Kambodscha-Reisebericht :Mit dem Fahrrad durch Südostasien

Kambodscha die 2.

Von Tinh Bien über Takeo nach Phnom Penh

Wieder in Kambodscha ändert sich das Bild schlagartig: im Mekongdelta waren die Hauptstraßen ziemlich verbaut. Hier, auf der Straße nach Takeo, ist nichts verbaut. Bis Takeo (von der Grenze ca. 50 km) fahre ich nur durch zwei Orte.

In Takeo komme ich in einem Hotel für 8 Dollar unter. Genau so teuer, wie das Zimmer in Chau Doc eine Nacht zuvor. Der Preis ist allerdings das einzige, was die beiden Zimmer gemeinsam hatten.

Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Phnom Penh (ca. 80 km).

"Aussicht vom Balkon" im Hotel in Chau Doc für 8 Dollar, das Zimmer selbst hatte kein Fenster
Wenn man von der Brüstung schaut, sieht man Ratten - so groß wie kleine Hunde!

"Aussicht vom Balkon" im Hotel in Chau Doc für 8 Dollar, das Zimmer selbst hatte kein Fenster
Wenn man von der Brüstung schaut, sieht man Ratten - so groß wie kleine Hunde!

Wasserbüffel auf dem Weg nach Phnom Penh

Wasserbüffel auf dem Weg nach Phnom Penh

Aussicht vom Hotel in Takeo - ebenfalls für 8 Dollar...ohne Ratten

Aussicht vom Hotel in Takeo - ebenfalls für 8 Dollar...ohne Ratten

solche kleinen "Tempel" sieht man in Kambodscha öfter an Kreisverkehren

solche kleinen "Tempel" sieht man in Kambodscha öfter an Kreisverkehren

Phnom Penh

Für eine Hauptstadt ist Phnom Penh beschaulich und übersichtlich. Kein Vergleich zu Bangkok oder Saigon.
Aus meiner Sicht gibt es hier allerdings auch nicht sehr viel Interessantes zu sehen. Trotzdem übernachte ich hier insgesamt vier Nächte in einem Hotel - einfach nur, um mal ein paar Tage Pause zu machen.
Das Zimmer im Hotel (mit Balkon) mitten in der City kostet umgerechnet 30 Dollar pro Nacht. In Europa muss man glaube ich für einen Stellplatz für ein Wohnmobil mit Stromanschluss mehr bezahlen.
Frühstück ist in dem Preis inbegriffen...

In den nächsten Tagen sehe ich mir ein wenig die Stadt und die Umgebung an. Wie gesagt, die Stadt ist nichts besonderes aber ich bin ja auch nicht hier, um irgendwelche "touristischen Highlights" zu sehen.
Am 1. Januar - falls hier der Jahreswechsel gefeiert wurde, ich habe davon nichts mitbekommen - fahre ich weiter.

Blick vom Frühstücksraum in Phnom Penh

Blick vom Frühstücksraum in Phnom Penh

N5 oder N6 ?

Von Phnom Penh aus gibt es zwei Hauptverbindungen in Richtung Angkor Wat bzw thailändische Grenze. Über die N 6 kommt man direkt nach Angkor bzw Siem Reap.
Die N 5 verläuft südlich vom Tonle Sap See, nach Angkor wäre es ein Umweg von insgesamt 200 km!
Wenn es in Kambodscha EINE touristische Attraktion gibt, dann ist es Angkor Wat. Fast jeder Tourist in Kambodscha besucht Angkor. Viele Touristen, die Nachbarländer wie Thailand oder Vietnam besuchen, machen gerne einen Abstecher dorthin.
Das törnt mich nicht grade an! Ich entscheide mich daher erstmal für die Nationalstraße 5 , die nicht direkt nach Angkor führt. Meine nächsten Ziele sind also

- Kompomg Chhnang (kein Tippfehler, das schreibt man so)
- Pursat
- Battambang
- Sisophon

Spätestens in Sisophon muss ich mich dann entscheiden, ob den Abstecher nach Angkor mache oder eben nicht.

Von Phnom Penh über die N 5 nach Sisophon

Die erste Etappe führt mich nach Kompong Chhnang. Auf der gesamten Strecke von 97 km habe ich Gegenwind.
Der Verkehr ist dichter als z.B. auf der Strecke Stung Treng nach Kratie. Gerast und gehupt wird hier auch. Nicht so extrem wie in Vietnam aber ich merke den Unterschied zu Nordkambodscha!
Nach einer Weile kann ich am Klang der Hupe erkennen, wer mich grade überholen will...LKW, Auto, Bus oder Moped!

Die meisten Busse, die mich überholen, fahren nach Angkor Wat. Zumindest sind die meisten Bussen mit dem Ziel Angkor oder Siem Reap gekennzeichnet.
Der Straßenzustand ist teilweise sehr schlecht - ständig muss ich riesigen Schlaglöchern ausweichen.
Ich komme schließlich in Kompong Chnang an, mal wieder als einziger Ausländer. Ich checke in einem Hotel ein. Ein Taxifahrer möchte mich später
für 2 Dollar zum Markt fahren. Der Markt ist ca. 300 Meter entfernt - ich laufe

Bad im Hotel in Kompong Chchnang, man könnte auf die Toilette gehen und gleichzeitig duschen

Bad im Hotel in Kompong Chchnang, man könnte auf die Toilette gehen und gleichzeitig duschen

Statur in Kompong Chnang, davor mein MERIDA

Statur in Kompong Chnang, davor mein MERIDA

Wat? Angkor?

Die nächsten Etappen führen mich weiter über Pursat, Battambang bis Sisophon. Ich fahre auf dieser Strecke durch kleine kambodschanische Dörfer und fühle mich teilweise wie ein Ausserirdischer! Zumindest werde ich so angestarrt....ein angenehmes Gefühl!

In Sisophon muss ich mich entscheiden, ob ich den Abstecher nach Angkor mache oder nicht.....
Jeder, der schon mal in Kambodscha war oder mal dorthin möchte wird sich wahrscheinlich jetzt fragen:" Was stimmt denn mit dem nicht"?

Ich lasse Angkor Wat aus und fahre weiter Richtung thailändische Grenze.
Eine solche "Touristenflut" ist grade nichts für mich!
Ich lasse Angkor also "rechts" liegen und fahre stattdessen Richtung Poipet an der Grenze zu Thailand.

Vielleicht werde ich mir Angkor irgendwann mal ansehen...aber nicht jetzt.

Pause am Straßenrand

Pause am Straßenrand

© Markus L., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Radtour durch Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam
Details:
Aufbruch: 23.10.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 01.03.2017
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Markus L. berichtet seit 15 Monaten auf umdiewelt.