der Anfang ist gemacht.....

Indien-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar 2012 - Dezember 2017  |  von Cathleen Stemmler

Bye Bye Goa - Willkommen im Paradies

Namaste,

da bin ich jetzt erleichtert das doch noch jemand das Raetsel geloest hat - unsere Claudia juhu...... Klar war die Loesung : ich schau dir in die Augen kleines als Zusatz zu dem Satz uns bleibt immer noch Goa ( Paris ). Also Claudi die naechste Holy Cow ist fuer Dich.

Nach langem hin und her habe ich noch eine Fahrkarte fuer den Zug in den Norden bekommen - es scheint alle Leute wollen Goa verlassen und weiterziehen. O.k. jetzt habe ich leider nur einen Schlafplatz unten aber es wird schon irgendwie gehen wie immer ......
Die letzten Tage in Goa habe ich mit all den Dingen verbracht die ich auch die letzten Wochen hier gemacht habe. Habe noch viele schoene Stunden mit Mika verbracht, die dann am Samstag nach 5 Monaten und 10 Tagen Indienreise wieder nach Hause geflogen ist ( good Luck, see you in Sweden or in Germany ). Die Rasselbande der Italiener war auch dabei und so blieb der Spass nicht aus.
Einen letzten Sonnenaufgang, einen letzten Sonnenuntergang, die letzte Sandburg, das letzte Thali mit Michael, der letzte Chai und ein letzter Aufstieg zu meinem kleinen Tempel mit den letzten Gebeten an diesem Ort auf das der Wind sie weitertraegt..... Mama es wird alles gut werden - Du schaffst das !!!!!
Da ich meinen Rucksack nie ganz auspacke habe ich nicht allzuviel zu packen - habe hier aber einiges gekauft und bin ja auch nun stolze Besitzerin einer Trommel - deshalb hab ich mich mal entschieden ein Paket in Richtung Deutschland zu schicken. Also alles rein und weg damit.
20 Stunden Zugfahrt lagen vor mir - mit dem Roller 30 km zum Bahnhof - 1 Stunde vor der Abfahrt da sein duerfte reichen - schauen wo mein Waggon haelt und warten. Ich sage bloss DB - eigentlich duerfte jetzt schon klar sein was passiert ist - Verspaetung...... 21.30 Uhr laut Plan. 2.30 Stunden, 3 Rollen Schokokekse (pro Rolle 5 Kekse) und 2 Wasser spaeter war es dann endlich soweit. Alles schlaeft schon - nicht nur auf den Liegen auch auf den Gaengen und da die Waggons falsch ausgeschrieben waren und ich nicht so schnell draussen lang rennen konnte um meinen zu finden muss ich jetzt 10 Waggons durch den Zug.

Da reisst auch noch die Trommeltasche - das ist echt indische Wertarbeit. Auch hier denke ich wieder das es ein Glueck ist sportlich und gelenkig zu sein - mit Rucksack und Trommel im dunkeln in engen Abteilen ueber schlafende Inder zu seigen ist kein Spass..... Alles ist eine Herausforderung und auch das waere geschafft - mein Bett ist belegt - Ne die arme wecke ich jetzt nicht und lege mich auf eine andere freie Liege und die ist zu meinem Glueck oben.... Also alles gut - ich mummel mich in mein Kuschelkissen mit meinem Kuscheldino und durch das eintoenige Zuckeln schlafe ich auch bald. Die Nacht waere geschafft - Zaehne putzten, ein Tee muss her und noch 10 Stunden. Es ist phantastisch aus den Fenster zu schauen - ich sitze mit 8 Inderinnen im Abteil und so kommen wir hier und da ins Gespraech - wo kommst du her, wo willst du hin und warum, wie lange, wann kommst du wieder, hast du kinder, bist du verheiratet, wie gefaellt dir indien, was machst du in deutschland und auch ich habe wie immer viele Fragen.... So vergeht die Zeit. Mittags bestelle ich mir Reis mit Currychicken und tue es damit den Indern gleich. Ein schoenes friedliches Bild - im Schneidersitz und mit den Haenden essend .... Irgendwann fange ich an zu knuepfen und eine junge Inderin ist ganz interessiert - ob ich ihr zeigen koennte wie man das macht - klar wir haben ja Zeit. Sie knuepft also ein Armband und als sie aussteigt schenke ich es ihr - ist ja ihre Arbeit, sie versteht erst nicht und freut sich riesig und ganz ehrlich schon in dieses Gesicht zu schauen ist alles wert. Der Schaffner will mir Geld fuer ein anderes Armband geben - ich erklaere ihm das ich die Sachen nicht verkaufe und er macht sich muerrisch davon - naja man kann nicht alles haben.

19.00 Uhr - geschafft. Haha noch nicht ganz - der Bahnhof ist Endstation und es braucht keiner Erklaerung was das bedeutet. Durch Menschenmassen kaempfe ich mich zum Ausgang - die sollen alle in dem Zug gewesen sein ? Wo ist der Fahrer der mich abholen sollte ? Habe ich den richtigen Tag angegeben ? Irgendwie habe ich das mit dem Datum nicht mehr richtig drauf..... Da ist er ja und ich atme. Ich gehe ums Auto und will mich setzen - ne muss ja auf der anderen Seite einsteigen - menno.....
Nach einer halben Stunde sind wir bei Dr. Lalitha im Ayurbay am Nellikunnubeach - und ich in einem kleinen Paradies. Ein kleiner Kreis erwartet mich - es ist keine Session mehr und so bin ich die achte der kleinen Familie die sich hier verwoehnen lassen. Wir sind international - daenisch, deutsch und die Oestereicher. Es ist dunkel aber ich hoere das Meer, ich kann von meinem Balkon die Schaumkronen im Mondlicht sehen und nach dem Essen falle ich geschafft ins Bett. Morgen ist ein neuer Tag und ich bin gespannt was mich erwartet....

Einen Buchtipp habe ich noch fuer Euch : Mein Leben in Bhutan... Als Frau im Land der Goetter. Von Jamie Zeppa. Danke Ulli. Es ist einfach herrlich das zu lesen - es ist so viel wahres darin. Man muss einfach schmunzeln......und ich habe manches Mal laut gelacht weil ich das hier auch erlebe.

Das Raetsel diesmal kann mal wieder gegoogelt werden : Ich befinde mich hier am Nellikunnubeach - der Leuchtturm von Kovalam befindet der sich rechts oder links von mir wenn ich aufs Wasser sehe ????? Viel Spass

Namaste und Om Shanti

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tränen, Abschiede, tanzen, Vorfreude, Angst, Neugier. Die Gedanken im Gefühlschaos..... Delhi und sich treiben lassen...
Details:
Aufbruch: 05.01.2012
Dauer: 6 Jahre
Heimkehr: 31.12.2017
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Cathleen Stemmler berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.