Türkei-Reisebericht :Wohnmobilreise rund um das Mittelmeer

Türkei

achım ensteigt dem ballon in Göreme

achım ensteigt dem ballon in Göreme

hıer stehen wir in Yumurtalık

hıer stehen wir in Yumurtalık

Göreme

Göreme

85. Tag - Samstag 20.05.06

Heute müssen wir wieder eine Grenze durchqueren. Darum geht es auch um 8 Uhr los. Wir fahren die letzten Kilometer in Syrien und kommen an der Grenze an, tausend LKWs waren schon da. Die warteten dort nämlich, weil gestern ein Feiertag in der Türkei war. Wir mussten uns regelrecht durch die vielen großen Autos durchwurschteln, es ging manchmal um Zentimeter. Aber dann waren wir wenigstens schon mal bei den Zöllnern und dann ging alles seinen Gang. Zouhier war aus Damaskus gekommen und hat das dann alles mit den Papieren geregelt. Auf türkischer Seite ging es dann auch weiter und nach vier Stunden waren wir dann durch.
Danach ging es dann schnurstracks nach Yumurtalik. Ein Teil der Strecke war Autobahn und es ging ganz besonders schnell. Kurz vor dem Ziel haben wir noch im Supermarkt eingekauft, sonst wären wir auch verhungert, und dann sind wir zum Stellplatz direkt am Meer gefahren. Wir stehen hier auf einem Platz mit einem Turm aus der Kreuzritterzeit und es weht ein strammer Wind vom Meer her.

86. Tag - Sonntag 21.05.06

Gestern Abend kam unser 10. Negerlein wieder. Zouhier hatte aus Damaskus, die aus Österreich geschickte Lichtmaschine mitgebracht und Oswald ist zu der Werkstatt direkt hinter der türkischen Grenze gefahren um diese dann dorthin zu bringen. Sie wurde dann eingebaut und um 20.30 erschienen beide Wagen auf dem Platz.

Heute machen wir so richtig einen faulen Sonntag, wir lagen in der Sonne, haben gelesen, einige sind sogar schwimmen gegangen. Am Abend haben wir dann wieder gegrillt, leckeres Lamm und Huhn. Es hat zwar ziemlich gequalmt, und wir hatten verheulte Augen, aber sonst ging es.

87. Tag - Montag 22.05.06

Heute ging es wieder um 8 Uhr los, denn wir hatten ungefähr 370 km zu fahren. Es ging durch fruchtbare Landschaften und langsam immer höher hinauf auf die Berge. Im Hintergrund waren so hohe Berge, dass darauf noch Schnee lag. Wir waren fast zwei Stunden gefahren und waren auf der Autobahn, als Rolf eine Panne hatte. Sein Auspuff war kaputt. Er hat ihn notdürftig repariert und nach einer halben Stunde konnten wir alle dann weiterfahren.

Als dann die nächste Tankstelle kam, stand Harald schon da und hatte auch eine Panne, er verlor das kostbare Diesel, irgendetwas war undicht. Es kam ein Mechaniker und hat dann beide Autos, Rolf und Harald, zu einer Werkstatt gelost und dort wurden beide Fahrzeuge repariert.
Wir anderen sind weitergefahren und haben dann eine Mittagspause im Angesicht der schneebedeckten Berge gemacht. Dann ging es weiter, aber wie, wir sind eine Stunde lang durch eine Baustelle gefahren - 35 km lang - nur auf Schotter und Steinen, das war vielleicht nervig. Aber dann war das auch geschafft und wir sind jetzt in Göreme auf dem Campingplatz. Hier sind ein paar deutsche Wohnis, die allein unterwegs sind. So oft haben wir bisher Deutsche in Wohnmobilen nicht getroffen. Hier in der Türkei wird das mehr werden.

Wir stehen hier mit Blick auf die Felsformationen, die so berühmt für Göreme sind. Morgen werden wir dann den ganzen Tag unterwegs sein und alles besichtigen.

88. Tag - Dienstag 23.05.06

Heute war die Nacht um 6 Uhr zu Ende, denn Rolf klopfte an, und rief "es sind ganz viele Ballons in der Luft, schaut euch das an", haben wir natürlich sofort. Es waren 14 Ballons unterwegs, die über dem Tal standen oder fuhren, es war einfach schön wie in dieser herrlichen Ruhe, die Ballons zu sehen waren. Morgen früh wollen wir auch damit fahren.

Dann haben wir draußen gefrühstückt und waren ziemlich früh fertig. Um 9 Uhr kam dann der Bus, mit dem wir in das Tal nach Göreme fahren wollten um die Höhlenwohnungen zu sehen. Heute werden diese zu horrenden Preisen verkauft und es wird wieder darin gewohnt. Auch unser Führer hat solch einen Turm, der zurzeit renoviert wird, und in dem er wohnen will. Wir sind entlang des Tales gewandert und hatten einen schönen Blick auf die Wohntürme.
Dann sind wir zur Burg gefahren. Hier konnten wir einen solchen Wohnturm besichtigen. Er ging bis zu 6 Stockwerken hoch und oben wurde es immer enger. Also so zu wohnen wäre nicht mein Fall.

Weiter ging es zur unterirdischen Stadt, die 6 Stockwerke tief liegt. Dort gibt es Wohnungen, Kirchen Schulen alles. Aber ich habe mir das erspart, denn dort sind enge Gänge, die man durchqueren musste. Ich habe lieber draußen gewartet.
Das Mittagessen, haben wir in einem schönen Restaurant, wo wir draußen bei angenehmen Temperaturen sitzen konnten, eingenommen.

Dann ging es zu Fuß in ein Tal, in dem einige Höhlenkirchen lagen. Hier gab es wunderschöne Malereien, die aus dem 6. bis 14. Jh. stammten. Es waren zum Teil gut erhaltene Malereien, aber leider mit Graffiti aus jeder Zeit übersät. Hier muss noch viel getan werden um diese Malereien zu sichern.

Wir sind noch in zwei anderen Kirchen gewesen, sogar mit Unterkirche, bzw. Krypta mit Gräbern.
Wir kamen zurück zum Ausgangspunkt, nämlich dem Lokal, von dem aus der Weg los ging, hier haben wir dann noch mal was getrunken, denn es war jetzt doch ganz schön warm.
Dann sind wir weiter mit dem Bus gefahren Ürüp gefahren. Hier gibt es die berühmten Feenkamine zu sehen, die man aus der Werbung für Kappadokien kennt.

Danach ging es dann zum Campingplatz zurück. Hier haben wir noch etwas draußen gesessen, dann aber kam ein starker Wind auf, so dass wir in den Wagen gegangen sind. Macht aber nichts, denn morgen früh müssen wir um 4.30 aufstehen, denn die Ballonfahrt geht um 6 Uhr los.

89. Tag - Mittwoch 24.05.06

Ja, heute ging es früh los. Wir wurden mit einem Wagen zum Startplatz der Ballons gebracht. Dort gab es Kaffee oder Tee und Kuchen währenddessen die Ballons mit Luft gefüllt wurden. Es wurde mitgroßen Ventilatoren Luft herein geblasen und als dann eine gewisse Größe erreicht war, wurde dann das Gas angezündet und eine Flamme in den Ballon geschickt. Wir hatten natürlich den schönsten Ballon mit den auffälligsten Farben. In den Korb gingen alle 12, die sich für die Fahrt angemeldet hatten. Nachdem dann der Ballon komplett gefüllt war, konnten wir einsteigen. Es standen immer vier Leute in einem kleinen Abteil des Korbes, so eng, dass man sich nur mit Mühe umdrehen konnte. Aber man ließ ja sowieso die Arme über den Rand des Korbes hängen, weil man fotografieren musste. Dann ging es los, der Pilot blies kräftig Gas in den Ballon und dann hoben wir lautlos ab. Es waren dann insgesamt 15 Ballons in der Luft über dem Tal von Göreme.
Wir stiegen erst nach oben, damit wir über die ersten Felsen kamen, dann aber ging es wieder abwärts ins Tal direkt über und zwischen den Felsformationen hindurch. Nicht weit von uns fuhr ein Ballon mit einer Hochzeitsgesellschaft, die Heirat fand während des Fluges statt.
Wir fuhren weiter durch das Tal und waren doch tatsächlich die Bäume so hoch, dass wir erstmal da hinfuhren. Zum Glück haben sie sich dann nach unten weg gebogen und wir konnten weiterfahren.

Dann ist der Pilot auf eine Höhe von 500 m hochgefahren und wir hatten den weiten Blick über das Tal mit seinen Felsformationen. Wenn der Brenner nicht an war, war es eine himmlische Ruhe, wie wir so durch die Luft glitten. Etwa eine Stunde dauerte der Flug und wir setzten zu Landung an. Die hat dann auch prima geklappt und die Erde hatte uns wieder. Nachdem das Hilfspersonal den Korb gut befestigt hatte, konnten wir aussteigen.
Als wir dann alle wieder zusammen waren, gab es für jeden eine Urkunde über diesen Flug und ein Glas Sekt und das am frühen Morgen und 7.30 Uhr.

Dann brachte uns der Wagen zurück zum Campingplatz und wir haben ein zweites Frühstück eingenommen. Da das Bett noch mal rief, haben wir noch einmal eine Runde geschlafen, denn um 10 Uhr ging das Programm weiter, denn es sollte noch eine Wanderung ins Tal gemacht werden.

Der Campingplatzwart führt und dann durch die wunderschöne Landschaft, so haben wir die Felsen von oben gesehen und jetzt auch direkt von unten. Das Wetter war herrlich, wir sind eine ganze Weile im Schatten gegangen und über uns flogen Bussard und Storch.
Wir sind an Weinfeldern und vielen Obstbäumen vorbeigekommen und haben eine Rast in einem kleinen Lokal gemacht. Dort wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns noch etwas weiter zu weiteren Feenkaminen brachten. Hier kamen wir dann von oben und mussten den Berg herunterklettern zu den Feenkaminen. Danach wurden wir dann zum Campingplatz zurückgebracht. Danach war dann wieder eine Runde Schlafen angesagt, denn abends um 20 Uhr ging das Programm dann weiter.
Wir wurden mit dem Bus abgeholt und wurden nach Avanos gebracht, wo in einem Höhlenlokal ein bunter Abend mit Folklore, Bauchtanz und Tanz der Derwische angesagt war. Zuerst tanzten die Derwische, leider keine echten, sondern eine Folkloregruppe, zwischendurch wurde gegessen und getrunken, dann kam eine Folkloregruppe mit Männern und Frauen, die Tänze aufführten und zum Hauptgericht kam dann die Bauchtänzerin. Sie führte ihre Kunst vor, und dann verschiedene Männer, die es ihr nachtun sollten - peinlich. So gegen 24 Uhr war dann der Abend beendet und wir kamen zu unsern Wohnis zurück. - Gute Nacht.

90. Tag Donnerstag 25.05.06

Der heutige Tag fing mit einem Geburtstagsständchen für Georg an. Wir haben alle gesungen. Danach ging es los. Alois, Erna, Oswald und Barbara blieben in Göreme, es war so schön, der Rest der Gruppe fuhr dann in Richtung Ankara. Wir haben heute 350 km zu schaffen. Es ging an einem großen Salzsee vorbei und dann nach Ankara. Da wir hier nicht durch die Stadt mussten, war es diesmal nicht so schwierig dran zu bleiben. Die Straße war nur eine Baustelle. Jetzt stehen wir hier an dem Airport Hotel. Am späten Nachmittag kamen dann jede Menge holländische Wohnwagen, die auch auf Tour sind.
In Göreme haben wir zum ersten Mal andere deutsche Wohnis getroffen, die allein unterwegs waren.
Heute Abend hat der Georg dann noch einen auf seinen Geburtstag ausgegeben.
Morgen werden wir dann eine Rundfahrt mit dem Bus durch Ankara machen.

heute hatten wir hilfe beim bılder eingeben,ein Türke hat uns geholfen wir haben auf papier geschrieben er in den compı

uns gehts gut

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Reise beginnt in Italien,geht dann durch Tunesien und Libyen nach Ägypten.Dann geht es über den Sinai nach Jordanien und Syrien und schließlich über die Türkei und Griechenland nach Hause
Details:
Aufbruch: 20.02.2006
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 26.06.2006
Reiseziele: Italien
Tunesien
Libyen / Libysch-Arabische Dschamahirija
Ägypten
Jordanien
Syrien
Türkei
Griechenland
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.