Venedig - Italien - 2017

Reisezeit: November 2017  |  von Uschi Agboka

1. Tag - Anreise

Haltestelle Ferrovia

Haltestelle Ferrovia

Vini da Gigio

Vini da Gigio

Vigi da Gigio - Jakobsmuscheln

Vigi da Gigio - Jakobsmuscheln

Vini da Gigio - Sarde in Saor

Vini da Gigio - Sarde in Saor

Vini da Gigio - Filetto di Rombo

Vini da Gigio - Filetto di Rombo

Vini da Gigio - Tagliatelle mit Pesto und Coda di Rospo

Vini da Gigio - Tagliatelle mit Pesto und Coda di Rospo

1. Tag - 1. November 2017 - Anreise

Mittwoch, 1. November 2017 1. Tag Anreise

Gegen 11 Uhr starten wir von Zuhause. Ich will um 13 Uhr am Flughafen in München sein, um dort zum Friseur zu gehen. Wir sind schon um 12.30 Uhr am Flughafen und so gebe ich als erstes meinen Koffer auf. Herrlich, niemand vor mir. Das Lufthansa-Personal ist wie immer sehr freundlich und hilfsbereit. Dann mache ich mich auf die Suche nach dem Friseur Bel Air. Zwar bin ich zu früh, aber die nette Laura nimmt mich sofort dran und so mache ich mich gegen 13.30 Uhr auf zum Sicherheitscheck. Da sind riesige Schlangen. Also anstellen und warten. Info-Tafeln informieren über neue Vorschriften. Man muss sämtlichen Schmuck, auch Ohrringe, ausziehen. Zusammen mit Jacke, Tasche, Pass, Bordkarte kommt alles in eine Kiste. Dann geht es durch den Ganzkörper-Scanner. Wie immer werde ich nochmals von einer Beamtin abgetastet. Ich bin das von den vielen USA-Reisen gewohnt. Betonen möchte ich, dass das gesamte Sicherheitspersonal, Frauen und Männer, sehr freundlich und hilfsbereit ist. Sie kontrollieren auch alles sehr gewissenhaft. An manch anderen Flughäfen ist das nicht so.

14.10 Uhr sitze ich am Gate und warte auf Anneken, die aus Düsseldorf kommt. Gerade will ich sie anrufen, da steht sie schon vor mir. Sie hat eine Himmelfahrt auf dem Flughafen hinter sich.

Wir können pünktlich in den Bus steigen, der uns zum Flugzeug bringen soll. Plötzlich fährt der Bus zurück, hält wieder am Gate. Es ist furchtbar heiß in dem Bus und einige Passagiere machen ihrem Unmut Luft und klopfen und schimpfen. Gott sei Dank werden die Türen geöffnet, man hatte das Gefühl, man erstickt. Wir müssen wieder aussteigen. Angeblich gibt es einen technischen Defekt am Flugzeug. Eine Lüge, denn Anneken entnimmt einer Unterhaltung des Lufthansa-Personals, dass man auf eine rumänische Familie warten will. Eine Zumutung ist das schon. Wir kommen fast eine Stunde zu spät in Venedig an, wo uns ein Beauftragter des Hotels abholt. Er bringt unsere Koffer zum Auto und wir fahren nach Venedig bis auf das Gelände am Bahnhof. Ein Tor versperrt den Eingang, der Fahrer schellt und redet ein paar Worte, dann können wir weiterfahren. Im Bahnhof steigen wir aus und der Fahrer schnappt sich unsere Koffer und marschiert voraus, Anneken und ich hinterher. Wir können kaum folgen, so schnell läuft er. Er bringt uns in wenigen Minuten bis ins Hotel, wo uns Raffaele in Empfang nimmt. Pässe abgeben, Schlüssel in Empfang nehmen, Nr. 316 und Nr. 318, und dann hinauf in unsere Zimmer. Ein Angestellter des Hotels transportiert Gott sei Dank unsere Koffer hinauf.

Wir verziehen uns auf unsere Zimmer, wobei Anneken mir das größere Zimmer mit Couch überlässt, damit ich meinen großen Koffer dort ablegen kann. Auspacken und etwas ausruhen, das muss sein.

Kurz vor 19 Uhr klopfe ich bei Anneken und wir machen uns auf zur Vaporetto-Station. Dort kaufen wir erst einmal ein Ticket für 7 Tage (Kosten 60 Euro), ehe wir zur Anlegestelle laufen, wo die Linie Nr. 1 ablegt. In den letzten Jahren hat man viel getan. Es sind neue Anlegestellen geschaffen worden (man muss nun etwas weiter laufen vom Hotel aus) und die Vaporetti fahren häufiger. Man hat dem Anstieg der Touristen Rechnung getragen.

Wasserbusse (vaporetti) wurden ab 1881 gegen den Widerstand der Gondolieri eingeführt, die den Canal Grande mit einer Kette blockierten, und die nochmals 1887 protestierten. Für ihren Betrieb ist die städtische Verkehrsgesellschaft ACTV (Azienda Consorzio Trasporti Veneziano) verantwortlich. Diese Schiffe haben einen sehr flachen Rumpf, was ihren Tiefgang mindert. So sollten die Hausfassaden geschont werden, gegen die die Wellen mit enormen Kräften schwappen. Dies ist einer der Gründe, warum in Venedig strenge Höchstgeschwindigkeiten gelten und kein Vaporetto im Canal Grande wenden darf. Die Vaporetti fahren in einem dichten Liniennetz auch die Nachbarinseln und das Festland an.

Wir fahren von Ferrovia bis Ca d’Oro, von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Restaurant Vini da Gigio, welches ich seit vielen Jahren kenne und wo wir auch 2013 sehr gut am ersten Abend gegessen haben. Tisch hatte ich schon von Zuhause aus reservieren lassen.

Wir sind beide entsetzt, wie viele Verkaufsbuden auf der Straße stehen, eine neben der anderen. Die schönen Palazzi sind kaum mehr zu erkennen.

Eine ältere Dame und ein jüngerer Kellner sind im Service tätig. Beide nicht besonders freundlich und man hat kein Interesse daran, uns auf Besonderheiten hinzuweisen. Anneken und ich sind müde und haben daher auch keine Lust auf lange Fragereien.

So studieren wir die Speisekarte und entscheiden uns für Sarde in Saor und Nudeln mit Pesto und Coda di Rospo (Seeteufel/Lotte) – Anneken - und Jakobsmuscheln und Filetto di Rombo (Steinbutt) – Uschi -, dazu ½ l Weißwein und 1 Liter Wasser.

Sarde in Saor – Das Rezept stammt von den Fischern, die gezwungen waren, Essen für längere Zeit an Bord genießbar zu erhalten. Die Sauce, Essig, Öl und Zwiebeln, wird gekocht und über die gebratenen Sardinen gegossen. Später fügte man noch Rosinen (um die Verdauung zu fördern) hinzu und auch Pinienkerne finden sich heute in diesem Gericht. Das Ganze kommt in irdenes Geschirr, muss mindestens 1 Tag ziehen, ehe man die Sardinen verspeist.

Es ist alles lecker, aber nicht mehr von der Qualität, die wir gewohnt sind. Viel zu viel Pesto, kaum Coda di Rospo und dazu Mini-Portionen. Die Preise sind extrem gestiegen, kein gutes Preis- Leistungsverhältnis. Ich würde das Restaurant daher nicht mehr empfehlen.

Wir machen uns auf den Heimweg, wieder mit dem Vaporetto von Ca d’Oro nach Ferrovia und von dort einige Schritte zum Hotel. Um 22.30 Uhr liegen wir Bett. Wir sind beide sehr müde.

Anneken hat mir aus Litauen eine Hexe für meine Hexenwand mitgebracht, worüber ich mich sehr gefreut habe. Schnell ein Bild machen, damit ich sie zeigen kann.

Mein Geschenk an Anneken ist ein Luchs, angefertigt von einem unserer Glas-Künstler aus Spiegelau. So wächst Annekens Sammlung langsam aber stetig.

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Canal Grande

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© Uschi Agboka, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reise zu den Venedig-Inseln.
Details:
Aufbruch: 01.11.2017
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 06.11.2017
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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