Ich glaub, mich knutscht ein Elefant

Tansania-Reisebericht  |  Reisezeit: Oktober / November 2009  |  von Peter Belina

Zu den spektakulärsten Landschaften der Welt gehört der ostafrikanische Grabenbruch. Mittendrin: Der Ngorongoro-Krater, den Älteren unter uns noch von "Daktari" bekannt. Der Krater bezaubert aber nicht nur durch seine Landschaft, sondern auch durch die vielen Tiere, die sich hier aufhalten. Ich bekam hier binnen eines Tages die "Big Five" zu sehen.

Am Rand des Ngorongoro-Kraters

Ich stehe am Rand des Ngorongoro-Kraters und blicke in den rund 600 Meter tiefer gelegenen Krater, die größte nicht mit Wasser gefüllte Caldera der Welt, die sich immerhin über rund 20 x 16 Kilometer erstreckt. Noch wusste ich nicht, dass ich in den kommenden drei Tagen die "Big Five" in der Serengeti und im Ngorongoro-Krater zu sehen bekommen sollte, also Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel und Elefant. Und das, obwohl sich die so genannte Migration, also der Wanderzyklus von rund 2 Mio. Tieren, momentan einige hundert Kilometer nördlich in der kenianischen Masai Mara abspielte.

Der Picknickplatz auf dem ich stehe, liegt in rund 2.300 Metern Höhe. Mit zwei Jeeps sind wir von Arusha hergekommen, der ersten größeren Stadt nach der kenianisch-tansanischen Grenze, auf halbem Weg zwischen dem Ngorongoro-Krater und der Serengeti sowie dem Kilimanjaro gelegen. Seit Monaten hatte es nicht mehr geregnet, die Landschaft ist knochentrocken, Staubwirbel haben uns auf der Fahrt hierher begleitet. Einige Massai haben ihre Rinder in den Krater getrieben, mitten in den Nationalpark. Ein weiterer Jeep mit unseren Zelten, dem Essen und den Getränken ist vorausgefahren.

Wenige Minuten zuvor hatten wir gepicknickt, was nicht ganz reibungslos ablief. Einer meiner Mitreisenden hatte gerade ein Hühnerbein in der Hand und wollte zubeißen, als sich ein Milan in die Tiefe stürzte und ihm das Hühnerbein entriss.

© Peter Belina, 2010
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: Oktober 2009
Dauer: circa 5 Wochen
Heimkehr: November 2009
Reiseziele: Tansania
Der Autor
 
Peter Belina berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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