Lust auf Zug

Simbabwe-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2019  |  von Herbert S.

Viktoria Falls - Wasserfälle

Während des Helikopterfluges habe ich nur wenige Fotos gemacht und auch einige Videoszenen gedreht, bin aber der Meinung dass die Qualität meines Videos nicht mit dem standhalten kann, das ich zum Anschauen empfehle
Daher nur ein paar Fotos, die erläutern, dass der Sambesi von Sambia kommend in einem Delta auf den Canyon zu fliesst und dann in breiter Front hineinstürzt. .

der Heli fliegt eine Acht, damit bei der Besetzung mit 5 Personen jeder minestens einmal in die richtige Sichtposition kommt.

der Heli fliegt eine Acht, damit bei der Besetzung mit 5 Personen jeder minestens einmal in die richtige Sichtposition kommt.

Sambesi - aus Sambia kommend

Sambesi - aus Sambia kommend

Blick über das Delta auf die Fallkante - Gicht im Bild zu sehen

Blick über das Delta auf die Fallkante - Gicht im Bild zu sehen

die berühmte Brücke über den Sambesi und der weitere Verlauf des Canyon

die berühmte Brücke über den Sambesi und der weitere Verlauf des Canyon

Nach dem kurzen Frühstück geht es bereits los, die Koffer sind schon wieder gepackt und werden in den bereitstehenden Shongololo-Express gebracht und wenn wir im Nachmittag den Zug betreten, sind sie bereits in den Abteilen.
Der Weg vom Hotel ist kurz - der Eingang zu den Fällen schon wieder touristisch voll erschlossen, d.h. Souvenirs, Souvenirs ..

Hinter dem Eingang sollte man sich nach links (Himmelrichtung Nordwest) wenden, um den markierten Punkt 1 anzusteuern. Hier hat man einen guten Blick auf Cataract Island - wo sich enorme Wassermassen aus dem Delta 'unspektakulär' in den Canyon stürzen.

Direkt an der Aussichtsplattform steht auch das Denkmal des Schotten David Livingstone, der mehr als 30 Jahre lang Reisen durch den Süden und Osten Afrikas unternahm. Er entdeckte die Wasserfälle des Sambesi und nannte sie zu Ehren der englischen Königin Victoriafälle.
Der Sambesi ist der viertlängste Fluss in Afrika. Er durchfließt heute die Staaten Angola, Simbabwe, Sambia und Mosambik, wo er in den Indischen Ozean fließt. Livingstone stand im August 1851 erstmals an seinem Ufer. Von da an begann er den Sambesi zu erforschen. Seine Idee von der Schiffbarkeit des Sambesi erhielt nach der Entdeckung der Fälle allerdings einen erheblichen einen Dämpfer.

David Livingstone - 1813-1870

David Livingstone - 1813-1870

hier steht auch der erste Baobabbaum (Affenbrotbaum) - in Madagaskar haben wir  ganzen Wald mit diesen interessanten Bäumen besichtigt

hier steht auch der erste Baobabbaum (Affenbrotbaum) - in Madagaskar haben wir ganzen Wald mit diesen interessanten Bäumen besichtigt

Devils Cataract - 70 m

Devils Cataract - 70 m

Devils Cataract - 70 m

Devils Cataract - 70 m

Geht man ein Stück zurück des Weges, so öffnet sich ein Blick auf die ganze (1.) Schlucht des Canyons, die in knapp 2 km das Wasser in zahlreichen Fällen aufnimmt. Allerdings sind in diesem Jahr wegen der langen Trockenperiode die hinteren Fälle nahezu ohne Wasser.

An der Wegegabelung, die man zum Livingstone Denkmal nach links gegangen ist, hält man sich auf dem Rückweg weiterhin links und folgt dann den 'nummerierten' Fällen.

Hauptfälle - 72 m

Hauptfälle - 72 m

Hauptfälle - 72 m

Hauptfälle - 72 m

rechts: Horseshoe-Falls 93 m

rechts: Horseshoe-Falls 93 m

Der Weg entlang der Victoria-Fälle verläuft entweder nahe am Steilhang - an vielen Strellen durch die Gicht fast nicht gangbar ohne völlig durchnäßt zu werden - oder etwas entfernt durch den Regenwald, der im Gegensatz zu dem steilhangnahen Weg wegen der Trockenperiode recht trocken ist.

Rainbow-Falls - 107 m

Rainbow-Falls - 107 m

nichts zu sehen - aber erfrischende Dusche oder?

nichts zu sehen - aber erfrischende Dusche oder?

armchair-falls - 101 m - allerdings in diesem Jahr weniger spektakulär

armchair-falls - 101 m - allerdings in diesem Jahr weniger spektakulär

je weiter man nach Osten kommt desto 'dürftiger' werden die Fälle - eastern cataract - 85 m - der Canyon jedoch imposanter

je weiter man nach Osten kommt desto 'dürftiger' werden die Fälle - eastern cataract - 85 m - der Canyon jedoch imposanter

Kurve zum zweiten Canyon

Kurve zum zweiten Canyon

Der Endpunkt des Weges gibt den Blick auf die berühmte Victoria-Falls-Bridge frei.
Die Victoria Falls Bridge überspannt den Sambesi direkt unterhalb der Victoriafälle. Sie wurde über der zweiten Schlucht der Fälle errichtet. Da der Fluss hier die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia bildet, verbindet die Brücke beide Länder und hat Grenzposten an beiden Enden, bei den Städten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia. Ihre größte Spannweite beträgt 156,5 Meter, ihre Gesamtlänge 198 Meter und ihre Höhe 128 Meter.
Die Brücke ist das geistige Kind von Cecil Rhodes und seinem unerfüllt gebliebenen großen, als Kap-Kairo-Plan bekannten Kolonialprojekt, zu dem auch eine Eisenbahnverbindung vom südafrikanischen Kap der Guten Hoffnung bis ins ägyptische Kairo gehörte – auch wenn er die Viktoriafälle niemals besucht hat und vor dem Bau der Brücke starb. Von Rhodes wird berichtet, er habe die Ingenieure angewiesen, „die Brücke über den Sambesi da zu bauen, wo die Züge bei ihrer Passage den Sprühregen der Fälle mitbekommen“. Die Brücke wurde im Ingenieurbüro Sir Douglas & Francis Fox in London von George Anthony Hobson und Ralph Freeman entworfen, dem Ingenieur, der später an der Konstruktion der Sydney Harbour Bridge in Australien beteiligt war.
Die Brücke wurde in England von Cleveland Bridge & Engineering Co. hergestellt, anschließend per Schiff zum Hafen Beira in Mosambik gebracht und auf der ebenfalls von Sir Douglas & Francis Fox geplanten, neu gebauten Eisenbahnlinie bis zu den Fällen transportiert. Ihr Bau dauerte nur 14 Monate und war 1905 abgeschlossen.
aus: wikipedia

Für den Rückweg gibt es einen alternativen Weg - etwas entfernter von Steilhang - wir wechseln jedoch hin und her, um auch noch weitere Blicke auf die Fälle zu werfen. Das lohnt sich auch in anderer Hinsicht:

Wildwechsel

Wildwechsel

entwurzelter Baum

entwurzelter Baum

Affen durchforsten sämtliche Mülleimer

Affen durchforsten sämtliche Mülleimer

der Nachwuchs streift durch den Busch

der Nachwuchs streift durch den Busch

oder klettert in den Bäumen

oder klettert in den Bäumen

eine Horde Warzenschweine quert den Weg und stört sich nicht an den Besuchern - für uns gänzlich neu: zum Fressen knicken sie die Vorderbeine ab - sie 'knien' sich also sozusagen hin

eine Horde Warzenschweine quert den Weg und stört sich nicht an den Besuchern - für uns gänzlich neu: zum Fressen knicken sie die Vorderbeine ab - sie 'knien' sich also sozusagen hin

© Herbert S., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Welt per Zug entdecken? … oder was eine Schienen-Kreuzfahrt von einer Bahnfahrt unterscheidet. Nach unseren Erfahrungen mit der Transsib haben wir uns entschlossen eine weitere Schienenkreuzfahrt in Afrika von Simbabwe nach Südafrika zu unternehmen.
Details:
Aufbruch: 19.08.2019
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 02.09.2019
Reiseziele: Simbabwe
Südafrika
Mosambik
Swasiland
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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