Indonesien: Vertrautes Land

Ägypten-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2018 - Januar 2019  |  von Thalia&Christine R

22.12.2018: Milano-Alexandria

In einem echten arabischen Land-oder: das Gefühl eine Tarnkappe zu tragen

Ich schlafe tief und fest 5 Stunden.
Wir haben unser Zimmer im ersten Stock und im 11. gibt es das Frühstück.
Der Fahrstuhl hält auf jeder Etage—das habe ich so in Erinnerung: in den arabischen Ländern geht man nicht gern zu Fuß—schon garncht Treppen.
Ich fühle mich unwohl mit meinem „nackten“ Kopf und den nackten Armen.
Alle Frauen tragen Kopftücher, aber wenigstens sind sie unverhüllt.
Wir werden jedoch von jedem freundlich angelächelt.
Der Frühstückssall sind riesig und proppevoll, aber hier sind ein paar wenige „moderne“ Frauen die ihre Haarprcht zeigen.

Umfangreiche Auswahl

Umfangreiche Auswahl

Nur arabische Gäste....

Nur arabische Gäste....

Ungemütlich: voll und laut

Ungemütlich: voll und laut

Da wir ja bis 14 Uhr im Zimmer bleiben dürfen, beschließen wir erstmal in die Richtung zum Wasser zu gehen und heben und die Sight-seeing Punkte für nachmittags auf.
Wir versuchen am ATM in der HOtel-Lobby Geld zu holen, aber der ist kaputt.
Daneben befindet sich ein Geld-Wechsler.
Ein Mitarbeiter des Hotels zeigt uns, wie das funktioniert:
50 Euro-Schein rein und wir bekommen die ägyptischen Pfund.
So etwas kenne ich noch nicht!
Alexandria empfängt uns mit freundlichen 20 Grad und Sonne.
Auch hier gibt es viele kleine Sammelbusse, ganz Alexandria ist eine Baustelle mit viel Verkehr!

Die Aussicht von unserem Zimmer aufs Meer

Die Aussicht von unserem Zimmer aufs Meer

Im Hof befindet sich ein Pool, der aber leer ist—denn zum baden ist es doch zu frisch

Im Hof befindet sich ein Pool, der aber leer ist—denn zum baden ist es doch zu frisch

Der Weg zum Strand

Der Weg zum Strand

Die breite, vielbefahrene Straße

Die breite, vielbefahrene Straße

Wir haben das Gefühl, dass es mehr zerfallene Häuser gibt, als solche schönen neuenEnt

Wir haben das Gefühl, dass es mehr zerfallene Häuser gibt, als solche schönen neuenEnt

Entlang der Promenade sind diese Hochhäuser

Entlang der Promenade sind diese Hochhäuser

Gegenüber ist diese schöne Anlage, die zum bummeln und verweilen einlädt

Gegenüber ist diese schöne Anlage, die zum bummeln und verweilen einlädt

Es ist weihnachtlich geschmückt und es finden überall noch kleinere Bauereien statt

Es ist weihnachtlich geschmückt und es finden überall noch kleinere Bauereien statt

Schöner Park mit Wasserläufen und im Hintergrund wieder Bauarbeiten

Schöner Park mit Wasserläufen und im Hintergrund wieder Bauarbeiten

Riesige Kaffees ..

Riesige Kaffees ..

Ein großer, schöner Weihnachtsbaum

Ein großer, schöner Weihnachtsbaum

Auch ein großer Weihnachtsbaum steht hier

Auch ein großer Weihnachtsbaum steht hier

Auch hier werden wir immer wieder angesprochen und um Selfies gebeten

Auch hier werden wir immer wieder angesprochen und um Selfies gebeten

Als Dirk die Arbeiter beim schweißen sieht, ist ernicht mehr zu halten

Als Dirk die Arbeiter beim schweißen sieht, ist ernicht mehr zu halten

Zum erstaunen aller nimmt er das Schweißgerät in die Hand und bastelt erstmal eine Naht hin

Zum erstaunen aller nimmt er das Schweißgerät in die Hand und bastelt erstmal eine Naht hin

Alle freuen sich

Alle freuen sich

Hier wird fleißig geangelt...

Hier wird fleißig geangelt...

Wir entdecken einen Kiosk und gönnen uns hier eine Kleinigkeit
Der Verkäufer und mehrere Männer kommen neugierig näher und fragen uns woher wir kommen.
D.h. Ich werde nicht so richtig wahr genommen.
Obwohl ich die Getränke bezahle und wieder kommuniziere, wird nur Dirk angeschaut und er bekommt auch das Wechselgeld gereicht

Ich werde hier wieder völlig ignoriert

Ich werde hier wieder völlig ignoriert

Wir nehmen 2 arabische Kaffee und 2 alkoholfreie Bier—das schmeckt sehr süß
Alkohol gibt es hier ja nicht
Kostenpunkt für alles: etwa 3 Euro

Wir nehmen 2 arabische Kaffee und 2 alkoholfreie Bier—das schmeckt sehr süß
Alkohol gibt es hier ja nicht
Kostenpunkt für alles: etwa 3 Euro

Eine Moschee

Eine Moschee

Ein schönes Lampengeschäft...

Ein schönes Lampengeschäft...

Viele beschädigte Häuser
Immer wieder hören wir Rufe: welcome in Egypt!!

Viele beschädigte Häuser
Immer wieder hören wir Rufe: welcome in Egypt!!

Hier kauft Dirk neue Schnürsenkel bei dem alten Mann

Hier kauft Dirk neue Schnürsenkel bei dem alten Mann

Nachdem wir unser Zimmer geräumt haben, setzen wir uns in die Lobby und versuchen den Flug nach Palamkanbung auf Borneo zu buchen. Dieser wird ja auch immer teurer mit der Zeit.
Aber es klappt mal wieder nicht.. Wir hoffen, am Flughafen dafür noch mal die Möglichkeit zu haben.
Nun ziehen wir mit unserem ganzen Gepäck noch mal los

Wir besuchen die berühmte Bibliothek von Alexandria

Wir besuchen die berühmte Bibliothek von Alexandria

Ein imposantes Gebäude

Ein imposantes Gebäude

Leider schon ab 16 Uhr geschlossen

Leider schon ab 16 Uhr geschlossen

Gleich gegenüber ist die Universität—auch sie ist bekannt

Gleich gegenüber ist die Universität—auch sie ist bekannt

Die Universität von Alexandria

Die Universität von Alexandria

Eine Moschee

Eine Moschee

Wir beschließen, nicht mehr die Sehenswürdigkeiten abzugrasen, die wir sowieso nicht so spannend finden-sondern einfach ein paar Eindrücke von Menschen und Leben aufzuschnappen und abzulichten

Viel Müll

Viel Müll

MAn trifft viele Händler, die alles mögliche verkaufen

MAn trifft viele Händler, die alles mögliche verkaufen

Viele tief verschleierte Frauen...

Viele tief verschleierte Frauen...

...die eilig Einkäufe heim tragen...vielleicht für Weihnachten???

...die eilig Einkäufe heim tragen...vielleicht für Weihnachten???

Wir entfernen uns mehr vom Wasser und gehen tiefer in die Stadt.
Hier gibt es viele verwinkelte Gassen. Es dämmert auch langsam und überall ist eine Art Markt. Es werden Waren ausgepackt und aufgebaut

In einer Gasse stoppen wir noch mal auf einen Kaffee, DAs Wasser dazu ist ungenießbar, sehr chlorhaltig

In einer Gasse stoppen wir noch mal auf einen Kaffee, DAs Wasser dazu ist ungenießbar, sehr chlorhaltig

Mangels Tische, wird hier ein Stuhl umfunktioniert

Mangels Tische, wird hier ein Stuhl umfunktioniert

Auch hier ist man wieder sehr freundlich und interessiert

Auch hier ist man wieder sehr freundlich und interessiert

Kuhköpfe hängen hier zum Verkauf

Kuhköpfe hängen hier zum Verkauf

Auch hier wird wieder in luftiger Höhe ohne jeglichen Schutz gearbeitet

Auch hier wird wieder in luftiger Höhe ohne jeglichen Schutz gearbeitet

Der Arbeiter arbeitet da in luftiger Höhe ohne jegliche Absicherung

Der Arbeiter arbeitet da in luftiger Höhe ohne jegliche Absicherung

Hier gibt es gegrillte Süßkartoffeln

Hier gibt es gegrillte Süßkartoffeln

Der rundliche Mann scheint auch ein Genießer zu sein...

Der rundliche Mann scheint auch ein Genießer zu sein...

Wir kaufen eine—ca 30 Cent

Wir kaufen eine—ca 30 Cent

Hier fährt auch noch eine Bahn—auch wenn es aussieht, als hätte es ausgedient

Hier fährt auch noch eine Bahn—auch wenn es aussieht, als hätte es ausgedient

Wir entdecken eine Polsterei. Wir dürfen schauen und Fotos machen
Wieder gibt es Smalltalk und Hände werden geschüttelt—natürlich nicht meine!

Fertige Schloßmöbel hängen an der Decke zum Verkauf

Fertige Schloßmöbel hängen an der Decke zum Verkauf

Bezüge werden genäht

Bezüge werden genäht

Hier gibt es eine Süßspeise—ähnlich unseren Crepes

Hier gibt es eine Süßspeise—ähnlich unseren Crepes

Ich probiere einen mit einer Art dunklen Sirup—mag es aber nicht so sehr

Ich probiere einen mit einer Art dunklen Sirup—mag es aber nicht so sehr

Es ist viel los in den Straßen. Der Verkehr wird auch immer dichter und quält sich im Schneckentempo durch die Straßen.
Wir suchen uns ein Cafe, in dem viele LEute—nein—wieder NUR Männer sitzen-Kaffee oder Tee trinken und Shisha rauchen.
Nebenbei läuft lautstark ein Fernseher über aller Köpfe.
Irgendein Fußballspiel. Ich bin unsicher, ob ich als Frau hier willkommen bin.
Aber keiner sagt was als wir uns setzen.

Unsere letzte Einkehr ist um 17.30 Uhr—hier wollen wir auch mal wegen einem Taxi zum Airport fragen

Unsere letzte Einkehr ist um 17.30 Uhr—hier wollen wir auch mal wegen einem Taxi zum Airport fragen

Mal ein Toilettenbild. Es gibt hier nur eine Männertoilette.
Ich muß aber auch mal dringend
Ein Mann erklärt mir, dass ich in die gegenüberliegende Moschee auf Toilette dürfe.
Ich solle Schuhe vor der Tür ausziehen und dann fragen

Mal ein Toilettenbild. Es gibt hier nur eine Männertoilette.
Ich muß aber auch mal dringend
Ein Mann erklärt mir, dass ich in die gegenüberliegende Moschee auf Toilette dürfe.
Ich solle Schuhe vor der Tür ausziehen und dann fragen

Da muß ich rüber auf die Toilette

Da muß ich rüber auf die Toilette

Das mache ich auch, halte es ja nicht mehr aus.
Nachdem ich mich durch den Verkehr auf die anderebis Seite gequält habe, luge ich durch die Tür. Wieder nur Männer, die da knien und beten.
Einer sitzt neben der Tür und paßt wohl auf.
Ich mache Zeichen, dass ich mal muss. Er versteht micht und bedeutet mir, dass ich die Schuhe ausziehen und ihm dann folgen soll.
Ich folge ihm barfuß über die Betteppiche, durch einen Gang, an großen Waschstellen vorbei, wo sich Männer vor den Gebeten waschen.
Ich werde zum Glück nicht groß beachtet.
Dann geht es zu einem großen Toilettenraum, hier stehen Männer und verrichten ihre Notdurft. Der Boden ist gefliest und nass. Ich mag nicht daran denken, wovon...
Zu spät zeigt er mir ein paar ausgelatschte Gummiclogs, die ich anziehen soll.
Ich gehe mit gesenktem Blick an den Männern vorbei in eine Kabine, wo sich nur eine Porzellan-WC-Wanne am Boden befindet.
Als ich fertig bin, will ich nur schnell raus—aber der Mann entdeckt mich und gibt mir ein Zeichen, dass er Geld möchte. Ich gebe ihm 10 Pfund—wir werden unser Geld ja eh nicht mehr los. Dafür schiebt er mir dann sogar noch einen Stuhl hin, damit ich mich hinsetzen kann beim Schuhe anziehen.
Ich eile zurück zum Cafe. Leider musste ich diese Prozedur wegen des Tees ein weiteres Mal durchziehen.
Beim 2. Mal war die Moschee proppevoll mit betenden Männern. Unschlüssig stand ich vor dem Eingang und traute mich nicht rein. Aber ein anderer Mann kam und schob mich in die bekannte Richtung.
Also—wenn ich Herpes-Kandidat wäre, hätte ich bestimmt einen Fußballgroßes Ding an der Lippe.

Diesmal trinken wir Tee. Auch dazu bekommen wir das eklige Chlorwasser.
Hier sitzen wir lange und beobachten das Treiben auf der Straße

Diesmal trinken wir Tee. Auch dazu bekommen wir das eklige Chlorwasser.
Hier sitzen wir lange und beobachten das Treiben auf der Straße

Da wir ja eh immerzu angesprochen werden, fragen wir nach einem Taxi, dass uns um 19 Uhr zum Airport bringen soll.
Erfreut kümmert sich ein junger Mann. Wir verhandeln den Preis auf 250 Pfund (ca 15 Euro—hin habe ich 20 Euro bezahlt-) Er telefoniert, kommt noch einige Mal zu uns und fragt immer wieder dasselbe...wann...wohin... schreibt den Preis auf eine Serviette und verkündet schließlich, dass jemand um 19 Uhr kommt und uns bringt.

Zu später Stunde holen wir uns von den umliegenden Imbissen etwas zu essen: Gebackenes Etwas aus Kartoffeln und Gemüse und eine Art Bohnen oder Linseneintopf, Beides schmeckt lecker!

Zu später Stunde holen wir uns von den umliegenden Imbissen etwas zu essen: Gebackenes Etwas aus Kartoffeln und Gemüse und eine Art Bohnen oder Linseneintopf, Beides schmeckt lecker!

Wir wollen schon kurz vor 19 Uhr los. Der Flieger geht um 22 Uhr. Aber es reicht uns—und auch mir in dieser Männerwelt.
Es gibt ein großes Abschiedsprozedre—natürlich nicht für mich—und los gehts!
Mustafa, unser Fahrer ist sehr jung. Er möchte gern plaudern, aber wir sind etwas unentspannt in diesem kleinen klapprigen Taxi, dass einem vorkommt wir dein dünner Fahrzeug. Ein Crash—und der Wagen passt in einen Briefumschlag.
Wir fahren an riesigen Feldern von Ölraffinerien vorbei. Ich vermute jedenfalls so etwas. Diese sind taghell beleuchtet.
Nach einer Stunde sind wir da. Das meiste der Strecke ist Highway.
Wir geben Mustafa großzügig 270 Pfund und er freut sich.
Wir wollen zum Terminal und werden erstmal zurückgepfiffen.
Erst nach einer Paßkontrolle dürfen wir aufs Gelände. Die Ignoranz mir gegenüber geht sogar so weit, dass keiner meinen Paß sehen will.
Der von Dirk wird angeschaut und ich darf dann ohne Kontrolle als „Anhängsel“ hinterher.
Beim einchecken dann aber plötzlich: ich werde aus der Reihe gezogen und darf ganz nach vorne vor allen Männern zuerst durch die Kontrollen.
HAA!!!
Nützt aber nix, denn dann sitze ich da ne Ewigkeit und muß auf meinen Partner warten.

Fazit: Wir fanden das Alexandria zwar keine schöne Stadt im herkömmlichen Sinne ist—aber der Tag hat sich gelohnt.
Das Eintauchen in diese Welt, war ein Erlebnis der besonderen Art

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ja--es geht wieder in mein Lieblingsland. Da waren doch noch Orte die ich sehen wollte: Unter anderem die Orang Utans im indonesischen Teil von Borneo und die Steinzeitmenschen auf Papua im Baliem-Valley. Als Abschluss steht noch die Insel "Biak" auf meinem Plan. Etwas ist neu: meine Reisebegleitung........
Details:
Aufbruch: 20.12.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 13.01.2019
Reiseziele: Indonesien
Italien
Ägypten
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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