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Eine Reise um das östliche Mittelmeer herum: ... Fähre Genua-Tunis, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordeanien, Syrien, Türkei, Griechenland ...
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Türkei, Ende Februar 2008
Die Einreise in die Türkei war sehr einfach und sogar kostenfrei! Wir hofften auf bessere Strassen aber dem war zunächst nicht so. Die holprige Strasse im Grenzgebiet mündete dann aber nach einigen km in eine nagelneue Autobahn, die uns flott voran brachte. Da gegen Mittag wieder Regen einsetzte, entschlossen wir uns nichts in dieser Gegend anzuschauen, sondern "Strecke zu machen". So kamen wir an diesem Tag bis Erdemli, wo wir auch prompt am Strand einen Übernachtungsplatz fanden. Am nächsten Tag schien wieder die Sonne und wir konnten unsere Fahrt an der malerischen Küste fortsetzen. Kurvig ging es auf und ab, ohne Leitplanken auf schmaler Strasse. Da wenig Verkehr herrschte, machte es Spass zu fahren. Bis wieder der Regen anfing, dann wurde der Strassenbelag (Teerstrasse, kein Asphalt!) spiegelglatt und jeder fuhr nur noch im Schritttempo. An besonders steilen und engen Kurven ist unser Heck trotz sehr vorsichtiger Fahrweise ein paar Mal ausgebrochen, da war viel Lenkarbeit angesagt. Wir waren froh, am Abend heil an einem Campingplatz in Anamur ausruhen zu können.
Von anderen Reisenden wussten wir, dass die nächsten 150 km auf noch abenteuerlichen Strassen zu bewältigen sind. Da sich das Wetter weiter verschlechterte, beschlossen wir eine längere Pause einzulegen und auf den Frühling zu warten. Wir verbrachten die Zeit mit Spaziergängen am Strand, Autoinspektion, Wäsche waschen etc. - jeweils in den sonnigen Abschnitten zwischen Regen und sogar Sturm (Das türkische Fernsehen berichtete von Schneechaos in Anatolien und sogar in Istanbul). Um es gleich vorweg zu nehmen, das Warten hat sich gelohnt: In den restlichen 14 Tagen in der Türkei herrschte immer sonniges, frühlingshaftes Wetter.
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Nach 7 Tagen Ruhepause ging es weiter. Das Wetter hatte sich mit einem Hoch stabilisiert und somit war die Weiterfahrt der zerklüfteten Küste entlang kurzweilig und abwechslungsreich. Die zugebauten Küstenabschnitte um Alanya und Antalya reizten uns nicht besonders und so machten wir unseren nächsten Stopp im Olympos Nationalpark. Von der Küstenstrasse fuhren wir ein steiles Tal hinunter in die Bucht von Cirali, wo uns ein herrlicher Strand erwartete, den wir Jahreszeiten bedingt ganz alleine für uns hatten.
Wir blieben zwei Tage und wanderten u.a. zum Naturspektakel "Yarnatas" (Feuerstein), wo brennbare Gase aus mehreren Erdspalten austreten und sich an der Luft entzünden. In der antiken Geschichte wird berichtet, dass der Held Bellerophontes das Feuer speiende Ungeheuer Chimaira hier besiegt haben soll.
Bei der Wanderung zum antiken Olympos am nächsten Tag mussten wir kurz vor dem Ziel umkehren, weil ein sonst kleiner Bach vom Regen der Vortage noch so angeschwollen war, dass ein Durchkommen - die einzige Brücke war schon Jahre zuvor weggeschwemmt - nicht möglich war.
Die Fahrt durch die Türkei war von vorneherein als Rückreise geplant aber einige Highlights am Wegesrand wollten wir natürlich nicht auslassen. Nach einem Stopp am Strand von Gelemis haben wir deshalb das antike Xanthos angesteuert und haben es nicht bereut. Eine kurzweilige Wanderung durch die Ruinenanlage brachte erbauliche Abwechslung.
Als Gleitschirmflieger wollte ich mir auf dem Weiterweg natürlich nicht Ölüdeniz - ein "Mekka" der Gleitschirmszene - wo man vom fast 2000 m hohen Babadag starten kann, um dann nach einem hoffentlich langen Flug direkt am Strand zu landen.
Auf der Weiterfahrt nach Fethiye, vorbei an von Griechen verlassenen Geisterdörfern, haben wir uns noch lykische Felsengräber angeschaut, die erhaben über der Stadt Fethiye bisher jedem Erdbeben trotzten.
Hinter Fethiye taten wir uns wegen der vielen Strandbebauungen etwas schwer mit der Stellplatzsuche, aber bei einem Wendeplatz für Minibusse konnten wir ungestört parken. Von den Strandcafes in der Nähe wurden wir bis in den späten Abend mit türkischer Musik verwöhnt ...
Am nächsten Tag erwartete uns der Höhepunkt unserer kurzen Türkeireise: Ephesus. Da wir ganz in der Nähe am Strand von Pamucak übernachten konnten, waren wir schon früh - vor den ersten Bussen - am Ausgrabungsgelände und konnten deshalb fast ungestört durch die Anlage schlendern und den fast freien Blick auf die Sehenswürdigkeiten - Marmorstrasse, Theater, die gut restaurierte Fassade der Celsus-Bibliothek, die Hanghäuser, die Agora geniessen. Das war wirklich alles sehenswert und das relativ teure Eintrittgeld allemal wert.
Vorbei an Izmir, ging es weiter nach Norden. Immer der Küstenstrasse entlang ereichten wir, mit Zwischenstopps an schönen Buchten, Bergama. Hier wollten wir uns anschauen, wo der Pergamonaltar herkommt, für dessen Präsentation man in Berlin ja ein eigenes Museum gebaut hat, und wo auch bekanntlich das Pergament-Papier erfunden wurde. Das antike Pergamon liegt hoch über der Stadt Bergama und man hat einen herrlichen Blick in die Ebene.
Zum letzten Besichtigungspunkt unserer Türkeidurchquerung, Troja, war es jetzt nicht mehr weit. In den Reiseführern wird immer wieder davor gewarnt, dass man im Vergleich zu den anderen klassischen Stätten enttäuscht sein könnte. Abhilfe schaffte da eine gewisse Vorbereitung mit Hilfe von Homers Ilias und der Beschreibung von Schliemanns Entdeckung. Mit diesem Hintergrundwissen war die Begehung der Anlage sehr kurzweilig, vor allem auch wegen den Erklärungen in dem kleinen Museum und an den einzelnen Stationen.
Nach nur noch einer Übernachtung am Strand der Dardanellen brachte uns am folgenden Tag eine Fähre von Canakkale hinüber ins alte Europa.
Fast unglaublich aber wahr: Bei der Überfahrt war es neblig, Sicht max. 50m. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Da kam auch das Ufer in Sicht, begleitet von einer sehr lauten Sirene von Land. Daraufhin ging die Fähre auf volle Kraft zurück und stoppte kurz vor dem Ufer! Der Kapitän hatte die Hafeneinfahrt verpasst und das trotz Radar. Das Schiff - eine RoRo-Fähre - ist dann rückwärts in die daneben liegende Hafeneinfahrt eingefahren, und wir mussten ebenfalls rückwärts von Bord, damit alle sehen konnten, was für einen Mist der Kapitän verzapft hatte.
Dies war jetzt der letzte aktuelle Reisebericht. Wir wollen den Rest der Reise relativ zügig, mit kurzen Pausen an besonders schönen Stellen, über Griechenland, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Italien (Vielleicht mit einem Abstecher nach Livigno, dort ist der Diesel billig!) und der Schweiz hoffentlich heil zu Ende bringen ... Berichtenswertes werden wir zu Hause nachtragen.
| Jochen | ||
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Hallo, danke für den informativen Bericht. Habt ihr Erfahrung mit der Einreise, wenn man aus Israel über Jordanien nach Syrien einreist? Wir wollen mit unserem Womo im kommenden Frühjahr mit dem Frachtschiff von Italien nach Israel fahren und von dort über Jordanien, Syrien und die Türkei zurück. Auch ohne israelische Stempel im Pass wird jeder Grenzer wissen, dass wir aus Israel eingereist sind. Wäre schön, wenn ihr ein paar Infos hättet. Vielen dank und immer gute Fahrt Jochen | ||
| Katja | ||
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Guten Tag Ingrid und Rainer, danke für Ihren tollen Bericht, er verstärkt uns in unserem Vorhaben diese Reise zu unternehmen. Wir planen mit unserem WoMo die gleiche Strecke zu fahren. Die Schwierigkeit liegt zur Zeit bei den ganzen Einreise-Formalitäten, denn für die Grenzen scheinen so viele Visa und verschiedene Papiere nötig, dass ich einfach keinen Überblick bekomme. Deswegen möchte ich Sie hiermit um ein Paar Tipps zu dem Thema bitten. Wenn es Ihnen passt, wäre es sehr nett, wenn Sie mir bescheid sagen könnten. Danke im Voraus Grüße aus Berlin Katja | ||
| joachim und ingrid Husser | ||
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| Hallo,wir wünschen euch weiter gute Fahrt.Wir haben die Route auch befahren aber mit einer Gruppe,deshalb beneiden wir euch,weil ihr genau die Ziele gesehen habt die uns auch interessieren würdenwie z.B.Rusafa. Dazu beneide ich euch um euer tolles Wohnmobil.Weiter immer eine Handbreit Luft unter der Ölwanne J.u.I.Husser | ||
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©
Rainer Hiller,
2007
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