Quattro stazione

Nepal-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2019 - April 2020  |  von Maritta Wulf-Bauer I.

Himmelwärts

So langsam beschleichen mich Zweifel, ob ich das Richtige getan habe, als ich die Tour nach Ghandruk gebucht habe.
Das Taxi bringt mich zu dem Punkt, wo die Jeeps abfahren, Es verspricht, eine harte Strecke zu werden.
Erstmal warten – bis auch der letzte Platz besetzt ist.
Ich lege vorsichtshalber meine Halskrawatte an (Gottseidank), schlucke meine Reisetablette und es geht los Richtung Berge.
Eine Karawane schleicht hinauf. Es wird überholt, wo die Möglichkeit besteht. Noch ist die Straße einigermaßen gut, von den Schlaglöchern mal abgesehen.
Alle Passagiere werden kräftig durchgeschüttelt. Es sind 3 Kinder mehr im Auto, als Sitzplätze, aber das wird hier nicht so genau genommen.
Nach 2 Stunden gibt es eine kleine Pause mit Möglichkeit zum Pinkeln und zum Essen.

7 Passagierplätze...

7 Passagierplätze...

das Büro des Jeepanbieters

das Büro des Jeepanbieters

Die Spülküche des Restaurants, wo wir Halt machen unterwegs

Die Spülküche des Restaurants, wo wir Halt machen unterwegs

Hier wird das Gemüse zubereitet

Hier wird das Gemüse zubereitet

Danach geht es weiter, immer höher. Die Straße wird zum Lehmweg, dicke Steine werden umfahren.
Bei Gegenverkehr muß häufig vor und zurück jongliert werden. Eine Nervenprobe.
Mein Hals wird hin und her geruckelt und gestaucht, äußerst schmerzhaft und meine Laune ist nicht die Beste.

Die "Straße" wird immer schlechter

Die "Straße" wird immer schlechter

Auf der linken Seite geht es viele, viele Meter den Abhang runter.

Auf der linken Seite geht es viele, viele Meter den Abhang runter.

Angekommen!

Endlich!

Die Kulisse ist traumhaft. Der Blick auf den Annapurna ist unbeschreiblich schön.
Ich schnappe meinen Koffer und steige die Stufen hoch in das Dorf.
Ein Guesthouse ist schnell gefunden. Eine Runde durch das Dorf ist schnell gemacht.
Die Deutsche Bäckerei verspricht Apfelstrudel und Zimtschnecken. Der Apfelstrudel hält allerdings meinen Erwartungen nicht stand.

Das Dorf besteht ausschließlich aus Stufen und schmalen Wegen. Die Fahrzeuge müssen unten am Parkplatz stehen bleiben.

Das Dorf besteht ausschließlich aus Stufen und schmalen Wegen. Die Fahrzeuge müssen unten am Parkplatz stehen bleiben.

Hier geht  nur Manpower oder....

Hier geht nur Manpower oder....

... Pferdestärken

... Pferdestärken

Und immer wieder kann ich mich an der Aussicht besaufen

Und immer wieder kann ich mich an der Aussicht besaufen

Nur noch Essen, ein Bierchen mit Blick auf den Himalaya und dann ins klamme Bett. Angezogen mit allem, was ich mitgenommen habe.
Einschließlich Mütze und Kapuze auf und 2 Decken.
Geschlafen habe ich wieder Erwarten doch ganz gut.

Frühstück und dann wieder zur Jeep- und Bushaltestelle.
Wieder warten, bis alle Plätze belegt sind. Dieses Mal reisen sogar noch 2 Hundewelpen mit.

Und dann genieße ich wieder die Wärme und die Sonne am See in Pokhara

Und dann genieße ich wieder die Wärme und die Sonne am See in Pokhara

Nachtrag:
Gestern im Internet gelesen, dass in dem Gebiet wegen starkem Schneefall (5 m ! ) 6 Menschen vermisst wurden. Gottseidank wurden sie lebend gefunden.
An dem Abend, als ich dort übernachtet habe, sprach der Guesthousebesitzer schon davon, dass es nach Schneefall erwartet würde.
Glück gehabt. Dort oben fest zu sitzen bei dem Temperaturen macht nicht wirklich Spaß.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sri Lanka, Borneo und Nepal, Bali und ein paar extra Zutaten. Verwöhnprogramm, Orang Utans und Gebetsmühlen. Treiben lassen. Wind, Regen und Sonne um die Nase
Details:
Aufbruch: 04.12.2019
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: April 2020
Reiseziele: Sri Lanka
Malaysia
Nepal
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Australien
Neuseeland
Der Autor
 
Maritta Wulf-Bauer I. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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