Badeinsel ohne Baden – oder die letzte Kanareninsel

Reisezeit: März 2017  |  von Herbert S.

die westlich Insel-Mitte: Pajara

Die Fahrt nach Pajara führt durch fantastische Landschaft, die mich an den Oman erinnert. Vielfarbige Gesteinsschichten treten an Bruchkanten auf.

Pajara

Pajara

am westlichen Ortseingang begrüßt uns ein tolles Ortsschild mit Ziegenhirt

am westlichen Ortseingang begrüßt uns ein tolles Ortsschild mit Ziegenhirt

Der reiche Ort bietet eine Kirche mit tollem Portal, einen alten
Schöpfdrehbrunnen und einige alte Herrenhäuser mit Balkonen im Mudejarstil.

Vor dem Rathaus steht ein restauriertes Schöpfrad mit einem mechanischen Räderwerk aus Holz, und auch die Kübel, in denen das Brunnenwasser zutage gefördert wurde, sind aus Hoz. Die Technik und Name geht auf eine arabische Erfindung zurück. Das Schöpfrad wurde Nona genannt.

Insbesondere die Fassade der zweischiffigen Pfarrkirche Nuestra Senora de la Regia erfordert Beachtung. Außergewöhnlich ist der bis unter den Dachaufbau reichende Portalschmuck. Der Reiseführer macht insbesondere auf aztekisch anmutende Steinmetzarbeiten mit geometrischen Mustern und ineinander verschlungenen Ornamenten aufmerksam. Leider liegt die Fassade fast ganztägig im Schatten, aber je länger man hinschaut, desto mehr Einzelheiten fallen auf: .

Nuestra Senora de la Regia - 17. Jh.

Nuestra Senora de la Regia - 17. Jh.

Details wie Sonnensymbole, Schlangen, Raubtiere und mit Federn geschmückte Köpfe von Indios kann man erkennen (besser jedoch auf der Webseite)

Details wie Sonnensymbole, Schlangen, Raubtiere und mit Federn geschmückte Köpfe von Indios kann man erkennen (besser jedoch auf der Webseite)

vergoldeter barocker Hochaltar (1785)

vergoldeter barocker Hochaltar (1785)

Herrschaftliche alte Guts- und Herrenhäuser zeigen, dass es dem Ort auch vor dem Geschäft mit den Touristen recht gut ging - die Gemeidne gilt als die reichste Fuerteventuras. Etliche der um die 200 Jahre alten Landhäuser sind restauriert und kanarische Holzbalkone im Mudejarstil zieren ihre Fassaden. ,

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Alle Freunde und Bekannten haben uns gefragt, ‚was macht Ihr denn auf Fuerteventura?’. Zunächst wollten wir nur dem deprimierenden Wetter aus Deutschland entfliehen. Dann lieben wir Vulkanlandschaft und Wüste. Und beides hoffen wir eine Woche lang genießen zu können.
Details:
Aufbruch: 09.03.2017
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 16.03.2017
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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