aber keinen Abbruch

Erschöpfung macht sich breit

Erschöpfung macht sich breit

Meer

Als uns dann der Wind vom Velebitgebirge Richtung Zadar und Meer herunter geblasen hat, wurde das Wetter auch ein bisschen besser, zumindest wurden die Temperaturen zweistellig. Um 4 am Nachmittag kamen wir im Solaris Camp ein paar Kilometer südlich von Šibenik an und haben uns gemütlich ein paar Meter vom Meer entfernt eingeparkt. Die erste Nacht im Wohnmobil stand uns bevor, wir haben das ja vorher nicht ausprobiert, Georg hat seinen neuen Schlafplatz im Alkoven aber sofort akzeptiert. Hat sich richtig gefreut dort oben übernachten zu dürfen. Und ausserdem ist das Camp, inklusive der Hotels daneben, jetzt in der Vorsaison noch eine ziemliche Baustelle. Und wenns Bagger und Lastwagen gibt ist für Georg sowieso alles andere nebensächlich. Und ausserdem gibt es Kinderspielplätze mit Rutschen und Schaukeln, jede Menge Steine, die man an die unmöglichsten Stellen tragen kann, und alle paar Minuten ein Auto, das über den Platz fährt. Ein Paradis für den Nachwuchs.

Erster Blick aufs Meer...

Erster Blick aufs Meer...

Zweiter Blick auf den Bagger

Zweiter Blick auf den Bagger

Beim Frühstück nach der ersten Nacht waren wir dankbar für den Heizstrahler im Gepäck.

Beim Frühstück nach der ersten Nacht waren wir dankbar für den Heizstrahler im Gepäck.

Wenn es draussen kalt und nass ist, muss man sich drinnen beschäftigen. Mit Buchlesen zum Beispiel.

Wenn es draussen kalt und nass ist, muss man sich drinnen beschäftigen. Mit Buchlesen zum Beispiel.

Oder Münzen sortieren.

Oder Münzen sortieren.

Oder nach Autos und Bagger Ausschau halten

Oder nach Autos und Bagger Ausschau halten

Schlechtwetter

Leider wurde das Wetter dann wieder schlechter, es hat in der Nacht und am nächsten Vormittag ziemlich geregnet. Also Schlechtwetterprogramm wie in Österreich: Therme. Nur sind die Pools hier mit beheiztem Meerwasser befüllt. Gleich ein paar Minuten vom Campingplatz entfernt war ein Spa+Wellness Bereich des Solaris Hotels Ivan, und um ein paar Euros kann man da auch so rein. Und für einen verregneten ersten Urlaubstag war das genau das Richtige.

Wasser ist sein Element, auch wenns nur Pfützen sind

Wasser ist sein Element, auch wenns nur Pfützen sind

Zuerst Schwimmen...

Zuerst Schwimmen...

dann Stärkung

dann Stärkung

Šibenik

Am zweiten Tag kam dann aber endlich die Sonne raus, und wir sind mit dem Bus nach Šibenik, um uns die Stadt ein wenig anzusehen. Georg lernt im Moment Worte, und an dem Tag war dann auch „Autobus“ dran. Die Stadt selbst ist sehr schön und hat uns gut gefallen. Es gibt jetzt im April noch keinen Massenansturm und wir konnten sehr entspannt durch die Altstadt flanieren. Allerdings wurde das für Markus dann doch ein wenig anstrengend, weil er Georg in der Rückentrage hatte und einige Stufen zu gehen waren.
Da kam dann die Pause in einer schön angelegten Gartenanlage eines mittelalterlichen Klosters gerade recht. Georg konnte herumlaufen, wir unsere Beine hochlagern und Capuccino und ein Glas Grašević dazu schlürfen.
Nicht weit von diesem Garten kommt man dann zur Burg. Das ist allerdings eine ziemliche Abzocke, man zahlt 50 Kuna pro Person Eintritt, nur um dann einen einzigen modernen Veranstaltungsraum in alten Gemäuern vorzufinden. Die Aussicht auf die Inseln vor der Stadt ist schön, aber dafür ist der Preis echt gesalzen.

Hauptplatz von Šibenik

Hauptplatz von Šibenik

Aussicht von der Burg...

Aussicht von der Burg...

... in Richtung Altstadt...

... in Richtung Altstadt...

... und Hafen.

... und Hafen.

Klostergarten

Klostergarten

mit Springbrunnen inklusive Goldfischen.

mit Springbrunnen inklusive Goldfischen.

Solaris

Kurzer Radausflug in den Nebenort und zur Marina, plötzlich sagt Georg „Boote“ und deutet auf die Segelboote am Steg. Bewusst haben wir ihm das nicht gelernt, es ist schon erstaunlich wie diese kleinen Gehirne diese ganzen Informationen aufsaugen. Wir sind dann am Nachmittag noch in die andere Richtung durch den Solaris Komplex geradelt, was ein ziemliches Aha-Erlebnis war. Da wird gebaut als spiele Geld keine Rolle (vielleicht tut es das auch gar nicht...). Das Resultat ist eine riesige perfekte Urlaubswelt mit Rundumangebot von Aquapark, Minigolf über Piratenausflug bis zum Loony Club für die Kleinen. Will man sich für eine Woche einfach vollversorgen lassen, dann ist das hier eine Topadresse.

"Boot" und "Wasser" sind Georgs neue Lieblingswörter.

"Boot" und "Wasser" sind Georgs neue Lieblingswörter.

Radausflug in die angrenzenden Solaris Hotelanlagen

Radausflug in die angrenzenden Solaris Hotelanlagen

In den Kanonen ist auch Platz für Steine.

In den Kanonen ist auch Platz für Steine.

Noch ein Piratenschiff.

Noch ein Piratenschiff.

Wohlverdiente Kaffeepause am Nachmittag

Wohlverdiente Kaffeepause am Nachmittag

Erst mit Mama Schaukeln...

Erst mit Mama Schaukeln...

... dann mit Papa Steine ins Meer werfen.

... dann mit Papa Steine ins Meer werfen.

© Julia und Markus, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vier Monate Zeit, ein altes Wohnmobil unter dem Hintern, Nachwuchs eingepackt, und nur einen ungefähren Plan. In den Süden ans Meer soll es gehen, Montenegro, Albanien, Griechenland, vielleicht Türkei. Mal sehen wo es uns dann wirklich hintreibt. Hier zum Mitlesen.
Details:
Aufbruch: 10.04.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 15.08.2016
Reiseziele: Kroatien
Montenegro
Albanien
Griechenland
Slowenien
Österreich
Der Autor
 
Julia und Markus berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Julia und über sich:
Geboren in Wien und Neumarkt, aufgewachsen im Mühlviertel und der Oststeiermark, haben wir uns in Graz, als goldener Mitte sozusagen, auch wenns geographisch nicht ganz stimmt, getroffen. Eine wunderbare Stadt übrigens, und nach einigen Jahren in der Ferne sind wir wieder hierher zurückgekehrt. Es zieht uns aber trotzdem immer wieder raus, neuerdings sogar mit Anhang.