Dominica-Reisebericht :Zum Segeln in der Karibik verpflichtet

Dominica und Martinique

Im Windschatten auf der Westseite der Inseln kann es viel Flaute geben

Im Windschatten auf der Westseite der Inseln kann es viel Flaute geben

Mit halbem Wind läuft die Ambassador auch, wenn es nicht so kachelt wie gestern. 10 Stunden segeln wir heute bei durchwachsenem Wetter. Das letzte Stück vor Roseau dreht der Wind doch noch zu weit südlich, und wir müssen kreuzen. Eigentlich hätte ich das wissen müssen, denn bekanntlich dreht der Wind vor dem Südende der Inseln weiter nach Süd, weil die Luft ja steiler nach Norden abgelenkt wird. Aber es gibt Leute, die lernen es zu spät....
So sind wir erst um 17.30 Uhr vor Roseau an einer Muring fest. Für einen Landgang ist es uns zu Fuß zu weit oder wir haben andere Ausreden. An Bord ist es einfach doch am schönsten!
12.Mai Kurs Martinique. Dieses Mal genau, wie wir es inzwischen gelernt haben: Gegen einen Südsüdost mit 190 Grad los, zwischen den Inseln auf Südkurs und hinter der Nordwestspitze von Martinique mit Raumschotskurs auf St.Pierre zu. Dennoch können wir nicht verhindern, dass wir vor St.Pierre in die Flaute fahren und den Rest motoren müssen.
Trotz Nebensaison ankern hier doch etliche Boote, fast alles Franzosen.
St.Pierre kennen wir schon, so lassen wir es hier bei einigen Einkäufen und der Besichtigung des Friedhofes.
Anschließend starten wir nach Le Marin. Das Wetter ist durchwachsen, es schauert öfter, dann bleibt der Wind weg.
Aber als wir auf Südostkurs auf Le Marin zuhalten müssen, da fängt es kräftig an zu brettern. In den Schauern bleibt manchmal minutenlang die Sicht weg und nach dem Schauer kommt der Wind aus einer anderen Richtung. Gut, dass sich das Ganze bei tropischen Temperaturen abspielt, bei zehn Grad wäre das Nordseewetter zum Abgewöhnen.
In der Marina angekommen, spielt sich heute abend nicht mehr viel ab, wir machen uns ein gutes Essen und probieren nach längerer Abstinenz auch wieder einen Merlot.
Sigi will hier zwei Tage pausieren, Wäsche waschen, Tanken und die Vorräte auffüllen, bevor es weitergeht. Schließlich soll es anständig an Bord aussehen, denn in St.Lucia erwarten wir AnnMarie, die von Trinidad einfliegen wird.

© Manfred Sürig, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In 20 Tagen die AMBASSADOR von St.Marten nach Grenada zu bringen, das hatte uns Sigi angeboten und dazu hatten wir uns - unter seiner Führung- gern verpflichtet. Also mal Sonntagssegeln unter Zeitdruck: 550 Meilen vor uns, nac hts immer ankern, macht pro Tag durchschnittlich knapp 30 Meilen.
Details:
Aufbruch: 03.05.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.05.2010
Reiseziele: Niederländische Antillen
St. Kitts und Nevis
Montserrat
Guadeloupe
Dominica
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadien
Grenada
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt. Manfred über sich:
pensionierter Zentralbanker, der zwischen 65 und 80 noch Europa hautnah erleben will, besonders die nun zugänglichen Länder im östlichen Europa. Fahrradreisen 2000 in die Slowakei, 2001 Tschechien/Slowakei,2002 Slowakei und Ungarn, 2003 Rumänien, Bulgarien und Ukraine, 2004 Ukraine Rumänien und Moldawien und 2005 durch den ganzen Balkan, 2006 wieder in die Slowakei und 2007 mal in die Schweiz und nach Frankreich, 2009 und 2010 wieder nach Tschechien und in die Slowakei, ab 2011 mit Enkel Dominik jedes Mal auf einen anderen hohen Berg zu Fuß in der Tatra, den Waldkarpaten und in der Mala Fatra.
Zweites Hobby: Segeln, nach dem Eintritt in den Ruhestand wird auch mal im Winter Urlaub gemacht, da bietet sich die Karibik an. Seit 2007 nun immer mit demselben Vercharterer aus Trinidad