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Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2018 - Juli 2019  |  von Sara, Lola, Sonja, Michael Schegg

Sumatra: Da gibt's noch mehr Oranguthan's !

Der Eingang zum Batu Cave in KualaLumpur

Der Eingang zum Batu Cave in KualaLumpur

Wir haben Borneo verlassen und sind in Sumatra gelandet. Zuerst uebernachteten wir in einem spacigen Kapselhotel in Kuala Lumpur, hatten aber schnell genug von der Grossstadt.

Das Space Hotel

Das Space Hotel

Rhinozerus-Hornbill-Vogel gesehen in KL

Rhinozerus-Hornbill-Vogel gesehen in KL

Mit einem Boot sind wir nach Sumatra gefahren. Fünf Stunden sollte die Fahrt dauern, aber nur schon das Einladen der vielen Kisten dauerte eine Stunde länger. Kurz vor dem Hafen, oder besser gesagt Steg mit Zollhaus, sind wir im Fluss, auf Grund gestossen. Viele Männer mussten auf dem Bug sitzen, um das Gewicht auszugleichen. Danach ging es langsam weiter zum Steg. In dieser Zeit wurden unsere Mädchen wieder einmal zu Stars. Jede wollte ein Foto oder ein Selfie mit ihnen. Als Gegenleistung wurden sie mit Essen beschenkt und als dann Sara noch in indonesisch "Danke" gesagt hat, haben sich alle riesig gefreut und gelacht.
Auch im kleinen Städtchen wurden wir wie Ausserirdische bestaunt, überall wo wir waren, sind Leute stehen geblieben und haben uns bestaunt.
Am nächsten Tag sind wir mit einem Minibus zum Lake Toba gefahren oder sollte ich sagen geflogen? Die Einheimischen rasen hier durch die Strassen. Ampeln werden nicht beachtet und die schlechten Strassen mit den vielen Schlaglöchern machen die Fahrt auch nicht besser. Hoffentlich hilft ein Stoosgebet an die höhere Macht, damit wir heil ankommen.

Geschafft, eine gemütliche Fähre mit Vorhängen, Blumentöpfen und Musik bringt uns über den Kratersee Toba auf die Vulkaninsel Samosir.
Die freundlichen Einheimischen sind als Spass-liebende Christen bekannt. So viele Kirchen wie hier, haben wir noch nirgends gesehen und das auf einem zu meist moslemischem Land.

Wenn wir nicht gerade auf den Mopeds die Insel erkunden, schwimmen wir im See. An diesem spielt sich das Leben ab, denn hier werden die Kleider und das Geschirr gewaschen, die Körperpflege wird hier erledigt und nicht weit weg sitzt der nächste am angeln.
Lola und Sara geniessen die europäische Küche die es hier gibt, eine Reispause kommt gerade richtig.

Sara und Lola lieben es mit den Einheimischen zusammen im Lake Toba zu schwimmen

Sara und Lola lieben es mit den Einheimischen zusammen im Lake Toba zu schwimmen

Nach einigen erholsamen Tagen machen wir uns auf eine 7stündige Autofahrt nach Bukit Lawang gefasst. Wir haben allerdings Glück, denn unser Fahrer ist sehr gemütlich unterwegs und wir müssen uns nicht über suizidale Überholmanöver fürchten. Dafür sitzen wir anstelle von 7 ganze 10 Stunden, für eine Strecke von 230km, im Auto.
Im Dunkeln kommen wir an und laufen noch auf einem schmalen Weg zur Unterkunft. Unser Gästehaus "Jungle Inn", mit tollen Openair-Badezimmern, liegt direkt am Fluss. Am nächsten Tag haben wir Glück und sehen in der Dshungelwand gegenüber des Flusses einen Orangutan. Die sind hier oranger als auf Borneo, die Männchen haben nicht ganz ein so breites Gesicht, dafür einen Schnurbart. Da hier in Sumatra auch der Tiger im Dschungel lebt, sind die Orangutans selten am Boden anzutreffen. Nur die halbwilden kommen runter zu den Menschen und man kann sie von ganz nah beobachten.

Unser Zimmer im Jungle Inn

Unser Zimmer im Jungle Inn

Unser "Freiluft"-Badezimmer

Unser "Freiluft"-Badezimmer

Beim Dschungeltreking sind wir nicht mal richtig im Nationalpark, schon kommt uns eine Orangutandame mit ihrem 2-jährigen Jungen entgegen. Auf dem schmalen Weg müssen wir ihnen Platz machen, denn sie können ganz schön frech sein. Mit Mandarinen werden die zwei wieder zurück in den Dschungel gelockt, wo wir ihnen noch lange zusehen können. Hoch oben in den Baumkronen klettern auch Gibbons herum, die haben die gleiche blonde Haarfarbe wie Sara mit einem schwarzen Gesicht. Der Abschluss der Wanderung ist eine Raftingtour, mit Lastwagenpneus den Fluss hinunter. Da es schon lange nicht mehr geregnet hat, sind wir nicht gerade die Schnellsten.

Die "Waldmenschen"  (Übersetzung von Orangutan) haben zu 97% dieselben Gene wie wir Menschen Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/genom-vergleich-orang-utan-und-mensch-sind-nahezu-identisch-a-741828.html

Die "Waldmenschen" (Übersetzung von Orangutan) haben zu 97% dieselben Gene wie wir Menschen Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/genom-vergleich-orang-utan-und-mensch-sind-nahezu-identisch-a-741828.html

Täglich sehen wir Langschwanz Makaken, manchmal springen sie über unsere Dächer oder klauen etwas aus der Küche.
Die Leute vom Jungle Inn sind sooo freundlich, dass wir viel länger als geplant bleiben. Lola und Sara helfen oft in der Küche mit oder musizieren am Abend mit dem Personal.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser Reisehunger ist noch nicht gestillt. In der Zwischenzeit hat sich unsere Reisegruppe jedoch um zwei Kinder vergrössert
Details:
Aufbruch: 02.08.2018
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 09.07.2019
Reiseziele: Thailand
Indonesien
Australien
Malaysia
Laos
Der Autor