Andalusien - Spanien - 2016 - Teil 1 und 2

Reisezeit: April - Juni 2016  |  von Uschi Agboka

Informationen Andalusien

Andalusien Informationen

Andalusien ist von den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens die südlichste, die auf dem Festland liegt. Andalusien grenzt im Norden an Kastilien-La Mancha und an die Extrremadura, im Osten an Murcia, im Süden an Mittelmeer und Atlantik sowie im Westen an Portugal. Die Hauptstadt Andalusiens ist Sevilla.

Mit rund 8,5 Millionen Einwohnern ist Andalusien die meistbevölkerte autonome Gemeinschaft Spaniens. Außerdem weist Andalusien die zweitgrößte Fläche unter den autonomen Gemeinschaften Spaniens auf. Andalusien ist größer als die Niederlande und fast so groß wie Portugal.

Küstensonne und ewiger Schnee liegen eine Auto-Stunde voneinander entfernt, steinreich und bitterarm oft nur ein paar Meter.

Andalusien ist in sich so gegensätzlich, wie eine Region nur sein kann.
Die Sierras der Provinz Almeria sind die trockenste Region Europas. Hier trifft man auf echte Wüstenlandschaften von sprödem, wildromantischem Reiz. Nur im Frühjahr überziehen große bunte Blumenteppiche den in die-ser Gegend sonst stets völlig ausgedörrten Boden.

Einen starken Gegensatz stellt die Sierra de Grazalema dar. Sie weist den alljährlich höchsten Niederschlag in ganz Spanien auf.

Die bedeutendsten Naturräume Andalusiens sind die südliche Abdachung der Sierra Morena, das Becken des Guadalquivir und betische Kordillere, zu der die Sierra Nevada gehört. Der Campo de Gibraltar, mit dem Felsen von Gibraltar bildet den südlichsten Teil des europäischen Festlandes. Bei Taifa, der südlichsten Stadt, liegen Europa und Afrika nur 14 Kilometer voneinander entfernt, getrennt durch die Straße von Gibraltar.

Bekannt ist Andalusien auch durch die Musik, den Flamenco. Andalusien war in der Vergangenheit oft umkämpft. Es kam daher zu vielfältigen kulturellen Einflüssen, wie zum Beispiel durch die Araber oder die Römer.

Andalusien ist in acht Provinzen unterteilt, in denen 691 Gemeinden existieren: Almeria, Cadiz, Cordoba, Granada, Huelva, Jaen, Malaga und Sevilla.

Neben den gleichnamigen Provinzhauptstädten zählen Jerez de la Frontera und Rondazu den bekanntesten Städten der Region.

Am dichtesten besiedelt sind das Tal des Guadalquivir und der Küstenstreifen südlich der Sierra Nevada.

Die zu Beginn des 8. Jahrhunderts einfallenden Mauren benutzten die Bezeichnung Al-Andalus. Daraus ging der Name Andalusien (Spanisch Andalucia) hervor.

Zu seiner Herkunft gibt es verschiedene Deutungen. Sicher ist nur, dass der Name Al-Andalus als Bezeichnung für den gesamten maurischen Herrschaftsbereich auf der iberischen Halbinsel erstmals 715/717 auf einer bilingualen Münze auftauchte.

Im westlichen Teil Andalusien existierte in der ersten Hälfte des ersten vorchristlichen Jahrtausends das antike Königreich Tartesso. Seit etwa 1.100 v. Chr. segelten die Phönizier bis zur andalusischen Küste; sie gründeten dort in der Folge Handelsniederlassungen und Siedlungen Bis zum Ausbruch des ersten punischen Krieges 264 v. Chr. eroberte Karthago nach und nach ganz Andalusien, verlor aber, nach Ausbruch des Krieges, über die meisten Gebiete wieder die Kontrolle. Zwischen dem ersten und zweiten punischen Krieg brachte es dann auf Betreiben der Barkiden ganz Andalusien erneut unter seine Kontrolle, bis es gegen Ende des zweiten punischen Krieges schließlich von den Römern erobert wurde.

Die Barkiden waren die Angehörigen einer vornehmen karthagischen Familie, die ihre Herkunft auf die Gründer der Stadt zurückführte. Sie dienten ihr in der Innenpolitik und als Militärs. Die Benennung stammt vom Beinamen des Hamilkar Barkas, mit dem sie in das Licht der Geschichte tritt, und erstreckt sich auch auf ihre Parteigänger. Neben dem Namensgeber ist der bekannteste Vertreter sein Sohn Hannibal.

Das heutige Andalusien gehörte zunächst zur Hispania ulterior, ist in seiner Fläche weitgehend deckungsgleich mit der durch Augustus eingerichteten römischen Provinz Baetica, benannt nach dem Großen Fluss Baetis, dem Araber später seinen bis heute bestehenden Namen Guadalquivir gaben. Rund 670 Kilometer misst der „Große Fluss“ der Mauren zwischen seiner Quelle in der Sierra de Cazorla und der Mündung in den Atlantik.

Zu Zeiten der römischen Herrschaft in Hispanien lernten die Andalusier schnell die lateinische Sprache und vertrugen sich recht gut mit den römischen Legionären. Die in Hispanien stationierten Truppen überwinterten mit Vorliebe in diesem wärmsten Teil der Iberischen Halbinsel. In der fruchtbaren Ebene des Guadalquivir wurden schließlich zahlreiche römische Niederlassungen gegründet, aus denen sich später große Städte nach römi-schem Vorbild entwickelten. So wurde Andalusien zu einer urbanen Region, und viele Bewohner dieses Landstriches erhielten sogar die römische Staatsbürgerschaft. Außerdem richteten die Römer Schifffahrtswege über Flüsse und Meereshäfen ein und bauten und befestigten überregionale Straßenverbindungen, um Gemüse und Obst von hier nach Italien und in andere Provinzen zu bringen. Auch das Christentum fasste hier im 4. Jahrhundert Fuß.

In der Spätantike, als das Weströmische Reich Auflösungserscheinungen zeigte, fielen zu Beginn des 5. Jh. Van-dalen und andere germanische Stämme in Hispanien ein. Nach der Mitte des 5. Jahrhunderts eroberten die Westgoten Hispanien und begründeten ein eigenes Reich mit der Hauptstadt Toledo. Im 6. Jahrhundert wurden Teile Andalusiens von den Oströmern besetzt, die sich jedoch zu Beginn des 7. Jahrhunderts zurückziehen mussten. 711 überschritten die Mauren die Meerenge und eroberten binnen weniger Jahre den Großteil des Westgotenreichs.

Andalusien stand von allen spanischen Regionen am längsten unter islamischer Herrschaft. Ihre Blüte erreichte diese unter dem Emirat von Cordoba, dem Kalifat von Cordoba sowie den Nasriden im Emirat von Granada. Die Einflüsse der Muslime sind auch heute noch vor allem in der Architektur zu sehen: Als bekannteste Beispiele wären die Alhambra in Granada, die Mezquita von Cordoba und die Giralda in Sevilla zu nennen. Die Herrschaft der Mauren in Spanien wurde durch die Reconquista 1492 in Granada beendet.

Reconquista ist die spanische Bezeichnung für die Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch christliche Nachkommen der Bevölkerung des Westgotenreiches. Zwischen 711 – 719 vernichteten muslimische Eroberer (Araber und Berber) das Westgotenreich und eroberten fast die gesamte iberische Halbinsel. Die christliche Rebellion, die 718 begann, wurde zum Ausgangspunkt der Reconquista, die 1492 mit der vollständigen Beseitigung des muslimischen Herrschaftsbereichs (Granada) und der Vertreibung der Juden aus Spanien endete.

Das Wappen Andalusiens zeigt die Figur des jungen Herakles zwischen den zwei Säulen des Herakles, welche der Tradition nach die Meerenge von Gibraltar bilden. Zu Füßen trägt er eine Inschrift, die lautet: „Andalucía por sí, para España y la Humanidad“ (Andalusien für sich, für Spanien und die Menschheit). Beide Säulen werden mit einem Bogen geschlossen, auf dem geschrieben steht: „Dominator Hercules Fundator“ ( Herrscher Herkules der Gründer).

Einige Wirtschaftszweige, insbesondere die Landwirtschaft und die Bauwirtschaft (Ausbau von Straßen und andere Investitionen in das Verkehrsnetz) sind hochsubventioniert. In drei Jahrzehnten (1986 trat Spanien der EU bei) flossen mehr als 85 Milliarden Euro an Subventionen und Transferleistungen seitens der EU und des spanischen Staates nach Andalusien.

Andalusien zählt zu den ärmeren Gebieten Spaniens. Die Region gilt als das Armenhaus des Landes. Ist schon die landesweite Arbeitslosigkeit ein erhebliches und ständig wachsendes Problem, so liegen die Zahlen in Anda-lusien noch wesentlich höher, insbesondere bei Jugendlichen.
Mit verantwortlich ist das System der Landwirtschaft: Mehr als die Hälfte der Weide- und Anbauflächen liegen in den Händen von nicht einmal 10.000 Großgrundbesitzern, den so genannten „Senoritos“ (kleine Herren). Diese Besitzverhältnisse gehen noch auf die Zeit der christlichen Rückeroberungskämpfe zurück, als Landgeschenke an Adelige eine häufig praktizierte Form der Bezahlung durch den König waren. Bestellt werden die Felder von abhängig beschäftigten Landarbeitern, den Peones. Schon seit jeher konnten es sich die Großgrundbesitzer leisten, einen Teil der Peones nur für die arbeitsintensiven Zeiten der Aussaat und der Ernte einzustellen. Den Rest des Jahres sind diese Jornaleros genannten Tagelöhner ohne Beschäftigung und auf staatliche Unterstützung angewiesen, der Höhe jedoch nicht dem deutschen Standard entspricht.
Auch in Andalusien scheinen die Armen ärmer und die Reichen reicher zu werden. Eines der drängendsten Probleme der Gegenwart und Zukunft.

Die Gesellschaft Andalusiens ist seit Generationen hauptsächlich agrarisch geprägt. 45,64 Prozent des Territori-ums Andalusiens werden landwirtschaftlich genutzt.

Die Kulturen des Trockenlandes sind für große Teile des Landes landschaftsprägend: Getreide und Sonnenblu-men werden besonders in den großen Ackerländern des Tales des Guadalquivir angebaut sowie in den Hochebenen von Granada und Almeria.

Bei den Holzkulturen spielt vor allem der Olivenbaum eine Rolle. Bewässerungswirtschaft ist bevorzugt in den Auen des Gualdalquivir und den Genil anzutreffen. Auf bewässerten Feldern werden in Andalusien Mais, Reis, Gemüse und auch Blumen angebaut, bei Huelva Erdbeeren. Plantagen liefern Zitrusfrüchte und Baumwolle.
Gemessen am Umsatz ist die produktivste und wettbewerbsfähigste Landwirtschaft in Andalusien an den Küsten- oder Flussbereichen sowie auf sandigem Boden, wie etwa in Almeria und Huelva, anzutreffen.
Die ökologische erfährt gleichzeitig auch eine breite Entwicklung durch den Export in europäische Länder und eine beginnende Nachfrage in Spanien selbst.

Oliven – sie sind der allgegenwärtige Reichtum. Hügelauf, Hügelab wellen sich die säuberlich in Reihen gepflanzten Olivenhaine. Eine gefährliche Abhängigkeit. Mit den Oliven blüht oder welkt die Wirtschaft. Eine einzige Fehlernte brächte Andalusien in bittere Schwierigkeiten.
Spanien steht in der Herstellung von Olivenöl weltweit auf dem ersten Rang, liefert 31 % der Weltproduktion. Etwa 215 Millionen von insgesamt 800 Millionen kultivierten Bäumen wachsen hier. Die jährliche Produktion schwankt zwischen 800.000 und 1.000.000 Tonnen. Tafeloliven, die für den Verzehr bestimmt sind, machen noch einmal 200.000 Tonnen aus. Andalusien stellt rund vier Fünftel der Landesproduktion an Olivenöl.

Die Viehzucht hat eine lange Tradition, obwohl sie momentan hauptsächlich auf Weiden im Gebirge beschränkt ist. Daher hat der Viehzuchtsektor einen eher marginalen Platz in der Wirtschaft Andalusiens. Er trägt nur 15 Prozent zur gesamten Agrarproduktion Andalusiens bei im Gegensatz zu durchschnittlich 30 Prozent in Spanien.

Die Jagd dient nicht mehr hauptsächlich der Beschaffung von Fleisch, sondern hat sich zu einer Freizeitaktivität in den Bergregionen gewandelt, wo sie eine ergänzende Aktivität zur Viehzucht geworden ist.

50 % des Territoriums Andalusiens bestehen aus Wald, und dementsprechend haben Waldflächen eine besondere Bedeutung. Vor allem sind sie wichtig zum Binden des Bodens, zur Wasserregulierung und zum Erhalt der Flora und Fauna. Die Baumsorten zur wirtschaftlichen Holznutzung sind hauptsächlich der Eukalyptus in Huelva, die Pappel in Granada und die Korkeiche in Sierra Morena.

Die Fischerei ist eine traditionelle Tätigkeit an den Küsten Andalusiens, die einen Beitrag zur Ernährung der Andalusier leistet. Darin eingeschlossen ist die Gastronomiekultur mit beispielsweise Backfisch (pescaito frito), weiße Garnelen und Thunfisch. Die Fischereiflotte Andalusiens ist die zweitgrößte Spaniens nach der von Galicien und die Nummer eins nach der Anzahl der Häfen mit 38.

Der Fischereisektor trägt nur 0,5 % zur Agrarproduktion Andalusiens bei. Dennoch hat die Fischerei starke loka-le Bedeutung. In den Städten an der Costa de la Luz ist außerdem der Thunfischfang mit der traditionellen Almadraba immer noch ein wichtiger Bestandteil der Fischereikultur.

Das Nichteinhalten der Bestimmungen gegen das Schleppnetzfischen, die Verschmutzung der urbanen Küstengebiete, die Zerstörung des Lebensraumes durch Baumaßnahmen (z. B. Bau von Sporthäfen, Änderungen im Mündungsverlauf von Flüssen) und der Fischmangel durch Überfischung haben zur Situation einer permanenten Krise der Fischerei Andalusiens geführt. Deshalb entwickeln sich die Aquakultur und die Fischzuchtanlagen im Inneren Andalusiens mit großer Geschwindigkeit.

Andalusien gehört zu den Regionen Spaniens, in denen der Tourismus von besonders großer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Die meisten Touristen reisen mit dem Flugzeug an.

Als eine der südlichsten Regionen Europas hat Andalusien ein großes Potential zur Nutzung der Sonnenenergie. Die Solaranlage Plataforma Solar de Almeria (PSA) ist Europas größtes Sonnenkraftwerk.

Besonders die Provinzen Málaga und Almería haben großen Anteil an der Stromerzeugung durch Windparks. Andalusien ist Spaniens größter Lieferant von Windenergie. In 148 Windparks wurden im Jahr 2013 rund 3,3 Gigawatt erzeugt.

Naturschutzgebiete – Erfreulicherweise nimmt Andalusien in Bezug auf den Naturschutz innerhalb Spaniens eine Vorreiterrolle ein. Immerhin sind 17 % der Fläche aufgrund ihres hohen ökologischen und landwirtschaftlichen Wertes unter Schutz gestellt. Einige Naturparks – wir haben sie besucht – sind hier aufgelistet:

Parque Natural Sierra de Maria – Los Velez (Provinz Almeria)
Der Gebirgspark nahe der Stadt Velez Blanco wird durch seine ausgedehnten Wälder charakterisiert, die in deut-lichem Kontrast zur trockenen, wüstenhaften Umgebung stehen. Hier gedeihen vor allem verschiedene Pinienarten, Schwarzfichten, Steineichen und Wacholder und Ginster.

Parque Natural Sierras de Cazorla, Segura Y Las Villas (Provinz Jaen)
Mit einer Fläche von über 214.000 Hektar ist dies der größte Naturpark Spaniens, erstreckt sich in Höhenlagen zwischen 600 und über 2.100 m. Die Lebensader bildet der Rio Guadalquivir, der im Park entspringt und hier zu einem See aufgestaut wird.

Parque Natural Montes de Malaga (Provinz Malaga)
Im Hinterland Malagas, ein Park mit runden Hügelkuppen und mit aufgeforsteten Schwarzkiefern bewaldete Hänge. In den Resten der ursprünglichen meditteranen Gebirgsvegetation aus Stein- und Korkeichen und Johan-nisbrotbäumen leben viele Kleinsäuger und zahlreiche Reptilien- und Amphibienarten, darunter das seltene Chamäleon.

Parque Natural Sierra de las Nieves (Provinz Malaga)
Der von steilen Hängen und tiefen Schluchten geprägte Park ist bekannt durch seine dichten Vorkommen an urweltlichen Pinsapo-Tannen, die außer im Gebiet um Ronda nur noch an wenigen Stellen in Marokko wachsen. Zahlreich ist der Bestand an Bergziegen, Mufflons, Damhirschen, Fischottern, Wildkatzen und Steinadlern.

Parque Natural de la Sierra de Grazalema (Provinzen Malaga und Cadiz)
Der über 47.000 Hektar große Gebirgspark liegt in der niederschlagsreichsten Region Spaniens und zählt zu den ökologisch wertvollsten Landschaften des Landes. Ein zerklüftetes Kalksteingebiet der Klippen, Schluchten, Höhlen, seltenen Pflanzen und dichten Wäldern, in dem auch noch die aus dem Tertiär stammende Pinsapo-Tanne wächst. Unter den zahlreichen Arten von Greifvögeln gibt es große Bestände an Gänsegeiern.

Flora und Fauna
Dank der unterschiedlichen Klimazonen zeigt sich die Flora sehr artenreich. Über 4.000 Pflanzenarten wachsen in Andalusien, davon sind 150 endemisch, d. h., es gibt sie nur in Andalusien – ein enormer Reichtum.

Doch viele Pflanzen und Gewächse wurden nach Andalusien eingeführt, so z. B. der Ölbaum, Zitronen-, Oran-gen und Maulbeerbäume, die Baumwolle, Zuckerrohr und Dattelpalme. Die überall gegenwärtigen Feigenkakteen und Agaven stammen vom amerikanischen Kontinent.

In den Wüsten und Halbwüsten der Provinz Almeria haben sich viele Pflanzen an die widrigen Bedingungen angepasst.

Nur in den geschützten Gebieten bewahrt Andalusien seine artenreiche Tierwelt. Wichtige Rückzugsräume sind die Sierras und die küstennahen Feuchtgebiete.

An Säugetieren findet man: Steinbock, Hirsch, Wildschwein, Mufflon, Ginsterkatze, Manguste, Wolf, Luchs. Und natürlich den Kampfstier, das Iberische Schweinz, Kartäuserpferd, Merinoschaf, Esel und Maulesel.

Vögel sind in Andalusien in besonderem Artenreichtum vertreten: Kaiser-, Schlangen-, Habichts- und Zwergad-ler, Gänse-, Schmutz- und Mönchsgeier. Weiter Reiher, Störche, Flamingos, Löffler und zahlreiche Entenarten.

Mit ein bisschen Glück begegnet man Schlangen (u. a. giftigen Vipern), Skorpionen, Geckos, verschiedene Eid-echsenarten, Wasser- und Landschildkröten und großen Salamandern.

An Insekten finden sich Mücken, Zikaden, Fangheuschrecken, Schmetterlinge und jede Menge Käfer.

Architektur
In den Provinzen Almeria und Granada findet man die Höhlenwohnungen, Casas Cuevas, die aus dem nur dort vorhandenen, weichen und wasserundurchlässigen Gestein getrieben wurden.
In den Bergregionen sind übereinander gestafftelte Häuser mit Flachdach typisch, das dem jeweils nächsthöheren Haus als Terrasse dient.
Im fruchtbaren Tiefland sieht man immer wieder einzeln stehende große Gutshöfe, die mit ihren hohen Mauern und kleinen Wachtürmen wehrhaft und abweisend wirken. Im Wein- und Olivenland werden sie Haciendas genannt, im Gebiet der großen Getreidefelder dagegen Cortijos.

Pueblos Blancos
Die „Weißen Dörfer“ sind eine weitere Besonderheit in Andalusien. Sie sind in ihrer Anlage maurisch beeinflusst, eng und gekrümmt die Gassen, oft von Bögen überspannt, blumengeschmückt und von schwarzen Eisengittern beschützt die Fenster der gekalkten Fassaden. Aus der Ferne wie aus der Nähe leuchten die Dörfer, die oft eine maurische Burg auf einem Bergrücken haben, strahlend weiß – ein Fest für Ästheten.

© Uschi Agboka, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Viel Kultur und Natur in Andalusien, abseits der normalen Touristenpfade. Teil 1 - 30.04. - 16.05.2016 Standort Sierra de Maria, Los Velez Natural Park Teil 2 - 17.05. - 08.06.2016 Standort Campingplatz Pueblo Blanco in Olvera
Details:
Aufbruch: 30.04.2016
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 26.06.2016
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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