Von Mandalay nach Bagan, weit abseits der üblichen Touristenpfade

Myanmar-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar 2017  |  von Christiane & Aras Orhon

Anlässlich unserer 4wöchigen Reise durch Myanmar (mehr dazu auf wegsite.net), entscheiden wir uns für eine nicht ganz konventionelle Reise von Mandalay nach Bagan, über die wir hier berichten wollen

1. Tag

Auf dem Weg von Mandalay nach Monywa

Leider gibt es nur literarische Zitate, die den Weg hin nach Mandalay beschreiben. Die Bevölkerung der Stadt müsste inzwischen bersten, denn niemand erzählt, wie er von hier weg kommt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir ein Zeichen setzen. Wir wollen unbedingt mit dem Boot auf dem Irrawaddy River nach Bagan reisen, haben aber überhaupt keine Lust auf eine dieser überteuerten Luxus-Fähren von MGRG-Express und außerdem müssten wir dann auf den Abstecher nach Monywa verzichten, das passt uns auch nicht. Hinzu kommt, dass sich unser Reiseführer auch recht bedeckt hält, was die Weiterreise r eigentlich von Monywa weiter nach Bagan angeht. Aber wir haben eine Vision und die ist es Wert, ausprobiert zu werden.

Zuerst buchen wir über unser Hotel in Mandalay einen Transfer nach Monywa. Wir ahnen, dass es dort Sehenswürdigkeiten zu sehen gibt, die umwerfend sind. Aber erst mal sitzen wir in einem Minibus, als einzige Ausländer zwischen birmanischen Fahrgästen und einem Betelfreak am Steuer, der uns vor Abfahrt nicht bestätigen konnte, ob er uns tatsächlich zum Zielort bringt. Mutig setzen wir uns in den Wagen mit dem Mantra "alles wird gut" im Sinn. Bisher hat alles geklappt.

Im Minibus von Mandalay nach Monywa

Im Minibus von Mandalay nach Monywa

Kalkulierter Kotz-Grad unter Berücksichtigung der Faktoren Fahrzeug, Insassen und Zeit: 1 Reisetablette.

Der Funke zwischen den lokalen Fahrgästen und uns will nicht überspringen. Alle leiden unter akuten Sprachproblemen. Dafür ist die Strecke höchst interessant. Wir passieren gerade Sagaing, die Hügel dort sind bedeckt mit Pagoden. Anhalten fürs Foto funktioniert leider nicht, wir werden uns die Stelle aber für künftige Besuche des Landes merken.

Um 12.00 Uhr herum die obligatorische Mittagspause, ein Standardrestaurant, wie wir es bereits kennen. Um diese Zeit nur mit wenig Gästen, dafür mit umso mehr Personal, alles junge Mädchen, besetzt. Fahrer verzieht sich mit einer gewaltigen Portion "was-auch-immer" in den hinteren Teil des Restaurants. Die anderen Fahrgäste verköstigen sich ebenfalls. Als wir unsere Kamera zücken, kommt neugieriges Leben in die Mädchen. Sie zieren sich etwas, dann wollen sie fotografiert werden, zücken selbst ihre Smartphones. Smile fürs Selfie mit Ausländern.

Eine Raststätte der ganz besonderen Art

Eine Raststätte der ganz besonderen Art

Die Vögelchen vorn im Bild waren nicht so ganz unser Ding

Die Vögelchen vorn im Bild waren nicht so ganz unser Ding

Die fröhlichen Frauen von der Raststätte haben hier alles fest im Griff

Die fröhlichen Frauen von der Raststätte haben hier alles fest im Griff

Connected

Connected

Richtig aufregend wird es, als wir das iPad aktivieren und adhoc Bilder in Facebook hochladen. Unfassbar, hier auf dem Dorf in Myanmar ist dieses Social Media der Bringer. Angesteckt durch das Interesse der Girlies tauen auch die anderen Fahrgäste auf. Sprachprobleme? Das war vorher.

Wieder etwas schlauer steigen wir in den Bus. Die Reststrecke ist ein Klacks. Monywa ist schnell erreicht und wir erleben wieder, wie bequem es ist, direkt vor dem gebuchten Hotel abgesetzt zu werden. Etwa 130 km entfernt von Mandalay sind wir, freuen uns auf einen sonnigen Nachmittag, ausnahmsweise mal am Pool. Diese kleine Auszeit müssen wir uns heute einfach mal gönnen.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 04.02.2017
Dauer: 3 Tage
Heimkehr: 06.02.2017
Reiseziele: Myanmar
Der Autor
 
Christiane & Aras Orhon berichtet seit 6 Monaten auf umdiewelt.
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