Auf zu den Scheichs

Oman-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar 2017  |  von Peter B.

Ras Al Hadd

Muscat lassen wir hinter uns. Über Sur geht es bis an den östlichsten Zipfel des Omans, von Muscat noch einmal deutlich über 200 km,

Erstaunlich immer wieder die gut ausgebauten Straßen, die ein flottes Vorwärtskommen durch eine karge Landschaft ermöglichen. Natürlich immer begleitet von Blitzern, Roundabouts und in städtischen Lagen den allgegenwärtigen Bumpern, die man nicht übersehen sollte.

Zwischen Muscat und Sur auf halber Strecke liegt der Hawiyat Najm Parc mit dem von Fotos gut bekannt Sinkhole. Dieses ist ein Ausflugsziel für Einheimische wie auch Touris, aber nicht überlaufen. Ein vllt. 20 m tiefes Loch, das über ca. 1km Entfernung von Meerwasser gespeist wird. Über eine Treppe gelangt man hinunter und kann dort in angenehm kühlen Wasser plantschen. Wagemutige springen auch von den überhängenden Felsen.

Umgeben ist das Ganze von einer kleinen Parkanlage. Grün wie selten im Oman. Eintritt wird übrigens nicht verlangt.

In Sur wollten wir Zwischenstation machen, schon eine etwas größere Stadt, die in der MIttagszeit aber wie ausgestorben ist. Ohnehin nicht auf Touris ausgerichtet, fallen einem die die vielen wohlhabend anmutetenden Häuser auf, viele kleine Lädchen, kaum mal ein Restaurant, und wenn ist ein ein geschlossener Coffeeshop.

Sur liegt an einem natürlichen Hafenbecken, hat Geschichte mit der Dhauproduktion geschrieben, auch jetzt noch werden in zwei kleinen Werften Dhaus wie in alten Zeiten hergestellt. Ggü. von einem kleinen Dhaumuseum haben wir dann doch ein offenes Restaurant gefunden.

Noch gibt es den handwerklichen Bootsbau ...

Noch gibt es den handwerklichen Bootsbau ...

Über die Brücke von Sur dann die letzten 40 km mit Ras Al Hadd in Angriff genommen. Ras Al Hadd war schon etwas größer als erwartet. eine größere Sammlung wie zufällig verstreuter Häuser bis hin zur Beach. Von weitem konnten wir das gebuchte Hotel (eines von 2 möglichen) sehen, dann ein Wegweiser mit einer Straße, die im NIchts endete. Dann ging es querfeldein weiter ohne Straße und dies war tatsächlich der richtige Weg.

Vor uns einige andere Autos, die dem omanischen Hobby, dem Cruisen am Stand, entgegenstrebten. Wie die Blöden düsen die mit Schrottkarren oder auch guten Allradfahrzeugen dort entlang. Hotel gefunden, ein einfaches Hotel, aber wirklich OK. Nur, dass die cash bezahlt werden wollen. Glück gehabt, gerade noch genug Bargeld mit, sonst wären 40 km zurück nach Sur fällig gewesen. In einem schon größeren Ort kein ATM. Für uns kaum vorstellbar. Wir haben ein Dreibettzimmer mit Balkon erwischt, mit Blick zum Beach.

Mangels Alternativen haben wir das Dinner im Hotel gewählt, auch mangels Alternativen. War einfacher Natur, aber durchaus essbar. den 3 Rial angemessen. Für den Abend wollten wir eigentlich nach Rals Al Jinz, der eigentlichen Schidkrütenzentrale. Der Hotelier hat uns davon überzeugt, das Turtle watching in Ras Al Hadd zu machen. War praktisch - kein Weg - und zudem sicher (in Ras Al jinz müsste man wohl vorbuchen). Aber die Chancen eher schlecht - eigentlich keine Schildkrötensaison.

21 Uhr ging´s los, ca. 15 Leute wollten mit, mit Allradfahrzeugen zu einem entlegeneren Strandabschnitt. Der Guide suchte den Strand ab...wir sollten warten. Eine Dreiviertelstunde ohne Ergebnis. Telefonieren, waren andere Guides erfolgreicher. Und ja, an anderer Stelle hat sich eine Schildkröte erwischen lassen. Und so konnten wir doch noch eines dieser Kolosse in Augenschein nehmen. War gerade fertig mit Eierlegen und strebte dann mit gehörigem Krafteinsatz dem Wasser entgegen. Beeindruckend. Dazu muss man sagen, dass dies alles mit Umsicht und ZUrückhaltung passierte. In wie weit das zum täglichen Autocross am Strand passt - kann sich jeder selber denken.

Die Schildkröte wirkt hier gar nicht so groß, aber 75 cm Länge waren es gewiss.

Die Schildkröte wirkt hier gar nicht so groß, aber 75 cm Länge waren es gewiss.

Nun geht´s ins Bettchen und morgen erst auf ATM-Jagd und dann ab in die Wüste ins Camp für 1N. Dazwischen wartet noch Wadi Bin Khalid. Dazu übermorgen mehr, denn morgen gibts kein Internet.

© Peter B., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
2 Wochen durch den Oman und Dubai
Details:
Aufbruch: 11.02.2017
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Oman
Der Autor
 
Peter B. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.