Malta-Reisebericht :Malta im Winter: Barocke Kirchen, prähistorische Tempel und Klippenwanderungen

Der Osten Maltas

Unser Ziel ist Marsascala, das Hafenstädtchen am östlichen Ende Maltas. Vorbei an der Blauen Grotte, für deren Besichtigung wir uns keine Zeit nehmen, geht es entlang kleiner Landstraßen nach Zurieq. Am Ortsrand passieren wir die Zeltstadt afrikanischer Bootsflüchtlinge, auf Malta gestrandet. Ein Flüchtlingslager mit - wie es die "Ärzte ohne Grenzen" beschreiben - unhaltbaren Lebensbedingungen. Junge Männer lungern vor dem Lager herum, traurige Niedergeschlagenheit drückt sich in ihren Mienen aus. Häufig werden sie als Tagelöhner ausgebeutet, bevor ihnen die Abschiebung zurück in ihre Heimatländer droht. Malta war nicht ihr Wunschziel, zu weit ist noch der Weg nach Europa.

Marsascala selbst entpuppt sich als Enttäuschung. Hinter der noch vorhandenen alten Bausubstanz erhebt sich rund um den Hafen ein Schrecken in Beton. Nach einem Spaziergang und einem kurzen Aufenthalt in einem der Hafen-Cafés machen wir uns auf die Rückfahrt.

Marsascala - ein Schrecken in Beton

Marsascala - ein Schrecken in Beton

© Angelika Gutsche, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wer auf Historisches schwört, für den könnte Malta im Winter genau das Richtige sein. Wohl kaum sonst wo befinden sich so viele von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützte Bauwerke auf engstem Raum. Und wunderbare Naturerlebnisse kommen auch nicht zu kurz.
Details:
Aufbruch: 21.01.2011
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 16.02.2011
Reiseziele: Italien
Malta
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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