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Der Mezzogiorno, wie die südlichsten Regionen der Apenninhalbinsel auch genannt wird, gehört zu den ältesten Kulturlandschaften der Welt. In der Magna Graecia blühte eine hochentwickelte Zivilisation. Um so trauriger stimmt die tiefe Kluft, die sich im heutigen Italien aufgetan hat.
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Trulli? Die Entstehung der Häuschen geht auf die Zeit eines Grafen Gian Girolamo II. zurück; er wollte sich Steuern ersparen - welche berechnet auf der Basis gemauerter Siedlungen - an seinen Lehnsherren in Neapel zu entrichten gewesen wären. So befahl er, dass das Landvolk nur noch in mörtellos aufgeschichteten Rundhütten wohnen durften. Und wenn sich eine königliche Visite anbahnte, waren diese sehr schnell in harmlose Steinhaufen "umgebaut".
Bis ins frühe 20. JH. interessierte sich niemand sonderlich für diese skurrilen Bauten. Erst als ihnen 1930 König Vittorio Emmanuele III. anlässlich einer Levante-Ausstellung in Bari einen Besuch abstattete, nahm das offizielle Italien Kenntnis von dieser Bauweise.
2007 Puglia - Alberobello; die Trulli mit ihren geheimnisvollen Zeichen auf den Dächern
Oder könnte es auch so gewesen sein? Die Bauern bedienten sich des seit der Antike im ganzen Mittelmeerraum verbreiteten Typs einfacher Rundbauten aus aufgeschichteten Steinplatten, die oben zu einem sogenannten unechten Gewölbe zusammengeschoben wurden. Bei grösserem Platzbedarf wurden schlicht mehrere Häuschen miteinander verbunden - wodurch auch die charakteristischen Strassenzüge Alberobellos entstanden.
Legenden über die Entstehung der Häuschen jedoch gibt es zahlreiche!
2007 Puglia - Alberobello; selbst die Kirche ist im Trulli-Stil gebaut
2007 Puglia - Alberobello; im Innern der Kirche
2007 Puglia - Alberobello; die Touristenattraktion - liebevoll gepflegt!
2007 Puglia - Brindisi; das Ende der Via Appia; die 2. Säule befindet sich in Lecce
Ob als römisches Brundisium oder italienisch Brindisi - für die meisten Leute ist die Stadt ein Durchgangsort und zudem der grösste Fährhafen nach Griechenland. Um dem mächtigen Tarent "Überseegeschäfte" wegzuschnappen, bauten die Römer 190 v.Chr. "ihre Schnellstrasse" bis zum naturgeschützten Hafen in Brindisi.
Zur Zeit der Kreuzzüge schifften sich hier Tausende von Rittern im Hafen ein und viele sahen zum letzten Mal in ihrem Leben das Abendland.
Dann verarmte die Stadt zusehends, der hafen verfiel in Bedeutungslosigkeit. Es dauerte fast 800 Jahre bis zur Eröffnung des Suez-Kanals, bis der Hafen wieder als Durchgangsstation diente. Die Europäer gingen in Brindisi wieder an Bord der internationalen Schiffe.
Zudem war Brindisi in der Zeit von 1943/44 provisorische Hautpstadt Italiens.
2007 Puglia - Brindisi; der Glockenturm des Domes
2007 Puglia - Brindisi; der Dom
2007 Puglia - Brindisi; ein heftiges Gewitter hat die Strassen leergefegt
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