Guadeloupe-Reisebericht :Wir zeigen Euch die Welt - die erste große Reise zu fünft

Gemeinsam mit unseren drei Kindern wollen wir weiße Flecken auf unserer persönlichen Weltkarte mit Farbe füllen. Fremde Kulturen entdecken und die volle Pracht der Natur erforschen. Unser erstes Ziel: Guadeloupe - die Schmetterlingsinsel in der Karibik. Kommt doch einfach mit...

Prolog

Die Traum vom Entdecken

"Wohin würdest Du reisen, wenn Du eine Zeitreise machen könntest?" Diese Frage haben Yvonne und ich uns an dem Abend im Oktober 2008 gestellt, an dem wir uns kennenlernten. Nur zu gern wäre ich 1492 mit an Bord der Santa Maria gewesen, und hätte Kolumbus und seinen Männern ins Gesicht gesehen, als sie feststellten eine Neue Welt entdeckt zu haben (auch wenn der gute Christoph, das Zeit seines Lebens nicht akzeptieren wollte). Oder was würde ich dafür geben, mit Kapitän Cook auf Südsee-Expedition zu gehen, um nach der Terra Incognita zu suchen, und ganz nebenbei auf Tahiti das irdische Paradies zu finden.

Seit diesem Tag träumen wir davon auf die Spuren der großen Entdecker zu gehen. Aber natürlich kam alles erstmal anders. Das Abenteuer Familie wollte zuerst beginnen. Knapp 6 Jahre später sind wir zu fünft, haben Studium und Freiburg hinter uns gelassen, leben ein fast spießiges Leben im Norden von München - stehen in Lohn und Brot. Nach diversen Europatouren und dem ersten Flugversuch an die türkische Ägäis mit Baby Marlene (damals 3 Monate) waren wir uns sicher, unser Traum vom Entdecken kann Wirklichkeit werden. Los, wir zeigen unseren Kindern die Welt!

Die Wahl des Reiseziels oder wie mutig sind wir?

Genauso lange wie ich träume, recherchiere ich auch. Suche nach sicheren Orten, die dennoch so ursprünglich und exotisch wie möglich sein sollen. Asien faszinierte mich im Studium am meisten, da die europäische Kultur sich dort nie zu 100 Prozent durchsetzen konnte - auf dem amerikanischen und afrikanischen Kontinent gelang es den Kolonialherren des Abendlandes der Bevölkerung Religion und Willen aufzuzwingen. In Asien, vielmehr in Fernost, stießen Iberer, Niederländer, Franzosen und Briten auf Widerstand, Unverständnis und Ablehnung. Aber immer mit dem typisch-asiatisch freundlichen Lächeln.

Aber China mit kleinen Kindern? Da warten wir doch lieber bis sie was vom "Kultur-Urlaub" mitnehmen können. Für Südostasien fühlt sich Yvonne noch nicht richtig bereit. Trotz vieler positiver Berichte aus Umfeld und Netz - auch mit Kindern.

USA und Kanada einfach uferlos teuer - ich begann schon fast zu verzweifeln... Da fielen mir aus heiterem Himmel die französischen Überseedepartments im Atlantik ein. Karibische Exotik mit EU-Standard und - wie sich herausstellte - das zum Sonderpreis. Ein Flug für alle fünf nach Guadeloupe mit Air France von Paris für 1.500€. So stand im Herbst 2015 fest: Unser Traum wird wahr!!!

Guade... wohin?

"Hmmm, schon mal gehört. Wo ist das?" Diese Reaktion im persönlichen Umfeld zeigte deutlich, dass wir mit unserem Wunsch nach Exotik zumindest im deutsch-touristischen Sprachraum voll ins Schwarze getroffen hatten. Auch wenn man hier in den Reiseberichten nach der Schmetterlingsinsel sucht findet man lediglich ein paar Karibiksegeltörns, die dort eine Nacht vor Anker lagen.
Der Archipel ist aber bei Touristen aus der Grande-Nation sehr beliebt. Viele Franzosen haben dort ein Ferienhaus, dass sie aber in der Nebensaison (Juni - Oktober) relativ günstig vermieten. Überhaupt steckt Pauschaltourismus dort noch in den Kinderschuhen. Die typischen All-Inc-Bunker von Hispaniola sucht man dort lange.
Nachdem die Flüge von München über 1.000€ teurer gewesen wären, beginnt unsere Reise am 31. Mai 2016 am Ulmer Hauptbahnhof. Das Europa-Special der Bahn bringt uns für einen schmalen Euro in die Stadt der Liebe. (Flug hätte das doppelte gekostet)
Wir verbringen noch eine Nacht in Orly am Flughafen so haben wir sogar noch einen Tag Zeit Paris anzuschauen - dachten wir.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 31.05.2016
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 16.06.2016
Reiseziele: Guadeloupe
Der Autor
 
Philipp Süßkind berichtet seit 16 Monaten auf umdiewelt. Philipp über sich:
Papa - Ehemann - Journalist - und jetzt auch Weltentdecker