St. Lucia-Reisebericht :Zum Segeln in der Karibik verpflichtet

St.Lucia

Vollgetankt bis Oberkante Unterlippe sowohl mit Diesel wie auch mit Trinkwasser starten wir in die zweite Halbzeit unserer Überführung.

Nach St.Lucia zur Rodney Bay mit halbem Wind ist wieder reines Segelvergnügen.
Unter Segeln dann auch bis zum Ankerplatz zu fahren, das kann man nur, weil wir Nebensaison haben und nicht in die Marina wollen. Vor dem Strand eines Hotels finden wir freien Ankergrund in glasklarem Wasser. Und so bekommen wir ein besonderes Ankerbier schon mittags!

Doch es geht abends noch weiter, denn wir wollen in Castries in der Einflugschneise des Flughafens übernachten, damit wir die Landung der Maschine aus Trinidad mit AnnMarie an Bord morgen früh auf keinen Fall verpassen.

Pünktlich kommt sie an und nur 20 Minuten später ist sie an Bord. Nach einer stürmischen Begrüßung machen wir in der Stadt noch einen kleinen Einkaufsbummel, dann starten wir auf Südkurs zu den Pitons, zwei etwa 1200 Meter hohe Basaltkegel, die Wahrzeichen von St.Lucia. Genau unterhalb gibt es ein paar Muringtonnen wenige Meter vom Ufer. Heute gönnen wir Werner,Wolfgang und ich uns einen Landgang mit ein paar Drinks im nahegelegenen Luxusresort, während das Eignerehepaar an Bord ein festliches Abendessen zubereitet.
Das Wetter wechselt zwischen stark diesig und sonnig und klar. Wie wird es wohl morgen ?

Es sieht nach Regen aus...

Es sieht nach Regen aus...

...oder doch nicht ?

...oder doch nicht ?

"Shoals" steht auf der Seekarte etwa eine Meile von unserem Liegeplatz entfernt. Brandung ? Dort ist das Wasser doch über 100 Meter tief.
Am nächsten Morgen nach dem Start lernen wir die Ecke kennen. Gut, dass nicht viel Wind ist, aber hier laufen zwei Strömungen gegeneinander und durcheinander; an den Übergängen wechselt unser Kurs um über 40 Grad! Die Abdeckung der hohen Berge tut ein übriges. Mal flattern die Segel, mal droht eine Halse.
So etwas bei mehr als 6 Windstärken kann schon mal mulmig werden. Nach einigen Minuten ist der Spuk aber zuende, als wir weit genug vom Land sind. Nun gehts mit beiner flotten Backstagsbrise nach St.Vincent, die letzte größere Seestrecke unserer Reise: 37 Meilen bis zur Walliaboubay.

© Manfred Sürig, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In 20 Tagen die AMBASSADOR von St.Marten nach Grenada zu bringen, das hatte uns Sigi angeboten und dazu hatten wir uns - unter seiner Führung- gern verpflichtet. Also mal Sonntagssegeln unter Zeitdruck: 550 Meilen vor uns, nac hts immer ankern, macht pro Tag durchschnittlich knapp 30 Meilen.
Details:
Aufbruch: 03.05.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.05.2010
Reiseziele: Niederländische Antillen
St. Kitts und Nevis
Montserrat
Guadeloupe
Dominica
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadien
Grenada
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt. Manfred über sich:
pensionierter Zentralbanker, der zwischen 65 und 80 noch Europa hautnah erleben will, besonders die nun zugänglichen Länder im östlichen Europa. Fahrradreisen 2000 in die Slowakei, 2001 Tschechien/Slowakei,2002 Slowakei und Ungarn, 2003 Rumänien, Bulgarien und Ukraine, 2004 Ukraine Rumänien und Moldawien und 2005 durch den ganzen Balkan, 2006 wieder in die Slowakei und 2007 mal in die Schweiz und nach Frankreich, 2009 und 2010 wieder nach Tschechien und in die Slowakei, ab 2011 mit Enkel Dominik jedes Mal auf einen anderen hohen Berg zu Fuß in der Tatra, den Waldkarpaten und in der Mala Fatra.
Zweites Hobby: Segeln, nach dem Eintritt in den Ruhestand wird auch mal im Winter Urlaub gemacht, da bietet sich die Karibik an. Seit 2007 nun immer mit demselben Vercharterer aus Trinidad