Einmal um die ganze Welt...

Reisezeit: August 2012 - Mai 2014  |  von Walter und Heike Tautermann

Sumatra und die letzten Orang Utans...: Tuk-Tuk, ein Örtchen mitten im See

unser neues zuhause....

unser neues zuhause....

...mit Seeblick

...mit Seeblick

lustig ist es hier bei Eric und seinen vielen, tierischen Freunden...

lustig ist es hier bei Eric und seinen vielen, tierischen Freunden...

...auch ich hab ne´neue Freundin

...auch ich hab ne´neue Freundin

tief hängende Wolken kündigen schon wieder Regen an....

tief hängende Wolken kündigen schon wieder Regen an....

  es fehlt einfach die Sonne

es fehlt einfach die Sonne

Kaffee gedeiht hier am besten

Kaffee gedeiht hier am besten

Avocados so weit das Auge reicht...

Avocados so weit das Auge reicht...

Erics Garten...

Erics Garten...

niedliche Häuser im "Batak"- Stil

niedliche Häuser im "Batak"- Stil

Schulbus....

Schulbus....

Ich glaube... wir sind im Allgäu, oder doch nicht?

Wir haben uns gedacht ein bisschen frische Luft würde uns gut tun und so fahren wir mit ein paar anderen Travelern zu einem großen Kratersee in Nordsumatra, dem "Donau Toba". Uden und PE kommen zum Abschied noch zum Bus und uns fiel der Abschied von den zwei Burschen sichtlich schwer, waren wir doch im Dschungel eine kleine Familie.... ...und die Musik wird uns fehlen.

Hier am Lake Toba ist wirklich ein gutes Klima vor allem für mich, tagsüber 28°C und nachts benötigt man eine Decke.
In diesem See gibt eine Insel mit den Namen Samosir und dort wiederum gibt es eine kleine Landnase mit dem niedlichen Namen TukTuk.....oh, das klingt gut, hier wollten wir uns im Gasthaus "Merlyn"niederlassen, doch leider ist es voll.
So gehen wir 20 m weiter zu Eric. Er kommt aus Dänemark und lebt mit seiner "Batak"- Frau seit 3 Jahren da. Eine nette Familie, mit jeder Menge Tiere, denn 2 Hunde, mindestens 6 Katzen und Eric's neuer Freund "Anton" (ein Waran) wohnen auch da. Überhaupt ist auch Indonesien ein sehr gastfreundliches, hilfsbereites Land, mit überaus fröhlichen und neugierigen Leuten. Wir wohnen direkt am See in einem Haus im Batak- Stile.
Hier sind fast alle Menschen Christen und so finden wir überall und überaschenderweise, wunderschöne Kirchen. Überraschung deshalb, da es in Bukit Lawang nur Moslems und somit nur Moscheen gab.
So essen wir am Abend noch in unserem Hotel lecker europäisch, kommen ein wenig ins Gespräch und gehen bald schlafen, denn in ganz TukTuk ist Stromausfall.

Nebenbei bemerkt:

Die Batak, urmalaiisches Volk, stammen von den neolithischen Bergvölkern im nördlichen Thailand und Myanmar ab. Sie wurden von wandernden Mongolen und Siamesen vertrieben.

Als sie auf Sumatra ankamen, errichteten sie die ersten Siedlungen rund um den Donau Toba, wo ihnen die umliegenden Berge einen natürlichen Schutz boten. Jahrhunderte lang lebten die Batak somit völlig isoliert.
Da es sich um Eies der kriegerischsten Völker in Sumatra handelte, standen die verschiedenen Dörfer ständig im Krieg miteinander. Sie waren so misstrauisch, dass sie weder Pfade noch Brücken anlegten.
Noch bis 1816 hielt sich hier der Kannibalismus. So verspeiste man grundsätzlich das Fleisch eines getöteten Feindes oder einer Person, die mit dem Stammesgesetz "adat" gebrochen hatte.
Noch heute gibt es noch ca. 6 Mio. Batak, von denen die meisten protestantische Christen sind. Ihre Gebiete erstrecken sich 200 km nördlich und ca. 300 km südlich des Donau Toba.
Musik ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Batak und so hängt die Gitarre stets und überall griffbereit. Über aus unter die Haut gehen ihre kraftvollen und bewegenden Gesänge.
(entn.aus "Loneley Planet"- Südostasien....)

Bei Tageslicht schaut es noch viel gemütlicher hier aus, nur die Sonne fehlt. Wir schlendern ein wenig durchs Dorf und sehen hier und da noch billigere Unterkünfte und noch bessere Restaurants an, ja der Mensch ist nie zufrieden. Doch ich möchte gern da bleiben wo wir gerade sind und so soll es sein....
Hier ist es an jeder Ecke gemütlich, egal ob am Hafen oder mitten in den Reisfeldern. Überall haben die Leute viel Zeit für ein Schwätzchen. Leider überrascht uns der Regen und so laufen wir "heim". Da wir heute Strom und so auch "Wifi" haben, dürfte es kein Problem sein, die Zeit rum zu kriegen. Außerdem ist Ostern und in der Santa Claus Bar spielt am Abend eine "Lokal Band", von der wir leider etwas enttäuscht sind, oder war es nur einfach das falsche Publikum in der Bar, ich kann es nicht sagen. Auf jeden Fall fehlte absolut die Stimmung von Bukit Lawang.

Auch wollten wir mal wieder skypen, was allerdings erst mitten in der Nacht passiert. War schon komisch die Lieben daheim wieder zu sehen, gell Steffi???

Da wieder einmal die Sonne hervorblinzelt mieten wir uns einen Roller und wollen einmal um die Insel herumfahren. Das ist zwar keine spontane Idee, aber doch recht ungeplant, denn ohne Karte und Regenjacken sind wir (wieder einmal) los geschossen. In der Mittagshitze ist der Fahrtwind sehr angenehm und wie immer sind wir begeistert von der Landschaft, die mit ihren grünen Hügeln und den vielen Kirchen dem Allgäu ähnlich sieht. Nur die Palmen und Bananenstauden erinnern uns daran, das wir auf Sumatra sind.
Hier und da machen wir eine Pause, treffen unseren jungen finnischen Freund, mit dem wir hier auf die Insel gereist sind und er uns den Tipp gibt nicht zu den "Hot Springs"zu fahren, da sie nicht erwähnenswert wären.
Die Hälfte der Insel haben wir bereits geschafft, als der Regen uns überrascht. Wir trinken bei Einheimischen einen Kaffee und haben viel Spaß mit den Kindern, mit denen wir eine Fotosession veranstalten. Als der Regen aufhört ist es bereits 18.00 Uhr und so langsam sinkt die Sonne, die sich an diesem Tag nicht mehr blicken lässt. In einem anderen Dorf essen wir lecker Fisch und unterhalten uns mit einem Mann aus dem Dorf, als es wieder zu regnen beginnt. Er rät uns zum Kauf eines Regencapes, doch wir lehnen dankend ab. Schließlich sind wir nicht aus Zucker und nur die Harten kommen in den Garten.
Es giesst wie aus Eimern und die Strasse ist grottenschlecht. Das letzte Drittel unserer Tour führt uns über die Berge, durch kühle Wolken und durch die Nässe frieren wir wie die Bürstenbinder.
Außerdem wissen wir natürlich nicht, ob wir in der Dunkelheit noch auf dem richtigen Weg sind. Normalerweise wäre diese Strecke etwas aussichtsreicher für den Beginn unserer Tour gewesen, aber was solls.
Doch endlich geht es bergab und Lichter tauchen auf. Wir haben es geschafft, geben das Moped ab und kaufen uns schnell noch ein Fläsch'le Rum, um uns einen Grog zum Aufwärmen zu machen. Gott sei dank gibt es an diesem Abend Strom.

An unserem letztem Tag machen wir nichts, schwimmen im See, halten ein Schwätzchen im Dorf und gehen lecker Pizza essen. Außerdem besorgen wir uns noch ein Busticket für morgen, denn wir wollen nach Sibolga, um zu schauen, ob es dort nicht einen schönen Strand für unsere letzten Tage auf Sumatra gibt. Das Ticket erscheint uns auf den ersten Blick sehr teuer und so war es auch, aber das erzähle ich euch im nächsten Kapitel.

naja, wenn ich mich nicht aufs Moped setze, dann sehe ich ja auch nichts, also auf gehts...

naja, wenn ich mich nicht aufs Moped setze, dann sehe ich ja auch nichts, also auf gehts...

ein bisschen wie im Allgäu, oder?

ein bisschen wie im Allgäu, oder?

Eric vom Gasthaus und sein Neffe....

Eric vom Gasthaus und sein Neffe....

alle Kinder wollen aufs Foto....

alle Kinder wollen aufs Foto....

....aber wirklich alle!

....aber wirklich alle!

zwischen Reissäcken....

zwischen Reissäcken....

Erics Frau, eine Seele von Mensch...

Erics Frau, eine Seele von Mensch...

...und Gemüse in Patabang

...und Gemüse in Patabang

blutige Angelegenheit, frischer Fisch....

blutige Angelegenheit, frischer Fisch....

...ein Hühnchen gefällig???

...ein Hühnchen gefällig???

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Teil 1: von Moskau mit der Transib nach Peking, wieder westwärts nach Indien, Thailand, Kambodscha, Laos,Burma, Indonesien, Australien Teil 2: Argentinien,Chile, Bolivien, Peru, Brasilien, Venezuela, Costa-Rica, Karibik
Details:
Aufbruch: 21.08.2012
Dauer: 20 Monate
Heimkehr: 01.05.2014
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Indien
Thailand
Kambodscha
Laos
Myanmar
Malaysia
Indonesien
Australien
Der Autor