Schrumpfköpfe, Orang Utans und Totenzeremomien - ab in den Norden Indonesiens!

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2014  |  von Thalia&Christine R

02.September 2014:Carita, Krakatau-Tamanjaya

Unser Guide Subkit überrascht uns mit der freudigen Nachricht, dass unsere Tour günstiger wird, weil er noch 2 Teilnehmer gefunden hat.
Jetzt kostet die Tour nur noch 700.000 Rp p.P.und Julian und Walter aus Belgien sind mit dabei.

Die Überfahrt mit dem 2- motorigem Boot bis zum Ante Krakatau dauert ca 1,5 Stunden. Kurz vor dem Ziel fällt der eine Motor aus. Es wird ca eine halbe Stunde gebastelt, irgendwie improvisiert, ein paar Teile wie z.B. die Abdeckung weggelassen, dann geht es nach einigen Startschwierigkeiten weiter.

Unser Boot

Unser Boot

Angekommen, erstmals Füße abtrocknen und Schuhe an

Angekommen, erstmals Füße abtrocknen und Schuhe an

Da ist er!Der Anak Krakatau

Da ist er!Der Anak Krakatau

Diese Meldeanlage ist leider kaputt..

Diese Meldeanlage ist leider kaputt..

Auf gehts! Alles sieht so unberührt aus, als ob hier nie jemand vorher war

Auf gehts! Alles sieht so unberührt aus, als ob hier nie jemand vorher war

Die Jungs wollen versuchen, ganz nach oben zu gehen und wir gehen ein Stuck mit

Die Jungs wollen versuchen, ganz nach oben zu gehen und wir gehen ein Stuck mit

Giovanni und Subkit warten unten auf uns.

Giovanni und Subkit warten unten auf uns.

Je weiter man nach oben kommt, desto heißer werden die Steine

Je weiter man nach oben kommt, desto heißer werden die Steine

Schöne Aussicht von oben

Schöne Aussicht von oben

Wieder zurück...

Wieder zurück...

Subkit erzählt uns, dass er vor einigen Monaten mit Touristen aus Kalifornien hier war. Die wollten unbedingt an den Rand des Kraters als er gerade aktiv war. Er hatte sie gewarnt, aber sie beteuerten ihm, dass sie Erfahrung haben und auf eigene Verantwortung hingehen. Sie starben beide und er musste als Guide dafür 3 Monate ins Gefängnis.
Ich weiß nicht ob wir da was falsch verstanden haben, oder ob er das erfunden hat, jedenfalls haben wir beim googeln nichts gefunden.

Giovanni und Subkit warten unten, während wir mit den Jungs noch etwas mitgehen

Giovanni und Subkit warten unten, während wir mit den Jungs noch etwas mitgehen

Da kraxeln wir! Die Jungs haben richtige Trekkingschuhe an, aber bei Julians Schuhen löst sich durch die heißen Steine die Sohle.ab

Da kraxeln wir! Die Jungs haben richtige Trekkingschuhe an, aber bei Julians Schuhen löst sich durch die heißen Steine die Sohle.ab

Das sind keine Leggins...

Das sind keine Leggins...

Blick zurück auf den Vulkan

Blick zurück auf den Vulkan

Tschüss Krakatau!!

Tschüss Krakatau!!

Das ist der alte Krakatau, der nur noch zur Hälfte vorhanden ist. Den steuern wir jetzt an zum schnorcheln

Das ist der alte Krakatau, der nur noch zur Hälfte vorhanden ist. Den steuern wir jetzt an zum schnorcheln

Schade, dass man das nicht so gut fotografieren kann. Es waren Unmengen riesiger, bunter Fische

Schade, dass man das nicht so gut fotografieren kann. Es waren Unmengen riesiger, bunter Fische

Der lag am Strand neben uns

Der lag am Strand neben uns

Abends macht uns Subkit noch ein verlockendes Angebot für eine Tour zum Nationalpark. Sein Bruder kommt ganz zufällig heute Abend nach Carita und fährt morgen früh nach Tamanjaya
Wir können mit und eine 3-tätige Nationalpark-Tour mit machen. Wenn wir zu Fünft sind für insgesamt 10 Mio. Incl allem: Bootsfahrten, Guides, Essen, Trekking usw..
Wir erklären, dass das für uns zu knapp wird, da wir am 6. schon früh von Jakarta nach Bangkok fliegen.
Wir müssten schon heute Abend los und morgen mit der 3-Tages Tour beginnen, denn die Fahrt von hier bis Tamanjaya dauert ja auch mindestens 4 Stunden.
Nach einigem Hin und Her, einigen Telefonaten mit seinem Bruder, beschließen wir noch heute loszufahren, wir können bei seinem Bruder übernachten und morgen dann die Tour beginnen. Und er verspricht uns dann auch noch bei dem Transport bis zum Airport zu helfen, denn das wird knapp und der Weg von Tamanjaya bis Jakarta ist megalang.
Julian und Walter schließen sich an, auch sie wollen keinen Tag verlieren. Ihr Urlaub hat zwar erst begonnen, aber sie wollen noch alle bekannten Vulkane Javas besuchen.
Jetzt haben wir noch ca 2 Stunden, sein Bruder wird um 20.30 Uhr erwartet.
Wir wollen noch etwas essen gehen und laufen weit in den Ort Carita rein. Jetzt sehen wir erst wie groß und belebt er ist. Nach ca 2km sehen wir ein nettes Warung, dort kehren wir ein und essen wirklich hervorragen den Tintenfisch und gegrilltem Fisch. Sogar Bier gibt es hier.
Mitten beim Essen werden wir gestört: Subkit klopft uns auf die Schulter uns meint, sein Bruder ist schon früher da und wir könnten eher starten.

Ich komme aus dem Staunen nicht heraus:
WIE konnte er uns finden???? Wir waren mindestens 2km gegangen und saßen ganz versteckt in einem Warung.
Also, verstecken als weißer Mensch ist in diesem Land nicht möglich!
OK, schnell Mahlzeit beendet, und wir steigen in einen Hippiebunten Angkot ,düsen zum Guesthouse und laden die Jungs samt Gepäck ein.
Unsere Rucksäcke werden oben aufs Dach geschnallt, zu einigen anderen Sachen, denn außer uns wurden noch mehrere Leute mitgenommen.
Die letzten 1,5 Stunden Fahrt waren die Krönung. Von allen schlechten Straßen war dies mit Abstand das Schlimmste! Es gab KEIN Stück ohne Löcher. Ständig stoßen wir mit den Köpfen an die Decke und die ganze Zeit dudelt ohrenbetäubende arabische Musik.
Die Jungs lernen indonesisch, fragen Subkit immer und wiederholen alles lautstark. Die Einheimischen rauchen natürlich auch im Bus, aber da alle Fenster und auch beide Türen während der ganzen Fahrt geöffnet sind, und es noch dazu reinstaubt, kommts darauf auch nicht mehr an.
*
Gegen 23 Uhr sind wir im Dorf. Wir steigen bei seinem Schwiegerpapa aus und werden erstmal mit Tee und Kaffee versorgt.Uns fällt sofort auf, dass sein Schwiegerpapa sehr jung aussieht, später erfahren wir auch warum.
*
Nach einiger Zeit werden wir zum Haus des Bruders gebracht, nur 5 Minuten zu Fuß durchs Dorf.
Das Haus unterscheidet sich von den Hütten, es ist ein richtiges Haus!
Aber eher noch ein Rohbau. Es gibt im vorderen Bereich nur leere Räume ohne Türen und ohne Decke. Man kann bis unters Dach schauen.
Nur in einem Raum liegt eine Matratze. Der Bruder weckt seine Frau oder Tochter, ich bin nicht sicher.
Jetzt werden erstmal Matratzen zusammengesucht, ich denke, wir bekommen ihre eigenen und dann können wir duschen.
Toilettenpapier holt uns Subkit vom Kiosk seiner Schwiegermama, das benutzt hier wohl auch keiner.
Duschen bedeutet hier, aus dem großen Bassin, welches im Bad steht mit der großen Kelle, die auch für die Toilettenspülung benutzt wird , Wasser schöpfen und sich damit übergießen.
Jetzt bekommen wir noch einen Vorhang provisorisch vor die Tür genagelt und dann können wir um 2 Uhr endlich schlafen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ja, Indonesien muss es wieder sein, aber diesmal verschlägt es uns in den Norden. Auf dem Plan stehen Borneo, Sulawesi und die Molukken, dort heißt es Natur und Kultur pur! Als Großstadt wird es diesmal Bangkok sein, anschließend ein Abstecher auf die Vulkaninsel Java, sofern es die "Aktiven" erlauben. Das Highlight dieser Reise soll die Totenzeremonie der Tadoories von Sulawesi sein. Dann die letzten freilebenden Orang Utans auf Borneo, vielleicht noch die Molukken...wer weiß...
Details:
Aufbruch: 04.08.2014
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 08.09.2014
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Brunei Darussalam
Indonesien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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