Thailand, Laos und Kambodscha und Stopover in Doha

Myanmar-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - März 2007  |  von Inge Waehlisch Soltau

"Visa run"

"Visarun" nach Myanmar

Das Visum für Thailand ist normalerweise für 30 Tage gültig - lief also aus bevor wir wieder ausreisen wollten. Eine Möglichkeit, ein neues Visum zu bekommen war der sog. "Visarun" nach Myanmar.
Wir erkundeten uns, wie man am besten nach Myanmar kommt und machten dann mit einem Taxifahrer einen Festpreis ab.
Die Fahrt ging morgens um 6.40 Uhr los, denn es waren doch ca. 380 km bis Ranong, der Grenzstadt zu Myanmar. Bis Chumphon gab es dann sogar eine Art Autobahn, dann aber wurde die Strecke recht kurvenreich. Unterwegs sahen wir eine recht grüne und hügelige Landschaft mit vielen Kokospalmen und Bananenstauden.
Der Taxifahrer lotste uns nach Ankunft dann zum "Immigration office". Da kaum Leute da waren, bekamen wir schnell unseren Ausreisestempel.
Dann ging es weiter zu den Booten, mit denen man nach Myanmar fahren kann.
Wir mussten über eine steile Leiter nach unten klettern und über mehrere Boote bis wir zu unserem "Seelenverkäufer" kamen. Normalerweise fährt man mit so einem Boot nicht über die grosse Mündung des Kibarri Rivers...aber uns blieb nichts anderes übrig...
Wir bezahlten den gefordeten Betrag für die Überfahrt - wahrscheinlich auch noch zuviel... und dann ging die Fahrt los.
Natürlich fühlten wir uns auf dem klapprigen Longboat überhaupt nicht wohl, zumal der Bootsführer auch noch "Volldampf" fuhr. Und die Überfahrt dauerte immerhin ca. 30 Minuten...
Bei Ankuft in Kaw Thaung in Myanmar liefen wir zur Immigration und wurden "begleitet" von recht aggressiven Jugendlichen, die uns alles möglich anboten - von Zigaretten über Drogen bis zur kleinen/m Schwester/Bruder...
Wir bezahlten die obligatorischen 10 US$, bekamen den Einreisestempel, und dann nix wie weg, d.h. zum Longboat.
Die Rückfahrt verlief ähnlich "stürmisch" wie die Hinfahrt, teilweise schaukelte der Kahn mächtig und war kurz vorm Kentern, vor allem wenn grössere Schiffe vorbeifuhren. Da wir die Hinfahrt überstanden hatten, waren wir aber jetzt doch etwas mehr "relaxed" und holten sogar unser mitgebrachten Sandwich heraus, denn inzwischen waren wir hungrig geworden.
Über die vielen Boote und die steile Leiter kamen wir dann irgendwie nach oben auf den Pier und liefen zur Thai Immigration. Dort warteten inzwischen sehr viele Leute, zum Glück bei der Ausreise, bei der Einreise ging es dann recht schnell, und wir hatten einen neuen Stempel im Pass.
Auf der Rückfahrt fuhr der Fahrer dann wie man so schön sagt "wie der Henker", und wir waren froh, als wir durchgeschüttelt und müde gegen 5 Uhr nachmittags in Hua Hin ankamen.
Es war den ganzen Tag quasi ein Gehetze, so dass wir noch nicht mal gross zum Fotografieren kamen. Aber viel zum Fotografieren gibt es eigentlich weder in Ranong noch in Kwa Thaung.

Überfahrt von Ranong nach Kwa Thang

Überfahrt von Ranong nach Kwa Thang

Im Longboat

Im Longboat

Bald sind wir wieder an Land!

Bald sind wir wieder an Land!

Man kann die ganze Angelegenheit noch nicht mal mit einem "no risk - no fun" abtun, denn es war eigentlich nur "risk" und kaum "fun"...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein paar Tage in Bangkok - Luang Prabang in Laos und Siem Reap (Angkor Wat) in Kambodscha sowie ein längerer Aufenthalt in Hua Hin und Ausflüge in die Umgebung
Details:
Aufbruch: 10.01.2007
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 09.03.2007
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Laos
Katar
Myanmar
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 8 Monaten auf umdiewelt.