2011/12 - Spanien, Portugal

Reisezeit: November 2011 - Januar 2012  |  von Peter S.

Granada E 27./30.12.2011: Granada - Abendspaziergang

Die Nacht verdrängt den Tag in Granada...

Die Nacht verdrängt den Tag in Granada...

Hübsch beleuchtete Brunnen...

Hübsch beleuchtete Brunnen...

Festlich geschmückte Fussgängerzone (man beachte den super Marmorboden) ...

Festlich geschmückte Fussgängerzone (man beachte den super Marmorboden) ...

Die alte Stadtmauer...

Die alte Stadtmauer...

Der alte Stadtteil im Albaicín...

Der alte Stadtteil im Albaicín...

Das Lichtermeer der Stadt...

Das Lichtermeer der Stadt...

Und nochmals der Blick von der Kirche San Nicolás zur Alhambra...

Und nochmals der Blick von der Kirche San Nicolás zur Alhambra...

Die neue Moschee...

Die neue Moschee...

Flamenco...

ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Er gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück. Die musikalische Praxis besteht aus Gesang (cante), Instrumentalspiel (toque), insbesondere dem Spiel der Gitarre (guitarra flamenca) und Tanz (baile). Charakteristisch für die Musik des Flamenco sind seine metrischen Grundmuster (compás), sowie die häufige Verwendung modaler Wendungen in Melodik und Harmonik.
Die Entstehung des Flamenco ist mit der historischen, sozialen und kulturellen Entwicklung der südspanischen Region Andalusien eng verbunden. Die traditionelle Musikkultur Andalusiens und damit auch der Flamenco wurden überwiegend schriftlos, also oral tradiert. Der Mangel an Belegen für eine Existenz des Flamenco vor dem 19. Jahrhundert führte dazu, dass zahlreiche Theorien entstanden, die seine Ursprünge in weiter zurückliegenden Einflüssen verschiedener Kulturen suchen. Die meisten dieser Theorien sind jedoch nicht belegbar.

Die muslimische Eroberung der Insel fand rasch und ohne eine große Veränderung der Bevölkerungsstruktur statt, so dass die arabisch-islamische Kultur sich mit der vorhandenen lateinisch-frühchristlichen mischte. Es entstand daraus eine eigene Kultur, die sich von der des übrigen Dar al-Islam unterschied und sich stark an die klassische Tradition anlehnte.

Der andalusische Ursprung des Flamenco wird von einigen Flamencologen auf verschiedenen Ebenen vermutet. Auf der einen Seite finden sich in den Tonarten und Melodien des Flamenco musikalische Ähnlichkeiten mit der Musik des östlichen Mittelmeerraumes, die mit der musikalischen Reform Ziryabs ihren offiziellen Einzug in Andalusien hielt. Andererseits entstanden auf andalusischem Boden Gattungen der Poesie, die sich von den klassischen arabischen qasidas unterschieden. Der zéjel, die moaxaja und besonders die jarchas sind Strophenformen, die die älteste romanische Lyrik darstellen und in denen einige Arabisten Ähnlichkeiten mit manchen der coplas gefunden haben. Schließlich hat man arabische Etymologien für einige palos vorgeschlagen, wie für den fandango, die caña oder die siguiriya.

Die kastilische Eroberung des unteren Andalusien im 13. Jahrhundert bringt die Form der Romanze ins Tal des Guadalquivir. Eine Quelle für die im 19. Jahrhundert einsetzende Sammlung von Romanzen waren die Gitanos, die sich professionell dem Flamenco-Gesang widmeten. Sie gaben Versionen dieser Romanzen wieder und weiter, die aus der Zeit stammten, bevor ihre eigene Volksgruppe nach Spanien gekommen war.

Nach Ansicht der frühen Forschung wurden einzelne Strophen der Romanzen aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst, verändert und neu formuliert um in einfache, bekannte coplas verwandelt zu werden. Meist bediente man sich ihrer rhythmischen und metrischen Basis, um eine eigene Thematik darauf zu übertragen, wodurch schließlich eine eigene lyrische Untergattung entstand, die von Autoren wie Fernán Caballero, Demófilo und Schuchardt dokumentiert wurde.

Der 28. Dezember ist offenbar in Spanien ein Tag des "Ulks", deshalb sind die Tänzerinnen und Tänzer mit Perücken "verkleidet"...

Der 28. Dezember ist offenbar in Spanien ein Tag des "Ulks", deshalb sind die Tänzerinnen und Tänzer mit Perücken "verkleidet"...

...leidenschaftlich...

...leidenschaftlich...

...konzentriert...

...konzentriert...

...ausdrucksvoll...

...ausdrucksvoll...

...fröhlich...

...fröhlich...

...verführerisch...

...verführerisch...

...dynamisch...

...dynamisch...

...schwungvoll...

...schwungvoll...

Olé - die Vorführung fand in einer Flamenco-Schule statt... sensationell!

Olé - die Vorführung fand in einer Flamenco-Schule statt... sensationell!

© Peter S., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf den Spuren der Mauren - 2011! Leomobil ist wiederum bereit mit uns zu verreisen. Und wir freuen uns, bald wieder unterwegs zu sein...
Details:
Aufbruch: 20.11.2011
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 15.01.2012
Reiseziele: Frankreich
Andorra
Spanien
Portugal
Großbritannien
Der Autor
 
Peter S. berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.
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