Türkei-Reisebericht :Von Antalya aus durchs östliche Mittelmeer

Nach ein paar Tagen in Antalya geht es auf unsere erste Kreuzfahrt über Zypern, Santorin, Kreta und Marmaris zurück nach Antalya

Antalya

Einleitung

Relativ kurzfristig mussten wir im September noch zwei Urlaubswochen unterbringen.
Nach dem durchwachsenen Sommer zu Hause hatten wir Sehnsucht nach Sonne und so fiel unsere Wahl schnell auf eine Ecke Europas, die uns bisher noch unbekannt war. Ein günstiges Angebot für eine Kreuzfahrt ließ uns zuschlagen. Bisher standen wir Kreuzfahrten ambivalent gegenüber: einerseits finden wir Schifffahren cool, andererseits schreckte uns der Massenbetrieb mit Tausenden von Touristen auf eineme Schiff. Mal sehen, wie die Bilanz am Ende ausfallen wird.
Beim Studium der übersandten Unterlagen wird schnell klar: die als Extras angebotenen Ausflüge sind vor allem extra-teuer. Also wird das Landprogramm in den einzelnen Häfen individuell geplant und ich stürze mich in die Vorbereitungen.

Antalya

Am Sonntagabend schwenkt der Flieger zum Landeanflug in Antalya ein. Unter uns die nächtliche Schwärze des Mittelmeers mit der funkelnden Küstenlinie und dem Lichtermeer der Millionenstadt Antalya. Nachdem wir uns an einem der zahllosen Geldautomaten mit türkischen Liras versorgt haben, nehmen wir ein Taxi, das uns zu unserem Hotel in der verwinkelten Altstadt bringt. Schnell das Zimmer bezogen und dann noch ein wenig durch die Straßen bummeln. Es ist angenehm warm, in den Straßencafés sitzen Leute und wir finden auch noch ein Restaurant, in dem wir um halb zwölf nachts freundlich und zuvorkommend bedient werden.

Satt und müde fallen wir in unsere Betten. Mitten in der Nacht (objektiv ist es 5:38 Uhr, wie wir in der nächsten Nacht feststellen werden) weckt uns der Lautsprecher-Ruf des Muezzins. Einige Minuten später herrscht wieder Ruhe und wir drehen uns nochmal um.

Das Frühstück nehmen wir im kleinen schattigen Innenhof ein. Hier steht ein weißer Marmorbrunnen, der von einer kleinen Goldfischpopulation bevölkert wird.

Wir beginnen mit der Erkundung der Altstadt, türkisch Kaleici genannt. Sie ist klein, aber dennoch unübersichtlich, ein Gewirr von schmalen Gässchen. Vor etwa 2000 Jahren gegründet, finden sich hier Zeugnisse aus römischer, byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Zeit.
Ganz in der Nähe unseres Hotels stoßen wir auf das Broken Minarett, die Überreste eines Sakralbaus, der erst als Kirche, später als Moschee gedient hatte. Seit dem 19. Jahrhundert stehen nach einem Brand nur noch die Mauerreste und ein Teil des Minaretts (der untere ). Die charakteristische Form des halben Minaretts wird uns in den folgenden Tagen die Orientierung erleichtern, wenn wir auf dem Rückweg zum Hotel sind.
Wir schlendern weiter durch die Gässchen, besichtigen den charakteristischen Uhrturm, der als viereckiger Aufsatz auf einen fünfeckigen Turm der alten Stadtmauer aufgesetzt wurde.

Broken Minarett

Broken Minarett

Auch der Besuch der Moschee darf nicht fehlen. Vor der Tür stehen Regale, um die Schuhe abzustellen und außer Leihkopftüchern werden am Eingang auch Leihröcke ausgegeben, mit meinem knielangen Rock bin ich nicht züchtig genug gekleidet.

Auf einem Treppenweg geht es hinunter zum alten Hafen. In einer natürlichen Felsenbucht gelegen, mit uneinnehmbar hohen Felswänden ringsum, auf denen die antike Stadt strategisch günstig angelegt wurde, dient er heute nur noch als Yachthafen. Ein Ausflugsboot neben dem anderen, davor die umtriebigen Schiffsführer, die uns ihre Touren anpreisen. Zum Sonderpreis von fünf Euro pro Person wären wir dabei für eine 40-minütige Rundfahrt. Und das bei jedem Schiff.

Eine weitere Treppe führt uns wieder nach oben in die Altstadtgassen. Nach einem Imbiss in einem türkischen Schnellrestaurant, der üppiger ausfällt als gedacht, beschließen wir, den Rest des Nachmittags entspannt am Hotelpool zu verbringen.

Altstadtgasse

Altstadtgasse

Hotelpool - ganz für uns allein!

Hotelpool - ganz für uns allein!

Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf, statten dem römischen Hadrianstor einen Besuch ab und gehen dann Richtung Meer. Hier steht noch ein ehemaliges Mausoleum, ein riesiger turmartiger Bau direkt an der Küste.
Am anderen Ende der Bucht geht über den Bergen die Sonne unter. Die letzten Ausflugsboote tuckern gen Hafen.

Hadrianstor

Hadrianstor

Bucht von Antalya

Bucht von Antalya

© Gina W., 2014
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 21.09.2014
Dauer: 13 Tage
Heimkehr: 03.10.2014
Reiseziele: Türkei
Zypern
Griechenland
Der Autor
 
Gina W. berichtet seit 3 Jahren auf umdiewelt.