Italien-Reisebericht : L'autentica Sardegna - Tour durch das eher unbekannte Sardinien

2017 - Italien - Tour durch das eher unbekannte Sardinien - L'autentica Sardegna

Teil 1 - Anreise 31.08. bis 06.09.2017
Teil 2 - Sorgono 7. 15.09.2017
Teil 3 - Arbus 16. bis 21.09.2017
Teil 4 - Villamassargia - 22.09. bis 2.10.2017
Teil 5 - Heimreise 3. bis 5.10.2017

Osten-Westen-Süden-Norden + das Landesinnere

Sardinien - Osten - Westen - Süden - Norden - Das Landesinnere

Sardinien

Nach Sardinien kommen heißt, ein reiches kulturelles Erbe zu entdecken. Nirgends in der Alten Welt findet man so viele und so spannende archäologische Stätten wie auf dieser Insel.

Felskammergräber, Dolmen, Altarberge, Brunnenheiligtümer, Nuraghen, Gigantengräber, Tempel, Kirchen und Kastelle aus prähistorischer, punisch-römischer, frühchristlicher, romanischer und aragonesischer Zeit bezeugen die Vielfalt des künstlerischen und architektonischen Schaffens auf der Insel.

Der Norden

Grauer Granit, knorrige Korkeichen prägen den Charakter der Gallura, die fast den gesamten Nordteil der Insel umfasst. Und natürlich die wunderbare, wild zerlappte Küste, umspült von kristallklarem, von Smaragdgrün bis Azurblau schimmerndem Meer, mit zahllosen Traumbuchten und Bilderbuchstränden. Ein einmaliges Naturjuwel ist das als Nationalpark geschützte Inselreich des Maddalena-Archipels.

Ganz anders als die vielbesuchten Badeküsten zeigt sich das Innere der Gallura mit seinen dichten Korkeichenwäldern und schroffen Granitfelsen rings um das Gebirgsmassiv des wasserreichen Monte Limbara. Schön ist die aus Granit gebaut quellenreiche Bergstadt Tempio Pausania am Fuße des Monte Libara. Und ein weiteres Juwel ist Alghero, die „schöne Spanierin“ genannt – eine Perle katalanischer Architektur.

Der Westen

Die Westküste bietet etwas, was alle anderen Küsten Sardiniens nicht haben, nämlich allabendlich die glutrote Sonne im Meer versinken zu sehen.

Der offenen See zugewandt, ist die Westküste rauer, die Wellen sind höher. Die Strände sind wunderschön. Zahlreiche Küstenabschnitte stehen wegen ihrer einzigartigen Schönheit unter Naturschutz. Der Westen ist auch weniger besucht.

Bosa ist ganz anders als das benachbarte Alghero, beschaulicher, sardischer – wie alle Städte und Dörfer im Westen, die noch kaum oder gar nicht touristisch geprägt, sondern authentisch sardisch geblieben sind.

Der Süden

Afrika ist nah an der Südküste Sardiniens. Klimatischer Hotspot der Insel sind die grandiosen Strände am Torre di Chia an der Costa del Sud. Kultureller und wirtschaftlicher Hotspot ist die Hauptstadt Cagliari.

Unsardisch zeigen sich die der Südwestküste vorgelagerten Inseln Sant’Antioco und San Pietro. Hier prägt die Kultur der ligurischen Fischer, die sie einst besiedelten, das Flair und die Küche.

Die abgelegene, einzigartige Costa Verde mit ihren über 30 m hohen Sanddünen und den breiten, goldgelben Sandstränden wird die Sahara Sardiniens genannt. Es ist das wohl unberührteste Stück von Sardiniens Küste und eines der wertvollsten Naturreservate Italiens.

Der Osten

Hier findet man ein Badeparadies von karibischer Schönheit. Die gesamte Küste südlich von Olbia bis nach Orosei säumen Puderzuckerstrände ohne Ende, umspült vom azurblauen Meer und gesäumt von zauberhaften Pinetas, sattgrünen lichten Pinienwäldchen.

Ein Mekka für Climber, Trekker und andere Outdoor-Aktivisten ist der kleine Küstenort Cala Gonone nahe Orgali. Von hier aus starten auch die Boote zu den Höhlen und atemberaubend schönen Strandbuchten im Nationalpark Golfo di Orosei. Die grandiose Steilküste ist einer der absoluten Höhepunkte, die Sardiniens vielfältige Natur zu bieten hat.

Das Landesinnere

„Verbranntes Herz Sardiniens“ nannte der sardische Schriftsteller Sebastiano Satta das wilde, unwegsame Bergland, das sich im Innern Sardiniens erhebt.

Barbagia – Barbarenland nannten die Römer das Bergland im Herzen Sardiniens. Es umringt wie ein Kranz das zentrale Gennargentu-Gebirge mit der 1.834 m Punta la Marmora als höchstem Inselgipfel.

Wer das wahre Sardinien und den Charakter und die Kultur der Sarden entdecken will, der muss die Küsten verlassen und hineinfahren in die Berge der Barbagia und das Gennargentu-Massiv.
Dorthin haben sich die Sarden vor den fremden Eindringlingen zurückgezogen, die die Küsten beherrschten, jedoch nie die Berge. Auch heute noch, auf den asphaltierten, aber unendlich kurvenreichen Straßen ist es ein zeitraubendes Unterfangen, in das Landesinnere zu gelangen.

Die Barbagia Mandrolisai westlich des Gennargentu ist eine wild zerklüftete Landschaft mit Felszacken und Schluchten, von Geröll und dichter Macchia übersät, mit Sorgono als Zentrum.

Die Barbagia Belvi mit Aritzo umfasst die waldreichen Südhänge des Gennargentu.

Südlich davon findet man die Barbagia Seulo mit steil aufragenden Kalksteinplateaus und Felstürmen (tonneri und tacchi).

Nördlich des Gennargentu dehnt sich die Granithochfläche der Barbagia Ollolai mit Mamoiada und dem berühmt-berüchtigten „Banditendorf“ Orgosolo aus.

Nuoro die Provinzhauptstadt klemmt wie ein struppiges Rabennest gegenüber zwischen den Bergen

Die Barbagia Seulo geht über in die Marmilla, die Kornkammer Sardiniens. Die Marmilla gehört zu den eigenartigsten Landschaften der ganzen Insel Die fantasieanregenden erloschenen Vulkankegel gaben dieser eigentümlich magischen Landschaft ihren Namen. Die Region ist von den Giaren geprägt, Hochplateaus mit steil abfallenden Rändern, die wie riesige Tische in der Landschaft liegen. Auf den windzerzausten Hochebenen konnte sich eine urwüchsige Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Auch einige der letzten Herden von Wildpferden in Europa leben hier, die zierlichen cavallini della giara.

Zu Füßen des größten Tafelbergs, der Giara di Gesturi, liegt mit der Nuraghenfestung Su Nuraxi die eindrucksvollste und bedeutendste Hinterlassenschaft dieses rätselhaften Steinzeitvolkes auf ganz Sardinien. Die Trutzburg Su Nuraxi galt jahrhundertelang als uneinnehmbar. Erst den Puniern gelang es um 600 v. Chr. Su Nuraxi nach langer Belagerung zu erobern. Besiedelt war die Anlage bis ins 14. Jh. n. Chr.

© Uschi Agboka, 2018
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 31.08.2017
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 05.10.2017
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Uschi über sich:
Anonyme Eintragungen in meine Gästebücher werden von mir sofort gelöscht. Menschen, die beleidigen, unqualifizierte Äußerungen von sich geben und dabei nicht den Mut haben, mit ihrem Namen gerade zu stehen, haben bei mir nichts zu suchen.

Die Menschen in ihrer wirklichen Welt erleben, abseits der normalen Touristenwege, das ist unser Motto.

Meine schönste Beschäftigung: mit meinem Lebensgefährten auf dem Motorrad die Welt abseits der Touristenpfade zu erkunden.
Da ich oft vom Motorrad aus fotografiere, sind die Bilder manchmal etwas krumm .

Es lohnt sich, die homepage meines Mannes anzusehen: www.harley-rolf.de. Dort gibt es Bilder und Diashows zu den einzelnen Reisen.

Hinter mir liegt ein interessantes und ungewöhnliches Leben, doch trotzdem bin ich neugierig, auf das, was vielleicht noch kommt.

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