Italien-Reisebericht :Apuliens Norden: die Capitana

Das große Loch von Pulo

Etwas außerhalb der Stadt Molfetta liegt die steinzeitliche Siedlung Pulo di Molfetta. Es ist schon fast 18 Uhr und die beiden jungen Frauen, die hier Dienst tun, wollen den Zugang zum Gelände gerade abschließen. Wir können sie doch noch zu einer letzten Führung überreden. Bei dem Pulo handelt es sich im Prinzip um eine große Grube, an deren Steilhängen bereits in der Jungsteinzeit Menschen siedelten. Im Pulo hat sich eine beeindruckende Naturwelt mit speziellem Pflanzenwuchs und geschützten Tierarten erhalten. Ein Falkenpaar kreist während unseres gesamten Spaziergangs beobachtend über unseren Köpfen. Es finden sich auch noch die Überreste einer einst von den Bourbonen gebauten Schießpulverfabrik und oberhalb des Pulo erhebt sich ein altes Kapuzinerkloster.

Pulo di Molfetta: Blick von oben

Pulo di Molfetta: Blick von oben

Für die Nacht suchen wir in den Olivenhainen einen Stellplatz. Als wir an einem aufgelassenen Haus halten, macht Wolfi einen kleinen Rundgang und springt dann zurück ins Auto. Alles gute Zureden hilft nichts: Er weigert sich, hier auszusteigen! Wenn Wolfi diesen Platz so vehement ablehnt, dann will ich auch nicht hier bleiben. Darüber murrend, dass jetzt wohl Wolfi unsere Lagerplätze bestimmt, macht sich Hellmut auf die Suche nach einer besseren Bleibe für die Nacht. Und schon bald werden wir fündig...

Bei Pulo di Molfetta: Trullo

Bei Pulo di Molfetta: Trullo

© Angelika Gutsche, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf dieser Entdeckungsreise durch Nordapulien, das auch die Bezeichnung Capitana trägt, besuchen wir zunächst nördlich von Bari an der Küste gelegene geschichtsträchtige Orte. Anschließend lassen wir den touristisch bestens erschlossenen Gargano außen vor, um stattdessen in der großen Ebene mit dem Namen Tavoliere sowohl auf den Spuren der alten Römer als auch der mittelalterlichen Staufer zu wandeln. Zur Abkühlung geht es in die Daunischen Berge, einem Ausläufer des Apennins.
Details:
Aufbruch: 10.06.2011
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 26.06.2011
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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