Die Molukken und .....

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juli / August 2017  |  von Thalia&Christine R

02.08.2017: Tobelo-Morotai Island

Also, ich muss beim Abschied echt ein paar Tränen wegdrücken.
Aber ich glaube, Ona auch und sogar der etwas rauhbärtig wirkende Lutz.
Er düst mit seinem Bike los und organisiert uns ein Bemo für 50.000 IDR für die Fahrt zum Hafen. Für diesen günstigen Preis darf der Fahrer unterwegs noch Passagiere einsammeln. Kein Problem, wir sind gut in der Zeit.
Die Fahrt dauert auch eine gefühlte Ewigkeit, obwohl er nur einen einzigen Passagier unterwegs einsammelt.
Schließlich sind wir um 8.30 Uhr da und können unsere Tickets für je 35.000 IDR kaufen.
Ja-wenn man Zeit hat, kann man hier sehr günstig leben und reisen.
Die Fähre steht schon bereit und wir steigen ein. Man zeigt uns dass wir nach oben gehen sollen. Da wir keine Lust auf Sonnenbrand haben, suchen wir uns Plätze im Cafe. Hier scheint alles besetzt, aber als man uns sieht, wird zusammengerückt und auf die Bank geklopft. Wir sind an vielen Plätzen willkommen.

Eine fliegende Händlerin--wieder im "Hello Kitty" Schlafanzug verkauft Schmuck

Eine fliegende Händlerin--wieder im "Hello Kitty" Schlafanzug verkauft Schmuck

Die Cafeteria ist nur Tarnung--da gibt es nix..

Die Cafeteria ist nur Tarnung--da gibt es nix..

LAutstark wird man von mehreren Tvs beschallt...Auch auf den Gängen liegen die Passagiere

LAutstark wird man von mehreren Tvs beschallt...Auch auf den Gängen liegen die Passagiere

Um 10.30 Uhr sind wir immer noch im Hafen.
Kurz nach halb legen wir dann doch endlich ab und erreichen den Hafen „Daruba“ auf „Morotai“ trotzdem schon um 13 Uhr.
Von vielen Seiten wurde uns das Hotel „Pacific Inn“ empfohlen—nicht übermäßig gut, aber günstig in Preis und Lage.
Wie immer werden wir von allen Seiten mit Taxi- und Bentokfahrern umlagert. Wir wählen uns einen zurückhaltenen Bentokfahrer aus und halten ihm 30.000 IDR vor die Nase. Schließlich sind wir zu Zweit mit viel Gepäck. Er nickt--Das ist immer so witzig hier: kaum hat man einen Fahrer ausgewählt, erlischt der Konkurrenzkampf und es wird geholfen. Wir krabbeln auf die Sitzfläche, stellen eine Tasche zu unseren Füßen. Dann reicht man uns die großen Rucksäcke auf den Schoß und unser 3. Rucksack wird dem Fahrer lachend von den Kollegen auf den Rücken geschnallt.
Die Fahrtstrecke sind etwa 5km vom Fährhafen. Der Speedboathafen liegt fast direkt im Zentrum.

Die Insel ist hell und freundlich, ein deutlicher Gegensatz zum düsteren Tobelo. Auch relativ sauber und die Straße wieder gut.
Leider ist im Hotel „Pacific Inn“ ausgebucht. Wir beschließen mit Sack und Pack die Hauptstraße entlangzugehen und nach anderen Unterkünften Ausschau zu halten.
Sehr beschwerlich mit Gepäck, Verletzungen und der Mittagshitze. Überall wird wieder gewunken und gerufen.
Eine junge Frau von der gegenüberliegenden Straße ruft uns zu, winkt und kommt dann angelaufen. Sie spricht Englisch und fragt wo wir hinwollen. Wir erklären, dass wir eine Unterkunft suchen. Sie nennt einen Hotelnamen und zeigt die Straße runter—stoppt einen Bentokfahrer und drückt ihm Geld in die Hand.
Dann sollen wir aufsteigen: er fährt uns zum Hotel—keine Angst—ist bezahlt—strahlt sie.
Wieder einmal sind wir berührt über die Herzlichkeit der Menschen.
Auch dies Hotel war belegt, aber gleich daneben bekommen wir ein einfaches Zimmer für 250.000 IDR im „Perdana“
Irgendeine Veranstaltung scheint hier zu sein und deshalb sind viele Hotels ausgebucht.

Wir stellen unsere Sachen ab und gehen noch etwas in den Ort.
*

Alle Warungs sind noch leer, als einzige Gäste wollen wir hier nicht sitzen, deshalb holen wir uns an einem Kiosk Getränke und eine Tüte Chips als Mittagsmahl und setzen uns auf so ein überdachtes Podest wie es viele hier machen.
Es ist sehr heiß!
Natürlich sind wir wieder bald umringt. Manchmal wird es zu viel der Herzlichkeit, so verschwinden wir bald wieder und ziehen uns aufs Zimmer zurück.
Wir lassen uns von dem Jungen im Hotel noch mal für 50.000 IDR Internet aufladen (das kann hier jeder telefonisch-man muss ihm nur die Telnr geben)
Aber der Empfang hier ist fast Null. Wir schaffen es aber uns ein Hotel für die 3 Übernachtungen in Ternate zu buchen.
Wir entscheiden uns gegen die „Villa Marasei“-obwohl sie von so vielen empfohlen wird und wählen das zentralere „Grand Dafam Bela Ternate“. Da wir noch 2 Tage etwas unternehmen wollen scheint uns das für unsere Zwecke die bessere Wahl.

Abends ist über mehrere Stunden Stromausfall. Wir tappen vorsichtig durch die Straßen und holen uns Chicken und Getränke. Viele haben Licht über Generatoren, aber es reicht nicht für die ACs—deshalb ist es unerträglich heiß im Zimmer.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Versäumtes nachholen und neue Freunde wiedersehen...Nach meinem krassen Krankenhausaufenthalt auf Papua letztes Jahr, der mich um den Besuch der "Steinzeitmenschen" gebracht hat, wollen wir nun einen 2. Versuch starten. Vorher soll es aber zu den Molukkeninseln gehen. Wir hoffen, dass wir Kiky und Susi treffen und ich möchte das Krankenhaus noch einmal besuchen...
Details:
Aufbruch: 07.07.2017
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 06.08.2017
Reiseziele: Indonesien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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