Die Molukken und .....

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2017  |  von Thalia&Christine R

23.07.2017: Bunaken-Manado-Pulau Siau

Die ganze Nacht regnet es.

Zum Glück ist Hochwasser, sodass wir direkt vom Strand ins Boot einsteigen können und nur wenige Meter durchs Wasser waten müssen.
Die Fahrt bis Manado dauert nur 1 Stunde—nur einmal ist der Motor wieder wegen Plastikmüll außer Gefecht gesetzt.

Ein letzter Blick auf unser Resort

Ein letzter Blick auf unser Resort

Am Hafen bezahlen wir unsere 350.000 IDR für die Überfahrt und gehen dann zum Ticketschalter für die Fahrten mit dem Speedboat.
Das Speedboat steuert einige Inseln an (ich glaube 5 Stück) -Siau ist die 2. und die Fahrt dorthin dauert 4 Stunden.
Dann gibt es noch die normale Fähre, die startet abends und fährt die Nacht durch—das zu einem Superpreis von 50.000 IDR bis Siau.
Das Speedboat soll um 9.30 Uhr starten—so haben wir das jedenfalls vom Schild erlesen.
Die Tatsache ist aber anders. Abfahrt ist um 11 Uhr.
Wir leisten uns ein Ticket für die VIP-Class, das kostet nur etwa 5 Euro mehr für uns beide.
Auch ansonsten ist der Preis von 250.000 IDR p.P. akzeptabel. Teuer sind immer nur Privatfahrten.
Wir holen noch Geld vom ATM und gehen dann viel zu früh aufs Boot.
Hier ist es EISKALT!! Die Klimaanlage ist so kalt eingestellt, dass wir alles anziehen, was wir aus den Rucksäcken greifen können.
Den Locals scheint das nichts auszumachen, sie liegen entspannt auf den Sitzen rum.
Um 11 Uhr geht die Fahrt los. Bald darauf wird ein kleines lunch verteilt. Wie im Flugzeug.

Übersichtlich, aber immerhin...

Übersichtlich, aber immerhin...

Nach 3 Stunden erreichen wir die erste Insel: Tagulangdang. Hier verlassen einige das Boot und „fliegende Händler“ stürmen aufs Boot und verkaufen diverse selbstgemachte Köstlichkeiten. Wir probieren auch was: klebrige süße Kugeln aus Nüssen und Getreide mit süßem Sirup die noch warm sind und lecker schmecken.
Ab jetzt wird die Fahrt richtig holprig. Das Boot schaukelt mächtig und uns wird etwas übel.
Nach einer weiteren Stunde sind wir dann da. Eine Pilk von Menschen drängelt aufs Boot.
Wir haben keine Chance. Erst als alle auf dem Boot sind, können wir aussteigen.
Der Ausstieg ist schwierig, wir müssen einen Schritt von einem halben Meter nach oben machen. Unmöglich mit dem Rucksack auf dem Rücken zu schaffen. Aber es strecken sich uns helfende Hände entgegen die uns dann nach oben ziehen.
Mit auf dem Boot ist ein weiteres deutsches Pärchen aus Braunschweig. Auch sie wollen ins „Kalea beach resort“ haben aber schon vor längerer Zeit gebucht.
Ein junger Mann fängt uns gleich ab und stellt sich als Duncan von der Touristeninformation vor. Er registriert uns und dann steigen wir auf einen wartenden Kleintransporter. Der wurde vom Resort geschickt. (125.000 IDR p.P.)
Die Fahrt führt uns über enge Straßen und dauert ca eine halbe Stunde. Wir werden von den Inselbewohnern freudig begrüßt—viele winken uns zu und rufen „Halloooo Mister…“ (das gilt hier auch für Frauen)

Im Resort werden wir von „Ayu“ begrüßt. Sie ist eine quirlige sehr freundliche und hübsche Indonesierin. Wir stellen uns vor und sie fügt bei der jeweiligen Anrede immer „Darling“ zu.
„Thalia-my Darling, how are you?“
Ansonsten sind wir von der Anlage etwas enttäuscht. Es ist alles sehr „basic“ oder netter gesagt: „ Very local“
Es gibt 4 Hütten am Strand und eine kleine an der Straße.
Der Strand lädt nicht zum Verweilen ein und die Cottages sind sehr einfach. Die Braunschweiger bekommen ein halbfertiges weil alles „overbooked“ ist und unseres, an der Straße- ist mehr als einfach. Für Toilette und Dusche müssen wir rüber in den Küchenbereich. Aber es ist ok für uns.
Morgen wird einmal rundum getauscht, d.h.-wir ziehen in das Halbfertige am -Strand und die Braunschweiger in ein richtiges, fertiges. Eine andere deutsche Familie, die hier mit ihren 3 Kindern verweilt, zieht auch um-in ein größeres Cottage. Das alles geht morgen vonstatten, wenn das eine Paar aus Spanien abreist.

Wifi gibt es natürlich auch nicht-aber Aya gibt uns von sich „HotSpot“. Reicht nicht für den Blog, aber man kann zumindest das Wichtigste regeln.
Es gibt immer was: Pläne, nächste Unterkunft-und diesmal haben wir ein Problem mit meiner Kreditkarte-da muß ich meine Freundin Gaby kontaktieren die mir versucht zu helfen.

Dann gibt es hier so viele Mücken wie nirgendwo sonst. Ayu ist sehr im Stress—sie managt hier alles allein und die Indonesier sind—so lieb wie sie sind eben doch sehr träge.
Es fällt uns auf, dass Ayu etwas anders ist als die meisten Indonesierinnen,später erfahre ich warum:
Ayu lebt seit vielen Jahren in Essex—nahe London und ist jetzt für längere Zeit hier um alles auf Reihe zu bringen. Sie meint ohne sie läuft es hier nicht—und ich glaube, das stimmt. Sie bemüht sich wirklich und ist ständig in Bewegung.
Leider gibt es kein Moskitonetz-nur diese Räucherspiralen-und wir haben vergessen nach Zudecken zu fragen—so müssen wir mit Schlafsack und Tischdecke vorlieb nehmen—(hatte ich erwähnt, dass ich diesmal versehentlich anstatt eines -Bettlakens eine Tischdecke von Zuhause mitgenommen habe..?) --trotzdem schlafen wir gut.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Versäumtes nachholen und neue Freunde wiedersehen...Nach meinem krassen Krankenhausaufenthalt auf Papua letztes Jahr, der mich um den Besuch der "Steinzeitmenschen" gebracht hat, wollen wir nun einen 2. Versuch starten. Vorher soll es aber zu den Molukkeninseln gehen. Wir hoffen, dass wir Kiky und Susi treffen und ich möchte das Krankenhaus noch einmal besuchen...
Details:
Aufbruch: 07.07.2017
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 06.08.2017
Reiseziele: Indonesien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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