Hongkong - Thailand 02/2013

Reisezeit: Februar 2013  |  von Uta Kühne

06.02. - Bangkok Teil I

Der Wecker klingelte nach der zu kurzen Nacht leider viel zu früh! Doch auf Frühstück wollten wir ungern verzichten und hatten außerdem einen wichtigen Punkt auf unserem Zettel: zum Bahnhof und unsere Tickets für unsere Fahrten nach Kanchanaburi und Pak Chong buchen (aus unerklärlichen Gründen funktionierte das nicht zu Hause im Internet)!

Das Frühstück war wie das Hotel: schlicht aber zweckmäßig.
Nachdem wir alles Nötige eingepackt hatten, machten wir uns mit unserem Reiseführer bewaffnet wieder mal auf den Weg. Wir entschlossen uns erst mal loszulaufen und so weit zu gehen wie wir mögen oder bis eine MRT-Station kommt. Letzteres war auch nach ca. 10 Minuten der Fall und wir verschwanden im Untergrund. Allmählich bekommen wir Übung und das "Ziehen" eines Tickets (diesmal in Chipform / 20 BHT = 5 Cent!!!) kannten wir nun schon aus Kuala Lumpur und aus Hongkong und so kamen wir ohne Schwierigkeiten auf unseren Bahnsteig, in die Bahn und stiegen am Hauptbahnhof Hua Lamphong wieder aus. Denn dort wollten wir unsere Zugtickets besorgen. Leider entpuppte sich das als gar nicht so einfach: die Tickets nach Kanchanaburi bekommen wir nicht dort, sondern am Bahnhof Thonburi im nordwestlichen Teil Bangkoks auf der anderen Seite des Flusses. Na toll! Dann kam noch hinzu, dass wir keine weitere Zugfahrt buchen konnten, da es sonst zeitliche Probleme mit unserem Anschlussflug geben könnte - so haben wir von weiteren Buchungen Abstand genommen. Das verlief nun so gar nicht nach unserem Plan - wir konnten damit nur eine einzige Fahrkarte (von 4!) buchen - eine magere Ausbeute.
Sogleich machten wir uns auf den Weg nach Thonburi, wie uns gesagt wurde - doch weder die MRT noch die BTS (Skytrain) fahren in die Richtung; also schmissen wir uns in ein Tuk-Tuk und ließen uns bei Abgasgestank und Lärm dorthin fahren.

Auf den Straßen Bangkoks - Richtung Thonburi

Auf den Straßen Bangkoks - Richtung Thonburi

In Thonburi angekommen, starrten wir irritiert auf die Tafel mit den Abfahrtszeiten: auch dort passte keiner wirklich in unseren Zeitplan. Das wird ja immer besser! Nach einigen Überlegungen und Bemühen des Reiseführers verließen wir unverrichteter Dinge ohne Fahrkarten den Bahnhof und nahmen uns ein Tuk-Tuk zurück in die City. Das mussten wir erst mal ein Momentchen verdauen und einen neuen Plan machen. Zum "Verdauen" ließen wir uns zum Siams Square fahren und bummelten dort durch die Malls, genossen die klimatisierte Luft, schauten uns wieder mal Designerware in den Schaufenstern an und kauften in einem Riesensupermarkt ein.

Skywalk am Siams Square

Skywalk am Siams Square

So langsam waren wir geschlaucht vom Rumlaufen, dem Wechsel zwischen Hitze und kühler AC-Luft, dem Lärm und der Aussicht, dass unsere Planung scheinbar nicht so funktionieren würde wie wir es uns vorgestellt hatten - so nahmen wir wieder ein Tuk-Tuk und ließen uns zurück ins Hotel fahren.

In der "Siam Paragon" - Vorbereitungen auf "chinese new year" oder hängen die da immer rum??

In der "Siam Paragon" - Vorbereitungen auf "chinese new year" oder hängen die da immer rum??

Um den Tag abzurunden gingen wir in einer Seitenstraße essen: in den "Ratsstuben". Richtig gelesen - ein deutscher Name, was daran liegt, dass es sich unmittelbar im Goethe-Institut befindet (eine deutsch-thailändische Kulturstifung) und die Karte fast ausnahmslos typisch deutsche bzw. bei uns gängige Gericht aufweist: Haxe, Bratwurst, Sauerkraut, Rinderroulade, Schnitzel, Pizza, Spaghetti und dergleichen mehr. Alles so feine Sachen wie man sie bei uns in Deutschland kennt und liebt. Das ist zwar eigentlich gar nicht unser Ding in der asiatischen Hitze Sauerkraut und co zu essen, aber es war schlicht ziemlich dicht dran - quasi um die Ecke. Also was solls - so gab es nach nicht mal ganz 6 Tagen Abwesenheit schon mal wieder ein Schnitzel bzw. eine Pizza! Guten Appetit.

Unser Aufenthalt in Bangkok endet in ein paar Stunden bereits schon wieder und unser Fazit lautet: wie schon 2009 haben wir auch diesmal wieder den Eindruck, dass Bangkok eine unglaublich laute und lebhafte Stadt ist, die irgendwie unorganisiert wirkt, aber doch einen gewissen Reiz hat. Allein die skurrilen Kabelmengen, die hier überall oberhalb der Straßen rumhängen, sind schon ein besonderer Hingucker. Die vielen kleinen Gassen mit Geschäftchen und an jeder Ecke der allseits beliebte 7-Eleven-Shop; es ist wuselig hier - aber so ganz anders wuselig als vorher noch in Hongkong. Es fällt uns schwer uns für eine Seite zu entscheiden: mögen wir Bangkok nun oder nicht? Naja, wir haben ja noch einen weiteren Aufenthalt hier um es ein Stück weit herauszufinden.

© Uta Kühne, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Hongkong 02.-05.02. / Bangkok Teil I 05.-07.02. / Sukothai 07.-09.02. / Kanchanaburi 09.-12.02. / Khao Yai NP 12.-16.02. / Krabi 16.-23.02. / Bangkok Teil II 23.-25.02.2013
Details:
Aufbruch: 01.02.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 25.02.2013
Reiseziele: Hongkong
Thailand
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.