Die Zeit drängt: Jetzt muss man Kuba sehen!

Reisezeit: Dezember 2015 - Januar 2016  |  von Christine & Thomas R&H

31.12.2015: Varadero-Guama

Alain steht schon um 8 Uhr bereit—wir schicken ihn noch mal weg weil wir doch noch in Ruhe das Frühstück genießen wollen.
Ich versuche noch eine Simkarte fürs Internet zu bekommen, aber das gibts wohl nicht.
Überhaupt ist hier nirgends Wifi—nur im „Centro Comercial“—aber auch hier klappte das bei uns nicht.
Wir finden mit Alain tatsächlich eine Bank und tauschen hier noch. Es ist unglaublich: Eine ewig lange Schlange und nach !!über 1 Stunde!!! Sind wir dran.
Wir wechseln gleich eine große Summe, die erstmal eine –weile reicht.
Dann geht es weiter:Jetzt erklärt uns Alain, dass er nur eine Taxi- Lizenz für Varadero hat, d.h. er bringt uns zu einem „Freund“ der uns dann nach Guama fährt.

Dieser Freund heißt Israel , ist bestimmt schon 70 und wohnt nur etwa 500m weiter. Hier wechseln wir das Fahrzeug, geben Alain 30 Cup (wohl Vermittlungsgebühr) und steigen in das bestimmt ebenso alte Fahrzeug --ein Dodge--wie sein Besitzer und „düsen“ mit ca 60km/h und lauter Salsamusik los.
Angeblich hat dieses alte Ungetüm einen neuen Motor und schafft deshalb die Tour nach Guama.

Israel erzählt unterwegs viel, d.h. er schreit, wie alle Kubaner—es geht nicht anders: laute Musik und offene Fenster (die sind kaputt) und das Klappern des Oldtimers.Ein Liter Benzin kostet hier ca 50 Cent erfahren wir unter anderem.
Nach wenigen Minuten schon hält uns die Polizei an, ein Polizist springt aus dem Wagen und prescht auf uns zu. Mir ist unwohl, aber nach kurzem Händeschütteln, wird uns klar was los ist: aus dem Polizeiauto steigt ein junges Paar. Das sollen wir mitnehmen.
Tja—andere Länder, andere Sitten.

Ein hübsches Paar

Ein hübsches Paar

Giovanni redet wie mit allen hier auf italienisch und sie antworten auf spanisch—scheint zu klappen—
Das Paar steigt nach kurzer Zeit wieder aus und verabschieden sich herzlich.
Wir fahren weiter durch viele kleine Dörfer, es werden an der Straße Schweinehälften oder Teile von Schweinen angeboten.
Jetzt sehe ich auch öfter Leute an der Straße die mitgenommen werden wollen, aber Israel schüttelt immer den Kopf und zeigt auf uns.
Da wir auch an seinem Haus vorbeikommen, will er uns das natürlich auch zeigen.
Er arbeitet als Automechaniker und zeigt uns Werkstatt, Haus,Frau und Mama, die gerade am kochen ist.

Die gibt es hier zum Jahreswechsel

Die gibt es hier zum Jahreswechsel

Rikschas gibt es hier auch!

Rikschas gibt es hier auch!

Nach knapp 2 Stunden sind wir am Ziel: Guama, dem Naturreservat
Wirkt erstmal wie ein Touristenzentrum viele Touris und viele Busse....
Jetzt stellt Israel fest, dass einer unserer Rucksäcke fehlt—der Tagesrucksack mit unseren Papieren und Reiseplan—er hat ihn mit seinem verwechselt und in seinem Haus gelassen. Witzig-(nein ich habe keine Angst, dass wir ihn nicht wiederbekommen)—er fährt zurück um ihn zu holen und wir erkundigen uns unterdessen nach einer Unterkunft in dem Indianerdorf und besuchen die Krokodilfarm an.

Er ist nach 1 Stunde wieder da mit unserem Rucksack und wir verabreden uns mit ihm für die Tour am nächsten Tag. Da wir eine italienische Reisegruppe getroffen haben, ändern wir auf den Rat deren Reiseleiters unsere Tour und wollen morgen nach Playa Giron und Cienfuegas.
Jetzt müssen wir ein Boot zu dem Dorf auf dem Wasser mit der Hotelanlage organisieren.
Die Übernachtung dort in einer Hütte kostet 62 Cup plus Bootsfahrt dorthin von 8 Cup p.P.
Da ein Boot uns gerade vor der Nase weggefahren ist, setzten wir uns in das kleine Restaurant und warten bei einem Bier auf das nächste Boot. Tatsächlich fährt das wieder ohne uns, weil man uns vergessen hat Bescheid zu sagen.
Wir beschweren uns und bekommen nun ein Boot für uns allein.

Die Bootsfahrt über den Treasure Lake ist toll...

Das Restaurant

Das Restaurant

In der Rezeption bekommen wir Schlüssel und „Jesus“ der Mann für alles in diese Anlage (Jesus ist übrigens ein beliebter und häufiger Name auf Kuba) fährt uns mit dem Boot bis zu unserer Hütte.
Jede Hütte steht einzeln im Wasser—jedoch kann man trocknen Fußes jede Hütte erreichen.
Alles ist mit klapprigen Stegen verbunden.
Es gibt sogar in jeder Hütte eine laute Air Condition. Jesus stellt sie uns an und verabschiedet sich mit Umarmung und Küssen von uns , nachdem ich ihm ein kleines Trinkgeld und einen Anhänger geschenkt habe, den er bewundert hat.

Wir genießen die Aussicht und prompt fällt die Tür ins Schloß—Schlüssel steckt natürlich von innen. No Problem—wir rufen zur Rezeption rüber, aber keiner hört uns—also latscht Christine über die Stege zurück und mit Jesus und Reserveschlüssel gehts im Boot wieder retour

Jetzt besichtigen wir noch „Aldea Taina“, das Indianerdorf, das aber verlassen ist und auch null Besucher aufweist und bestaunen die vielen farbenfrohen Vögel: ein Paradies für Vogelliebhaber ist das hier!

Heute ist Silvester!!!
Abends im Restaurant sehen wir dass die Anlage nur spärlich besucht ist—wir lernen Klaus mit Tochter und Sohn kennen, die mit einer kleinen Reisegruppe unterwegs sind.Mit ihnen verbringen wir einen netten Abend und trinken ein paar Mojitos—wir sind schon um 22 Uhr die letzten Gäste.
Kurz vor Mitternacht gehts zurück zur Hütte—Silvester verschlafen wir.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
So hört man das oft. Noch ist Kuba ursprünglich und der Einfluss der USA wenig spürbar. Noch sieht man die 50er Jahre Schönheit des Landes--bald vorbei--also schnell hin!
Details:
Aufbruch: 28.12.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 19.01.2016
Reiseziele: Kanada
Kuba
Der Autor
 
Christine & Thomas R&H berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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