Transafrika

Ghana-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2006 - Mai 2007  |  von Christoph Müller

Ghana und Togo

Unser erster Eindruck von Ghana war positiv: da macht doch die städtische Müllabfuhr mit einer Fahrradequipe die Strassenränder sauber! Dieser Effort war allerdings auf wenige Städte beschränkt. Die Leute waren sehr aufgeschlossen und was den Volkmar am Meisten gefreut hat, sie sprachen Englisch.

Unser erstes Highlight in Ghana war der Mole-Nationalpark, wo wir auf einer Fusssafari viele Elefanten und Gazellen zu Gesicht bekamen. Die Wildtiere in Westafrika sind fast alle den Jägern zum Opfer gefallen. Will man Tiere sehen, ist man im Süden und Osten dieses Kontinents viel besser aufgehoben.
Manchmal schaut der eine Elefant im Camp vorbei und trinkt den Swimmingpool halb leer... Dieses Spektakel haben wir leider um einen Tag verpasst. Aber Amy und Rob, zwei supernette Motorradler aus Australien, haben uns das folgende Bild zur Verfügung gestellt.

Elefant auf Kultursafari

Elefant auf Kultursafari

Viele Wochen haben wir in Savannenlandschaften verbracht. Und so waren wir dann froh, als die Vegetation wieder üppiger wurde. Auf wenigen Kilometern, so kam es uns wenigstens vor, ging die Savanne in Regenwald über. Und so stieg auch die Luftfeuchtigkeit an. Leider! Da wird abends und nachts alles feucht und trocknet teilweise am Tag kaum mehr richtig. So freut man sich abends jeweils so richtig auf eine Dusche. Wobei duschen hier so funktioniert: man zieht sich einen Eimer Wasser aus dem Brunnen, stellt sich in einen Raum mit einem Wasserablauf und löst sich das Wasser mit einem Joghurtbecher über den Körper.

Regenwald im Kakum-Nationalpark

Regenwald im Kakum-Nationalpark

Nach zwei Tagen sägen konnten wir endlich weiterfahren...

Nach zwei Tagen sägen konnten wir endlich weiterfahren...

Ghana, das ist auch das Land der schönen Strände. Diese haben selbstverständlich auch genossen, wobei wir jeweils die Schattenplätzchen unter den Palmen der Gluthitze am Strand vorgezogen haben. Volkmar hat sich in den hohen Wellen mit bodysurfen versucht und sich dabei den Rücken ganz tüchtig verrenkt.

Am schoensten Strand der Welt. Fidel hat sich hinter den Palmen versteckt.

Am schoensten Strand der Welt. Fidel hat sich hinter den Palmen versteckt.

Während in grossen Teilen von Westafrika der Islam die vorherrschende Religion ist, so ist es hier das Christentum. Und die Kirchengängerquote scheint weit über derjenigen der Schweiz zu liegen.

Jesus ist allgegenwaertig.

Jesus ist allgegenwaertig.

Ghana war im Gegensatz zu unseren vorangegangenen Reiseländern eine englische Kolonie. Im März vor fünfzig Jahren wurde Ghana als erstes Westafrikanisches Land unabhängig. Die Vorbereitungen für das grosse Jubiläum sind angelaufen; so werden beispielsweise überall in den Strassen Ghana-Fähnchen verkauft.
Wie in ganz Westafrika hat auch in Ghana der Sklavenhandel seine Spuren hinterlassen. An der Küste stehen noch viele Burgen und Festungen, die weitgehend im originalen Zustand belassen wurden.

Afroamerikanerin mit ihrem Mann auf den Spuren ihrer Vorfahren.

Afroamerikanerin mit ihrem Mann auf den Spuren ihrer Vorfahren.

Inzwischen sind wir in Togo angekommen. Togo, das war doch einer der Gegner unserer Schweizer Nati an der Fussball-WM in Deutschland? Fussballinteressierte wüssten sicherlich auch noch, wie das Spiel ausgegangen ist...
Nun erleben wir ein paar ruhige Tage auf dem Camping "Chez Alize". Alize ist eine etwa 70jährige Schweizerin, die sich hier schon vor Jahrzehnten niedergelassen hat. Einen Auszug aus der Speisekarte: Rösti mit Speck und Spiegelei, Fondue, Wurstsalat... Da fühlt man sich doch wie zu Hause!
Nochmals Energie zu tanken ist wichtig, denn bald steht Nigeria auf dem Programm.

Liebe Grüsse aus Togo
Volkmar und Christoph

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Volkmar und Christoph wollen mit einem Toyota Landcruiser Afrika von Norden nach Süden durchqueren.
Details:
Aufbruch: November 2006
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: Mai 2007
Reiseziele: Frankreich
Spanien
Marokko
Mauretanien
Senegal
Ghana
Kamerun
Angola
Namibia
Südafrika
Der Autor
 
Christoph Müller berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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